Berlin: Zehntel-Sekunden-Battle um den Sieg zwischen Christian Ahlmann und Marcus Ehning

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Christian Ahlmann und Ailina auf dem Weg zum Sieg beim Championat von Berlin 2018. (© LGCT/Grasso)

Ein Drehbuchautor hätte das Abschlussspringen beim Global Champions Tour-Turnier von Berlin nicht besser inszenieren können: Zwei der besten Springreiter Deutschlands kämpfen um den Sieg und am Ende entscheiden Sekundenbruchteile.

Zehn Paare hatten das Stechen um das Championat der Deutschen Kreditbank erreicht. Marcus Ehning und Comme il faut, sein nun 13-jähriger Westfalen-Hengst v. Cornt Obolensky aus Ludger Beerbaums Superstute Ratina Z, legten eine Spitzenzeit hin: 33,88 Sekunden, fehlerfrei. Ob man das noch würde unterbieten können?

Konnte man – jedenfalls, wenn man wie Christian Ahlmann Marcus Ehning beobachtet hat: „Marcus hatte eine fantastische Runde. Ich habe die Distanz auf den letzten Sprung gesehen und habe versucht, sie auf einer gebogenen Linie zu erwischen, damit ich den Galopp halten kann. Das hat funktioniert!“ Christian Ahlmann hatte für diese letzte Entscheidung in Berlin die 13-jährige Ailina gesattelt v. Chico’s Boy. Sie machte perfekt mit und schoss nach 33,58 über die Ziellinie – genau 0,3 Sekunden schneller als Ehning.

Der trug es mit Fassung. Schon direkt nach seinem Ritt sagte er: „Egal ob ich gewinne, das hat riesig Spaß gemacht, der hat sich für mich zerrissen“, schwärmte er von Comme il faut. „Es fühlt sich so an, als hätte er richtig Spaß an solchen Runden und gibt mir ein unheimlich sicheres Gefühl, ich bin also super zufrieden.“

Rang drei ging in die Schweiz, an Martin Fuchs auf der erst neunjährigen Zangersheider Canturano-Tochter Chica. Fuchs war ebenfalls glücklich mit seinem Ergebnis bei seiner Berlin-Premiere. Das, was er nach seinem Ritt zu erzählen hatte, dürfte auch den Turnierveranstalter freuen: „Ich bin das erstes Mal in Berlin. Für mich lief das ganze Turnier gut und Chica war bereits am ersten Tag hier platziert. Es ist toll, dass dieses neue Turnier schon so eine super Atmosphäre hat. Ich wusste nicht, was mich hier erwarten würde, geh jetzt mit einem super Gefühl nach Hause, es hat viel Spaß gemacht, hier zu reiten.“

Weitere deutsche Ergebnisse

Unter den Platzierten waren noch drei weitere Deutsche, angeführt von Ludger Beerbaum und Cool Down, die mit einem Abwurf Achte wurden. David Wills Quibelle kam mit acht Strafpunkten aus dem Stechen, Rang zehn. Und Daniel Deußer war auf Cassini Bay einer von mehreren Reitern, die mit einem Zeitfehler aus dem Parcours kamen, Platz zwölf.

Felix Haßmann auf Balance, Michael Jung mit Solution, Mario Stevens und Talizman de Mazure sowie Markus Brinkmann im Sattel von Dylon gaben alle auf.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Global Jumping Foals

Hellmann

Spitzenfohlen in Berlin 2018: Chapeau Cleaque v. Cornet Obolensky. (© Hellmann)

In Berlin wurde nicht nur geritten, hier konnte man sich auch den Nachwuchs für die Zukunft sichern. Elf westfälische Fohlen mit ausgesuchten Abstammungen kamen unter den Hammer. Den Spitzenpreis von 20.000 Euro erzielte ein Sohn des Cornet Obolensky aus einer Quick Star-Mutter mit Namen Chapeau Cleaque. Der Sponsor von Felix Haßmann hatte hier zugeschlagen. Der Durchschnittspreis für die elf Springtalente lag bei 15.818 Euro.

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