Jonty Evans freut sich über Auszeichnung für seine Pflegerin Jane Felton

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Jonty Evans bei den Olympischen Spielen in Rio 2016. (© Stefan Lafrentz/www.sportfotos-lafrentz.de)

Sein Schicksal sorgte in den vergangenen Monaten für sehr viel Anteilnahme in der Pferdewelt. Nach einem schweren Sturz hatte der irische Vielseitigkeistreiter Jonty Evans mehrere Wochen im Koma gelegen. Pflegerin Jane Felton hielt in dieser Zeit die Stellung.

Anfang Juni war Jonty Evans im CIC3* von Tattersalls in seiner irischen Heimat am Start. Im Sattel seines Olympiapferdes Cooley Rorkes Drift hatte er bereits einen großen Teil der Geländestrecke fehlerfrei hinter sich gebracht, als er an Hindernis 19b, einer Bürste im Wasserkomplex, aus dem Sattel geriet und stürzte. Der 46-Jährige erlitt eine schwere Kopfverletzung und lag daraufhin sechs Wochen im Koma. Um die Familie des Reiters in dieser Zeit auch finanziell zu unterstützen, rief seine Buschkollegin Alice Dunsdon die Aktion #WearGreenForJonty ins Leben. Inzwischen ist Jonty Evans wieder aufgewacht und auf dem Weg der Besserung. Er kann wieder alleine laufen, absolviert intensive Reha-Maßnahmen und möchte auch sobald wie möglich wieder in den Sattel steigen.

Eine besondere Auszeichnung

Pflegerin Jane Felton ist seit fünf Jahren bei Evans angestellt und quasi „Mädchen für alles“. Sie reitet momentan nicht nur die Pferde von Evans, sondern koordiniert auch sämtliche Abläufe auf dem Hof und korrespondiert mit den Besitzern der Pferde. Felton hatte ihren Chef auch schon zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio begleitet hatte, wo er in der Einzelwertung Platz neun belegen konnte – ein ganz persönliches Highlight für die 30-Jährige.

In Cheltenham ist sie nun bei den Horse & Hound Awards als „Groom of the Year“ ausgezeichnet worden. „Jane ist außergewöhnlich. Sie ist für mich in der härtesten Zeit meines Lebens die wunderbarste Freundin. Jane hat meinen Hof weitergeführt und sich darum gekümmert, dass meine Geschäfte auch weiterhin laufen“, so Evans, der während der emotionalen Preisverleihung auch selbst anwesend war.

„Das war ein langes Jahr – und es war eine wahnsinnige Teamleistung. Alleine hätte ich das nicht geschafft, alle haben zusammengehalten. Auch die Unterstützung der Öffentlichkeit und der anderen Profis – das alles war unglaublich“, bedankte sich Felton für die Auszeichnung.  Sie selbst glaubt fest an ihren Chef. „Seine Entschlossenheit, Arbeitseinstellung und vor allem seine Persönlichkeit werden ihm bei der Genesung helfen. Wenn das irgendjemand schaffen kann, dann er“, sagte sie in einem Interview.

Quelle: Horse & Hound