Vilhelmsborg: Weltcup-Kür für Dufour und Bohemian, Inter I und Grand Prix Special an Langehanenberg

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Cathrine Dufour (DEN) und Bohemian in Herning 2019, Weltcup Grand Prix 83,022 Prozent. (© FEI/www.ridehesten.com)

An Cathrine Dufour und Bohemian haben die deutschen Dressurreiterinnen sich dieses Wochenende beim Weltcup-Turnier in Vilhelmsborg die Zähne ausgebissen. Aber die anderen Prüfungen dominierte Helen Langehanenberg heute.

Bereits im Grand Prix ging Cathrine Dufours zehnjähriger Olympiaaspirant Bohemian einen neuen persönlichen Rekord. Der westfälische Bordeaux-Sohn aus der Zucht von Heinrich Langewellpott hat inzwischen an Kraft und Stabilität gewonnen und kann seine Stärken in der Piaffe- und Passage-Tour nun voll ausspielen. Hinzu kommt, dass er und seine Reiterin ein absolut harmonisches Paar bilden. Wie auch mit Cassidy besticht Dufour auch auf dem Dunkelfuchs mit feinem Reiten auf einem motivierten Pferd. Da guckt man einfach gerne hin. So geht es wohl auch den Richtern, die dem Paar für die vierfach zählende Harmonie zwischen ihnen durchgehend Noten von 9,0 bis 9,5 gaben. Unter dem Strich kamen sie auf 88,20 Prozent, auch dies eine neue persönliche Bestleistung.

Allerdings sahen heute zwei Richter ein anderes Paar vorne. Sowohl der Schwede Magnus Ringmark bei E als auch Katrina Wüst bei H hatten Dufour „nur“ auf Rang zwei. Sie hätten Isabell Werth und Emilio den Vorzug gegeben. Katrina Wüst bedachte den westfälischen Ehrenpreis-Sohn mit 89,525 Prozent. Das war allerdings vor allem dem künstlerischen Teil der Notengebung zuzuschreiben. Da lag Isabell Werth vor Cathrine Dufour, 93,44 Prozent zu 92,60 Prozent. In der technischen Note kam Dufour auf 83,80 Prozent und Werth auf 82,250. Da war Katrina Wüst die einzige Richterin, die Werth vor Dufour hatte. Zusammen mit den Bewertungen der Kollegen wurden es 87,845 Prozent für Isabell Werth und damit Rang zwei.

Auf den dritten Platz tanzten mit starken 85,335 Prozent Jessica von Bredow-Werndl und ihre KWPN-Stute Zaire-E, die zwar schon 16 Jahre alt sein mag, aber bei der man in letzter Zeit das Gefühl hat, dass sie erst jetzt so richtig im großen Viereck angekommen ist. Für dieses Paar ist es das zweitbeste Ergebnis, das sie je zusammen erreicht haben.

Nach einem Grand Prix deutlich unter den Erwartungen wurde es heute Rang sechs für Helen Langehanenberg und ihren 18-jährigen Hannoveraner Dressage Royal-Sohn Damsey (82,105).

Jessica Süß und Duisenberg beendeten ihren ersten Weltcup-Einsatz in der Westeuropa-Liga auf Rang elf mit 76,090 Prozent.

Und was machten die spannenden dänischen Paare? Carina Cassøe Krüth und die wunderbare Fürstenball-Tochter Heiline’s Danciera haben mit Rang vier einmal mehr nachdrücklich Championatsperspektive demonstriert (84,455).

Die weiteren dänischen Paare belegten die Plätze sieben bis neun, angeführt von Lone Bang Larsen auf Bakkely’s Onandt (80,055) vor Charlotte Heering mit Bufranco (77,380) und erst dann Andreas Helgstrand mit der dreifachen Dressurpferde-Weltmeisterin Fiontini (77,265).

Alle Ergebnisse der Weltcup-Kür finden Sie hier.

Langehanenberg räumt ab

Helen Langehanenberg dürfte dieses Wochenende ziemlich zufrieden heim fahren ins Münsterland, schließlich hat ihre sportliche Zukunft in Gestalt der dänischen Zack-Don Schufro-Tochter Straight Horse Ascenzione aka „Zoni“ dieses Wochenende keine Fragen offen gelassen. Vilhelmsborg war das erste internationale Turnier auf S-Niveau für die erst siebenjährige Vollschwester zum Triple-Weltmeister Sezuan und überhaupt ist sie erst eine Handvoll S-Prüfungen gegangen. Das hinderte sie aber nicht daran, sich gestern schon den Prix St. Georges und heute auch ihre erste Intermédiaire I mit satten 76,147 Prozent zu sichern.

Und das war nicht der einzige Sieg für Helen Langehanenberg heute. Im Grand Prix Special der CDI3*-Tour lief ihre Holsteiner Stute Annabelle v. Conteur zu ganz großer Form auf und siegte mit 75,659 Prozent. Damit ließen sie die beiden Grand Prix-Sieger, Victoria Max-Theurer und Abegglen, hinter sich, bei denen 75,298 Prozent waren.

Auf den dritten Platz passagierte Andreas Helgstrand mit Fuhur, den er ja dieses Wochenende von Anna Kasprzak zur Verfügung gestellt bekommen hat, weil sie selbst gesundheitlich angeschlagen ist. Gegenüber dem Grand Prix konnten die beiden sich nach der kurzen Kennenlernzeit deutlich steigern: 74,787 Prozent.

Cathrine Dufour stellte ihren erst achtjährigen westfälischen Vitalis-Sohn Vamos Amigos, den sie für die Familie Pidgley ausbildet, erstmals in einem Special vor und erhielt 72,660 Prozent, Rang vier.

Alle Ergebnisse aus Dänemark finden Sie hier.

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