Marcus Hermes‘ Abegglen nun unter Victoria Max-Theurer

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Abegglen unter Marcus Hermes bei den Stuttgart German Masters 2019. (© www.toffi-images.de)

Victoria Max-Theurer übernimmt Marcus Hermes‘ Star im Stall, den Westfalen Abegglen vom Gestüt Freiberger Hof.

In der Pressemitteilung dazu vom Freiberger Hof heißt es: „Marcus Hermes selbst hat sich dazu entschieden, sein langjähriges Erfolgspferd an Victoria Max-Theurer abzugeben.“

Mit Pferden vom Freiberger Hof hat die Österreicherin bereits gute Erfahrungen gemacht. So stammt auch ihr Nachwuchspferd Benaglio aus der Zucht der Familie Baumgürtel.

Abegglen wurde allerdings als Youngster erworben. Der Ampere-Sohn war Prämienhengst der Körung in Münster-Handorf 2012 und wechselte anschließend über die Auktion nach Nottuln auf den Freiberger Hof und damit in die Hände von Marcus Hermes, der dort als Bereiter beschäftigt ist und ihn von Anfang an ausgebildet hat.

Die beiden konnten – unterstützt von Trainer Wolfram Wittig – große Erfolge feiern, waren Finalisten beim Bundeschampionat der sechsjährigen Dressurpferde, ein Jahr später im Nürnberger Burg-Pokal Finale am Start und dann auch im Louisdor-Preis.

Unter anderem das ausgesprochene Piaffe- und Passage-Talent des inzwischen gelegten Abegglen bescherte den beiden auch im ganz großen Viereck. Aufgrund ihrer Erfolge wurden sie jüngst in den Bundeskader berufen.

Nun wird Abegglen seine Karriere also unter österreichischer Flagge fortsetzen. „Das neue Paar, unterstützt durch Isabell Werth, harmonierte von Anfang an“, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Victoria Max-Theurer trainiert seit einiger Zeit mit der erfolgreichsten Dressurreiterin aller Zeiten.

Auch Bundestrainerin Monica Theodorescu kommentierte den Verkauf: „Es ist sehr schade für Marcus und auch für uns, dass Abegglen nun nicht mehr für den deutschen Bundeskader zur Verfügung steht. Wir hatten mit den beiden ein sehr vielversprechendes Paar in unseren Reihen. Nun wünschen wir natürlich Victoria Max-Theurer viel Erfolg mit Abegglen.“

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  1. M. Bach

    Grenzenlos traurig!!!
    Und Marcus Hermes soll sich selbst dazu entschieden haben, sich von „seinem “ Abegglen zu trennen? Es fällt sehr schwer, das zu glauben – und noch schwerer, es zu verstehen. Sie standen doch immer noch erst am Anfang ihres gemeinsamen Weges und hatten so viel Potential.

    Die beiden waren eines der wenigen Paare, die eine echte und tiefe Verbundenheit zwischen Pferdemensch und Pferd auszeichnete. Die beiden waren EINS. Absolute Harmonie und wunderschönes, feines Reiten. Allein schon der Sitz des Reiters: zum Dahinschmelzen!!! Er wird sicher einmal (in hoffentlich noch sehr ferner Zukunft) Hubertus Schmidt beerben, was das angeht.
    Alles in allem: ein wirklich großer Verlust für den Reitsport in Deutschland, dieses tolle Paar zu verlieren.

    Und sehr schade, dass nur äußerst selten die besten Reiter (u.a. Hubertus Schmidt, Marcus Hermes, Helen Langehanenberg, Anabel Balkenhol, Ingrid Klimke, etc.) auch die besten Pferde unter ihre Fittiche bekommen. Die stehen dann in den Verkaufsställen von „Schockestrand“ und Glock mit ungewisser Zukunft. Viele verschwinden auf nimmer Wiedersehen in der Versenkung (z.B. Girasol und Heuberger).

    Einziger Trost in diesem Fall: Abegglen kommt in reiterlich und menschlich gute Hände. Es hätte schlimmer für ihn kommen können.


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