Louisdor-Preis Finalist Quantum Vis MW nun bei Marcus Hermes

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Quantum Vis unter Dorothee Schneider im Finale des Louisdor Preises 2019 (© von Korff)

Gerade erst hat Dressurausbilder Marcus Hermes sich selbstständig gemacht und kann sich schon über ein Grand Prix-Pferd mit Perspektive in seinem Stall freuen.

Marcus Hermes reitet nun den jetzt zwölfjährigen Hannoveraner Quantum Vis MW. Der Quaterback-Sohn aus der Zucht und im Besitz von Maja Wiczorek zählt zu Deutschlands erfolgreichsten Nachwuchsdressurpferden. Unter Matthias Bouten war er 2017 Dritter im Finale des Nürnberger Burg-Pokals. Als Bouten das Rheinland gen Bayern verließ, um bei der Familie Meggle anzuheuern, ging Quantum Vis zu Dorothee Schneider. Mit der Reitmeisterin im Sattel war er 2019 Vierter im Finale des Louisdor-Preises für Nachwuchs-Grand Prix-Pferde.

In der Corona-bedingt kurzen Turniersaison 2020 ging Quantum Vis MW nur ein Turnier. In Wartenberg-Angersbach Ende Mai ritt Dorothee Schneider ihn auf einen dritten Platz in der Intermédiaire A und gewann den Kurz-Grand Prix. Nun ist „Quanti“, der inzwischen übrigens auch nicht mehr Hengst ist, umgezogen.

Seine neue Heimat ist das Haus Giesking in Appelhülsen im Münsterland, wo Marcus Hermes nun in Eigenregie tätig ist. Quantum Vis‘ Züchterin und Besitzerin Maja Wieczorek erklärte gegenüber St.GEORG: „Ich hätte ihn eigentlich gerne bei Dorothee gelassen und sie hätte ihn auch gerne behalten. Aber die Distanz zwischen meiner Heimat, dem Rheinland, und ihrem Stall in Framersheim in Hessen ist einfach zu groß. Ich hatte Quanti nun seit rund einem Jahr nicht mehr gesehen – erst wegen einer schwierigen Schwangerschaft und jetzt wo mein Sohn auf der Welt ist, kam auch immer etwas dazwischen. Das wollte ich nicht mehr. Wenn man so ein Pferd hat, dann möchte man es auch sehen. Das hat Dorothee auch verstanden.“

So stimmte sie sich mit Quantum Vis‘ Ausbilder Matthias Bouten ab, der ein enger Freund von ihr ist (und Namenspate ihres Sohnes Magnus Matthias). Der habe gesagt: „Entweder zu mir oder zu Marcus.“ Und da Bayern noch ein bisschen weiter gewesen wäre als Framersheim ist nun Marcus Hermes der Glückliche im Sattel von Quantum Vis. Übrigens zusammen mit Maja Wieczorek, denn die reitet selbst bis S. Und hat mehrfach ihre polnische Heimat bei U21-Europameisterschaften vertreten.

Die Turniervorstellung will sie allerdings lieber den Profis überlassen. Noch gibt es keine konkreten Pläne für Hermes und Quantum Vis. „Er ist ja erst seit ein paar Tagen bei Marcus“, sagt sie. Aber schon jetzt kann man sagen: „Es klappt wirklich gut mit den beiden. Marcus kann jetzt schon den ganzen Grand Prix mit ihm durchreiten.“ Wann die beiden das der Öffentlichkeit präsentieren, werde man sehen.