Trakehner Hengst Kwahu bleibt bei Helen Langehanenberg

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Kwahu mit Helen Langehanenberg (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Seit 2022 sieht man den Trakehner Hengst Kwahu unter Helen Langehanenberg. Fazit der ersten Saison: Das passt! Und nun steht auch fest, dass der jetzt siebenjährige Schwarzbraune bei Langehanenberg bleibt.

Dafür hat Helen Langehanenbergs langjährige Mäzenin Margit Eisner gesorgt. Bislang gehörte Kwahu ihr gemeinsam mit Wolfgang Diehm vom Trakehner Gestüt Hörstein. Auf Facebook berichtet Hörstein nun, dass Margit Eisner den nun siebenjährigen Hengst ganz übernommen hat.

Eisner wird zitiert mit den Worten: „Dieses Ausnahmepferd für den Sport und die Trakehner Zucht weiter zu entwickeln, lag uns sehr am Herzen. Wir bedanken uns ausdrücklich bei Wolfgang Diehm, Gestüt Hörstein, der dieses Anliegen auf dem bisherigen Weg so tatkräftig mit unterstützt hat.“

Aufgrund dieser veränderten Situation gibt es auch Neuerungen für die Züchter. Der Hengst wird dieses Jahr über das Landgestüt Warendorf zu beziehen sein, die ihn bereits als Neuzugang vermelden.

Über Kwahu

Kwahu kam bei Ines Eisold in Ahrensfelde zur Welt. Er ist ein Sohn des Trakehner Stempelhengstes Milennium aus Münchhausen-Sixtus-Kostolany-Mutter. Aus dem Stamm ging beispielsweise auch die mit Ingrid Klimke in der kleinen Tour erfolgreiche Kira K hervor sowie der gekörte und ebenfalls S-erfolgreiche Kasparow.

Der Start ins Leben von Kwahu war kein leichter. Er kam am 26. April zur Welt, acht Wochen später starb seine Mutter Kalinowska. Die Züchterfamilie tat alles, um das Fohlen zu retten, was sich als schwierig herausstellte. Es fand sich keine Ammenstute und die Ersatzmilch wollte Kwahu nicht. Aber irgendwie gelang es den Eisolds trotzdem, ihn durchzubringen. Die Mühe hat sich schon wenige Monate später im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt gemacht. Noch als Fohlen unter dem Namen Konstantin wechselte Kwahu für 80.000 Euro den Besitzer.

Auch Kwahus Karriere begann unkonventionell. Weil er ein Hufgeschwür hatte, konnte er an der regulären Körung in Neumünster nicht teilnehmen. Stattdessen wurde einige Wochen später bei einem Hoftermin gekört. Er überzeugte die Körkommission um Zuchtleiter Lars Gehrmann so sehr, dass sie ihn zum Prämienhengst ernannten. Gehrmann habe damals von ihm gesprochen als „ungemein typstarker und ausdrucksvoll aufgemachter Prämienhengst, der sich im geschlossenen Rahmen mit viel Aufmachung und stabiler Oberlinie präsentiert“, schreibt das Landgestüt Warendorf in seiner Beschreibung des Hengstes.

Seinen 14-Tage-Test legte er dreijährig mit einer Gesamtnote von 7,63 ab (Dressur 7,7, Springen 7,55). Ein Jahr später machte er seinen Sporttest mit einer 7,57.

Seit 2021 ist Helen Langehanenberg für die Ausbildung von Kwahu verantwortlich. 2022 folgten die ersten Turniereinsätze. Zum Auftakt hatte sich die Mannschaftseuropameisterin eine Dressurpferdeprüfung Klasse A in Ankum ausgesucht und belegten Rang zwei. Auf den Tag genau vier Monate später ging der Hengst schon seine erste Dressurpferdeprüfung Klasse M und belegte Rang zwei.

Im Juli nahmen die beiden am Trakehner Bundesturnier teil, gewannen dort die beiden Dressurpferdeprüfungen Klasse M und sicherten sich überlegen den Titel des Trakehner Champions der sechs- und siebenjährigen Dressurpferde. Auch qualifizierte er sich fürs Bundeschampionat, wo er allerdings nicht an den Start ging. Dafür nahm er im Herbst an seiner ersten „normalen“ M*-Dressur teil und wurde Vierter.