Budapest: Jana Wargers gewinnt den Großen Preis, Sophie Hinners Dritte

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Jana Wargers und Limbridge beim Nationenpreis in Budapest 2021, wo sie sowohl eben diesen mit dem Team als auch den Großen Preis gewannen. (© CSIO Budapest / lovasfoto.hu - Krisztina Hajdu)

Was für ein Wochenende für die deutschen Springreiter beim Nationenpreis-Turnier in Budapest! Das Tüpfelchen auf dem i war heute der Große Preis, zugleich Weltcup-Qualifikation.

Erst der Nationenpreis, das Halbfinale der Serie der European Equestrian Federation (EEF), bei dem das junge deutsche Team ohne einen einzigen Fehler auf dem Konto den Sieg holte; dann gestern der geteilte Platz eins von Jana Warges und Sophie Hinners im wichtigsten Springen des Tages und heute nun der Große Preis, zugleich Weltcup-Qualifikation der Osteuropa-Liga, bei dem Wargers und Hinners erneut den Ton angaben. Okay, diesmal zusammen mit dem Schweizer Romain Duguet.

Nur diesen dreien war es gelungen, zweimal fehlerfrei über die 1,50 Meter hohen Hindernisse zu kommen, die Parcourschef Werner Deeg ihnen in den Weg gestellt hatte. Wobei es ohnehin nur vier Paare waren, die das Stechen erreicht hatten und das vierte ebenfalls aus Deutschland kam.

Das waren Cedric Wolf und sein langjähriger Erfolgspartner Chicitito, mit dem er schon bei Nachwuchseuropameisterschaften Medaillen gewonnen hat. Die beiden waren schnellstes Paar im Stechen mit 44,68 Sekunden, nahmen unterwegs aber eine Stange mit. Platz vier.

Cedrics Teamkolleginnen fanden die richtige Mischung zwischen Sicherheit und Risiko. Jana Wargers und ihr zwölfjähriger Holsteiner Hengst Limbridge v. Limbus-Cambridge, der eigentlich Eve Jobs gehört, gelang das am besten. In 46,42 Sekunden holten sie nicht nur ihren ersten Sieg in einem Großen Preis, sondern ihren ersten internationalen Einzelsieg überhaupt.

Der Schweizer Romain Duguet und der Selle Francais-Wallach Bel Canto de Boguin lieferten die zweitschnellste Runde: 46,91 Sekunden. Knapp eine Sekunde langsamer, aber ebenfalls null und damit Dritte waren die beiden Deutschen Meister, Sophie Hinners und Vittorio (v. Valentino).

Die anderen deutschen Reiter hatten das Stechen verpasst. Bei Wolfgang Puschak und seinem Westfalen Number One (v. Call me Number One) war ein Abwurf der Grund. Mit neun Fehlern waren Philipp Schulze Topphoff und Clemens de la Lande aus dem Parcours gekommen.

Dafür hatte Schulze Topphoff in dem vorangegangenen 1,40 Meter-Springen eine silberne Schleife auf der erst achtjährigen Comme il faut-Tochter Carla geholt. Sophie Hinners war hier auch noch Dritte gewesen auf der Grey Top-Tochter Grace, die sie am Tag zuvor schon zum Sieg getragen hatte. Was für eine Ausbeute!

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