Präolympische Springpferde-Deals – Abdel Said, Darragh Kenny, Penelope Leprevost & Co.

Penelope Leprevost

Penelope Leprevost (© www.paulinevonhardenberg.com)

In der Springsportwelt hat es einige Pferdewechsel gegeben – oder auch nicht. Etwas, was besonders die Französin Pénélope Leprevost freuen dürfte.

Pénélope Leprevosts neues Spitzenpferd, der elfjährige Selle Francais-Hengst Vancouver de Lanlore v. Toulon, wurde zum Teil verkauft und kann nun bei der französischen Springreiterin bleiben. Die beiden gelten als heiße Anwärter auf einen der drei verfügbaren Teamplätze für die Olympischen Spiele in Tokio. Pénélope Leprevost meldet den Deal auf ihrer Facebook-Seite. Der für Zangersheide gekörte Hengst gehört nun Danielle und Francois Vorpe zusammen mit dem neuen Teilhaber Giuseppe Marino.

Leprevost und der Hengst gehörten zum viertplatzierten Team bei den Europameisterschaften in Rotterdam. Darüber hinaus waren sie dieses Jahr unter anderem Zweite im Rolex Grand Prix von Dinard, doppelnull in den Nationenpreisen von Aachen und St. Gallen, Zweite im Großen Preis von Chantilly, Vierte in St. Gallen usw.

Vier Pferde für Darragh Kenny

Der Ire Darragh Kenny, derzeit Achter der Weltrangliste, hat gleich vier neue Pferde im Stall. Das ist zum einen der 13-jährige Holsteiner Carthano v. Cartani-Heraldik xx, der zuletzt von dem Spanier Manuel Fernandez Saro vorgestellt worden war.

Darüber hinaus hat Kenny noch drei Neunjährige erworben. International noch sehr unerfahren ist der KWPN-Wallach Gelano, ein Sohn des Eldorado van de Zeshoek, der unter anderem auch Vater von Daniel Deußers Mechelen-Siegerin Killer Queen ist. Gelano ging Anfang November seine ersten internationalen Springen auf CSI2*-Niveau in Oliva (ESP) unter dem Briten Jonathan Buxton.

Marcus Ehnings Cornado ist der Vater des Westfalen Cornados, der zuletzt von Jana Wargers und deren italienischem Partner Michael Cristofoletti in Springen bis 1,45 Meter präsentiert wurde.

Und schließlich hat Kenny mit dem KWPN-Schimmel Good Choice noch ein weiteres Eisen im Feuer. Der Wallach war von der Spanierin Almudena Terrasa Moll in den Sport gebracht worden und mit ihr in Prüfungen bis 1,40 Meter im Einsatz.

Gegenüber World of Showjumping erklärte Darragh Kenny, er wolle die Pferde allesamt in Wellington an den Start bringen, um sie dort in Ruhe kennenlernen zu können.

Abdel Said mit einem neuen Trio

Schon erfahrener sind die Pferde, die künftig unter ägyptischer Flagge mit Abdel Said springen: die zehnjährige Selle Francais-Stute Alanine de Vains, sowie das elfjährige italienische Sportpferd Freestyle und der ebenfalls elfjährige KWPN-Wallach Curious George.

In Alanine setzt Said große Hoffnungen. Die Allegreto-Tochter ist neben seinen beiden aktuellen Spitzenpferden Jumpy van de Hermitage und Venise du Reverdy seine Kandidatin für die Olympischen Spiele in Tokio. Bis dato war sie von Frankreichs Nicolas Delmotte vorgestellt, der mit ihr zahlreiche Siege und Platzierungen bis Fünf-Sterne-Niveau erzielen konnte. Abdel Said war auch schon mit ihr im Einsatz, unter anderem im Weltcup-Springen von Al Ain, wo David Will siegreich war und Said mit seinem Neuzugang Vierter wurde.

Der Caretino-Sohn Freestyle aus einer Stakkato-Mutter ging bislang unter dem Italiener Carlo Rogiani, der ihn praktisch ausschließlich in Italien ritt und das auch nur bei wenigen Turnieren. Er sei ein unverbrauchtes, sehr cleveres und intelligentes Pferd, schwärmt Said von ihm.

Den KWPN-Wallach Curious George, ein Sohn von Christian Ahlmanns Codex One, hat Abdel Said von Laura Kraut (USA) übernommen. Er gehört noch immer seinen US-Besitzern, steht aber zum Verkauf und bis es so weit ist, soll er ihn nun reiten, erklärte Abdel Said gegenüber World of Showjumping. Mit Laura Kraut war er zuletzt Vierter im CSI4*-Großen Preis von Liège Anfang November.

Und wie wir bereits gemeldet hatten, hat Pedro Veniss den Böckmann-Hengst Lord Pezi Junior gekauft, der zuvor hoch erfolgreich mit Marco Kutscher im Einsatz gewesen war.