Alsfeld: Das sind die Deutschen Meister 2019 im Voltigieren

20190419 FEI VAULTING WORLD CUP FINAL – SAUMUR 2019

Janika Derks, hier beim Weltcup-Finale 2019, ist neue Deutsche Meisterin der Damen. (© FEI)

Ins Alsfeld ist gestern die Entscheidung bei den Deutschen Meisterschaften der Voltigierer gefallen. Dabei gab es in allen vier Disziplinen neue Titelträger. Ganz oben auf dem Treppchen standen Janika Derks, Jannik Heiland, das Duo Chiara Congia und Justin van Gerven sowie der VV Ingelsberg.

Den Anfang machten gestern die Doppelvoltigierer. Neue Deutsche Meister im Pas de Deux sind Justin van Gerven und Chiara Congia. Für die beiden Voltigierer vom VV Köln-Dünnwald war es das erste Mal, dass sie bei den Deutschen Meisterschaften Gold gewinnen konnten. Damit setzten sie ein weiteres Ausrufezeichen hinter ihren EM-Titel aus Ermelo. Schon nach dem ersten Umlauf waren die 22-jährige Psychologie-Studentin und ihr 24-jähriger Paartner in Führung gegangen. In der Kür am Sonntag konnten sich die beiden sogar noch einmal steigern und erhielten mit 9,131 Punkten die einzige Wertung mit einer neun vor dem Komma. Unterstützt wurden van Gerven und Congia dabei von Alexandra Knauf, die den 13-jährigen Westfalen Picardo longierte.

Nach Platz zwei in beiden Umläufen, kamen Diana Harwardt und Peter Künne auch insgesamt auf den Silberrang. Für das Duo aus Bernau bei Berlin war es der erste Auftritt bei den Senioren-Meisterschaften. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im vergangenen Jahr hatten die beiden inzwischen 18-Jährigen ebenfalls Rang zwei belegen können. Damals wie heute turnten sie auf Sir Laulau an der Longe von Andrea Harwardt. Nach Platz vier im ersten Umlauf, konnten sich Sophie Wegener und Adele Schröder (Pferd: Philai/Longe: Alexandra Reckordt) gestern noch auf den dritten Rang vorarbeiten.

Haushoher Sieg für Janika Derks

Nach der Silbermedaille im vergangenen Jahr, holte sich Janika Derks in Alsfeld nun den ersten DM-Titel ihrer Karriere bei den Damen. Dabei konnte die 29-jährige Rheinländerin alle vier Teilprüfungen für sich entscheiden, zeigte zum Abschluss noch einmal eine Kür mit Höchstschwierigkeiten auf Pferd Carousso Hit an der Longe von Jessica Lichtenberg. Die Weltcup-Siegerin von 2019 konnte sich demnach mit einem komfortablen Vorsprung gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen.

Eine kleine Aufholjagd musste die neue Vize-Meisterin Corinna Knauf mit Fabiola (Longe: Alexandra Knauf) hinlegen. Nach dem ersten Umlauf hatte die 26-Jährige zunächst auf Rang zwei gelegen. Der zweite und dritte Umlauf liefen dann allerdings nicht ganz so optimal. In der abschließenden Kür konnte Knauf jedoch noch einmal punkten, so dass Sie am Ende die Silbermedaille mit nach Hause nehmen durfte. Dritte wurde die 20-jährige Hannah Steverding mit Royal Flash und Longenführerin Sophie Kuhn.

Meistertitel Nummer zwei für Jannik Heiland

Einen etwas wackeligen Start hatte Jannik Heiland bei den Herren erwischt. Nach dem Technikprogramm lag er mit dem Hannoveraner Highlander und Longenführerin Winnie Schlüter zunächst auf dem sechsten Platz. Die drei weiteren Umläufen konnte der 27-jährige Hamburger dann aber jeweils für sich entscheiden, so dass er am Ende ganz oben auf dem Treppchen stand. Die Deutschen Meisterschaften in Alsfeld dürfte Heiland damit in bester Erinnerung behalten – schon 2012 hatte der amtierende Vize-Weltmeister und Vize-Europameister an gleicher Stelle Gold gewonnen.

Zweiter wurde der Deutsche Meister von 2014, Viktor Brüsewitz mit Sky Walker an der Longe von Gesa Bührig. Der 29-Jährige ist durch seine Teilnahme an der Fernsehsendung Ninja Warrior inzwischen auch über die Voltigierwelt hinaus bekannt. Ziemlich heiß umkämpft war die Bronzemedaille bei den Herren: Dank der zweitbesten Kür des Tages ging diese schließlich an Jannis Drewell. Der dreifache Deutsche Meister und zweifache Weltcup-Sieger begeisterte einmal mehr mit seiner „Eddie-the-Eagle“-Vorstellung. Pech hatte hingegen Vorjahressieger Thomas Brüsewitz, der nach einem Sturz in der gestrigen Kür nicht über den fünften Platz hinaus kam. Dazwischen schob sich Sportsoldat Julian Wilfling auf den vierten Rang.

Instagram/ @bruesewitzbrueder

Silbermedaillen-Gewinner Victor Brüsewitz (li.) mit dem neuen Deutschen Meister Jannik Heiland. (© Instagram/ @bruesewitzbrueder)

Spannender Wettkampf bei den Gruppen

Denkbar knapp fiel die Entscheidung auch bei den Gruppen aus. Die besten drei Teams lagen in der Endabrechnung nur wenige Zähler auseinander. So zeigten auch alle drei Favoriten am letzten Tag noch einmal starke Küren, die jeweil mit einer Wertnote über 9,0 bedacht wurden. Das Rennen machte mit dem VV Ingelsberg der aktuelle Vize-Europameister von Ermelo. Die Mannschaft vom Landesverband Bayern kam mit Longenführer Alexander Hartl und Pferd Lazio auf insgesamt 8,705 Punkte. Es war der insgesamt fünfte Titel für den Verein vom Landesverband Bayern. „Dieses Gefühl ist einfach nur unglaublich“, freute sich die Gruppe im Anschluss.

Wie schon im vergangenen Jahr, kam das Team Norka des VV Köln-Dünnwald mit der Endote 8,619 auf den Silberrang. „Über den Deutschen Vize-Meistertitel sind wir mehr als glücklich. Die Entwicklung des gesamten Teams über das ganze Jahr hinweg ist unglaublich“, fasste Longenführer Patric Looser (Pferd: Calido) die Leistung seines Teams zusammen. Bronze gewann der RV Fredenbeck mit Longenführerin Gesa Bührig und dem 13-jährigen Mecklenburger Schimmel Claus. Die CHIO Aachen-Sieger erreichten die Endnote 8,595.

Alle Ergebnisse von den Deutschen Meisterschaften Voltigieren in Alsfeld finden Sie hier.

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