München: Dressur, Springen, Voltigieren – die Deutschen Jugendmeister 2018

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Neue Deutsche Meister der Dressur-Junioren: Valentina Pistner und Flamboyant. (© Schreiner)

Nachdem die Entscheidungen bei den Jungen Reiterin bereits gestern gefallen sind bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in München-Riem standen heute die Finals der Children, Ponyreiter und Junioren an. Hier die neuen Meister.

Moritz Treffinger und Top Queen H holten nach den drei Goldmeidaillen bei der EM in Bishop Burton auch noch den Deutschen Meister-Titel. In der Mannschaftsaufgabe mussten die beiden sich noch mit dem zweiten Platz hinter ihren EM-Teamkollegen Jana Lang und Cyrill zufrieden geben. Aber sowohl in der Einzelaufgabe als auch in der Kür hatte Treffinger die Nase vorn – in der Kür mit 81,375 Prozent.

Jana war in beiden Prüfungen Zweite. Sie kam auf insgesamt 226,747 Prozent. Bei Moritz Treffinger waren es 229,952 Prozent. Kein Vertun gab es beim Kampf um Bronze. Anna Middelberg belegte Rang drei in allen drei Prüfungen mit Drink Pink und hatte am Ende 219,637 Prozent auf dem Konto.

Liselott Rheinberger-Nachwuchsförderpreis

Das Finale des Liselott Rheinberger-Nachwuchsförderpreises wird im Rahmen einer Dressurprüfung Klasse L auf Trense mit Pferdewechsel ausgetragen. Die besten drei Paare aus den Qualifikationen treten gegeneinander an und tauschen untereinander die Pferde.

Michelle Moß aus Weser-Ems war mit ihrer Rivero II-Tochter Dancing Queen bereits mit Vorschusslorbeeren ins Finale gestartet. Die zweite Qualifikation hatten sie mit einer 9,0 gewonnen.

In der ersten Runde hatten die beiden allerdings Alina Hahn aus Baden-Württemberg mit Riana den Vorrang lassen müssen. Mit ihnen im Finale ritt Olivia Schmitz-Morkramer auf Lavissaro, die in beiden Qualifikationen Vierte gewesen waren.

Im Finale konnte Michelle Moß dann auf allen drei Pferden die besten Ergebnisse erzielen. Mit Hahns Riana (v. Royal Classic) kam sie auf eine 8,9. Mit ihrer eigenen Stute Dancing Queen wurde es erneut eine 9,0. Und auf Olivia Schmitz-Morkramers Lavissaro erhielt sie gar eine 9,3. Das machte in Summe 27,2 Punkte.

Am dichtesten dran an ihrem Ergebnis war Alina Hahn, die auf ihrer eigenen Stute Riana eine 8,2 erhalten hatte, mit Dancing Queen eine 8,3 und mit Lavissaro eine 8,6 – Silber mit 25,1 Punkten.

Olivia Schmitz-Morkramer ritt ihren Lavissaro zu einer 8,4. 8,2 erzielte sie mit Dancing Queen und eine 7,6 mit Riana. Sie gewann Bronze mit 24,2 Punkten. Ihr Lavissaro war bestes Pferd.

Junioren – Durchmarsch für Pistner

Valentina Pistner und der Nürnberger Burg-Pokal Sieger 2017, der Oldenburger Flamboyant, der damals noch unter Isabell Werth ging, gewannen alle drei Wertungsprüfungen und marschierten so direkt aufs oberste Treppchen.

Ebenso eindeutig waren die Entscheidungen um Silber und Bronze. Zweitbeste waren die beiden Preis der Besten-Sieger Linda Erbe und Fierro. Der Bronzerang ging an Marlene Sieverding und Fürst Levantino – auch der ein Burg-Pokal Finalist des vergangenen Jahres, damals vorgestellt von Isabel Freese.

Dieses Trio war im Sommer auch bei der EM in Fontainebleau am Start gewesen und hatte Silber gewonnen. Die vierte im Bunde, Romy Allard, Deutsche Meisterin des vergangenen Jahres, war in München nicht am Start.

Springen – Höing, Roth und Carstensen holen die Children-Medaillen

Äußerst spannend war die Entscheidung im Parcours bei den U14-jährigen Children. Die Entscheidung musste im Stechen fallen zwischen Charlotte Höing auf Casio HE, Mikka Roth mit Atthina und Tjade Carstensen im Sattel der von der Familie selbst gezogenen Venetzia, die schon Tjades Schwestern zu diversen Erfolgen getragen hatte.

Alle drei Paare waren mit vier Fehlern aus den Qualifikationen gekommen. Im Stechen blieben alle drei fehlerfrei, so dass allein die Zeit entschied. Und tickte zugunsten von Charlotte Höing und Casio HE: 29,24 Sekunden. Aufs Silbertreppchen sprangen Mikka Roth und Atthina mit 30,31 Sekunden. Tjade Carstensen und Venetzia kamen nach 32,78 Sekunden ins Ziel – Bronze.

Ponys – Sieg für Seidl

Mit sechs Fehlern waren Ann-Sophie Seidl und Berkzicht Rob aus Bayern das beste Paar bei den Ponyreitern. Acht Fehler schlugen zu Buche bei der Westfälin Lara Tönnissen und Clarissa. Das bedeutete Silber. Knapp geschlagen geben mussten sich der Rheinländer Liam Broich und Nachville’s Son WH. Sie hatten einen Strafpunkt mehr auf dem Konto.

Mal wieder Max Haunhorst

Mission Titelverteidigung geglückt und das gegen starke Konkurrenz – Max Haunhorst ist der alte und neue Deutsche Meister der Junioren im Springsattel. Sowohl der noch nicht ganz 18-Jährige als auch seine beiden Konkurrentinnen waren ohne Springfehler durch alle Qualifikationen gekommen. Nach dem Zeitspringen war Haunhorst Zweiter gewesen mit Chaccara – umgerechnet 0,14 Strafpunkte. Dabei beließen die beiden es. Gold.

Silber ging an Emile Pieper im Sattel von Caprice. Für sie schlugen nach der ersten Wertungsprüfung zwei Strafpunkte zu Buche. Im zweiten Umlauf der zweiten Wertungsprüfung sammelten sie noch einen Zeitfehler ein, so dass am Ende drei Strafpunkte auf dem Konto standen.

Knapp geschlagen geben musste sich mit 3,42 Strafpunkten Laura Hetzel und Quanita. Das war zugleich auch ihr Ergebnis nach der ersten Wertungsprüfung.

Voltigieren

Auch die Nachwuchsvoltigierer waren in München am Start. Im Doppel gab es einen zweifachen Erfolg für die Voltigierer aus Berlin-Brandenburg. Gold holten Julian Kögl und Ronja Kähler mit 8,523 Punkten insgesamt auf Daytona an der Longe von Lars Hansen.

Das Nachsehen hatten Diana Harwardt und Peter Künne auf dem von Hendrik Falk longierten Sir Laulau, Silber (8,153). Dritte waren Jana Schumacher und Hannah Bidon auf Ritchie (L.: Karin Kramp) für den Landesverband Rheinland-Pfalz (7,781).

Damen

Bei den Damen triumphierte Fabienne Nitkowski auf Dantez an der Longe von Iris Schulten mit insgesamt 8,454 Punkten.

Die Mecklenburgerin Alina Roß holte mit San Zero an der Longe von Marion Schulze Silber (8,384).

Bronze ging an die Baden-Württembergerin Mara Xander auf Amontillado, longiert von Julia Handl (8,129).

Herren

Einen Doppelerfolg für die Gastgeber gab es bei den Herren, die beide auf Adlon an der Longe von Alexander Hartl turnten. Gregor Klehe setzte sich mit 8,476 Punkten gegen Jannik Liersch durch, der mit 7,961 Punkten Silber gewann. Bronze ging an den Berlin-Brandenburger Julian Kögl, der mit Daytona ja schon im Doppel erfolgreich gewesen war (7,489).

Gruppen

Aus Baden-Württemberg kamen die überlegenen Sieger der Gruppen: das Team Nordheim I auf Humphrey Bogart an der Longe von Andrea Blatz, die es auf 8,898 Punkte brachten.

Silber holte Krumke I für Sachsen-Anhalt auf San Zero, longiert von Marion Schulze (8,458), dicht gefolgt vom Junior-Team des VV Ingelsberg mit Rajan an der Longe von Annkathrin Solf (8,447).

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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