Future Champions 2018: Nationenpreissiege für die Jungen Springreiter und die U16 Dressurreiter

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Julia Barbian und Der Kleine König, hier bei der Sichtung für den Preis der Besten, sind bei der Pony-EM dabei. (© Jan Reumann)

Die deutschen Nachwuchsstraße reiten weiter auf der Überholspur bei den Future Champions 2018 in Hagen. Zu erwarten war der souveräne Sieg der Ponydressurreiter. Sensationell war die Überlegenheit des deutschen U21-Teams im Parcours.

Angeführt von Nachwuchsbundestrainer Peter Teeuwen setzte die deutsche Equipe sich im U21-Nationenpreis der Future Champions 2018 mit 13 Fehlern insgesamt gegen Belgien und Italien durch, die auf 25 bzw. 27 Strafpunkte kamen.

Den Grundstein für den Erfolg legten der Goldener Sattel-Gewinner Henry Delfs auf Carrington D, Philip Koch, mit Chanyon, Cedric Wolf mit Cho Jang und Justine Tebbel auf Lycon mit gerade mal einem Zeitstrafpunkt von Cedric Wolf im ersten Umlauf.

In Runde zwei hatte Henry Delfs die Uhr nicht ganz im Blick und kassierte einen Zeitfehler. Bei Philip Koch, ehemaliger Deutscher Junioren-Meister, der im Stall von Paul Schockemöhle als Bereiter arbeitet, ehe er anfängt zu studieren, kam nach null Fehlern in Runde eins diesmal mit sieben Strafpunkten aus dem Parcours. Bei Cedric Wolf wurden es vier. Weil ihre Teamkollegen so gut vorgelegt hatten, musste die EM-Zweite Justine Tebbel im zweiten Umlauf gar nicht mehr ran.

Großer Preis an Jesse Luther

Ähnlich klasse lief es im Großen Preis für die Generation U21 im Parcours: Platz eins und zwei für Deutschland. Dabei waren es noch nicht mal die erfolgreichen Nationenpreis-Paare, die vorne standen. Stattdessen ging der Sieg an den Schleswig-Holsteiner Jesse Luther auf dem Quintero-Sohn Quinley vor Mylen Kruse aus Hannover im Sattel des ebenfalls holsteinisch gebrannten Concas v. Chello.

Insgesamt vier Paare hatten es ins Stechen geschafft und alle blieben auch hier fehlerfrei. Das waren außer den beiden Deutschen der Italiener Michele Previtali auf Lucaine und die Russin Anna Gorbacheva mit dem Oldenburger Curt. Sie belegten die Plätze drei und vier. Lediglich ein Zeitstrafpunkt im Umlauf verhinderte, dass Anna-Maria Grimm mit Meteor H ebenfalls für Deutschland in die Entscheidung eingreifen konnte. Sie wurde Fünfte.

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Junioren auf Rang drei

Die Länderentscheidung der Junioren fiel zu Gunsten der Niederlande aus. Deutschland musste sich um einen Punkt der italienischen Equipe geschlagen geben. Es ritten Beeke Carstensen auf Cara Mia (4/0), Laura Hetzel mit Quanita (4/12), Hannes Ahlmann auf Nerrado (4/0) sowie Max Haunhorst mit Crueger (1/0).

Im Großen Preis triumphierte mit Rowen van de Mheen ebenfalls ein Niederländer im Sattel von Q Verdi lieferte er eine von zwei Doppelnullrunden und war schneller als sein belgischer Konkurrent Thibeau Spits auf Jericho, der Rang zwei belegte. Dritter wurde mit Niels Kersten auf Checker ein weiterer Niederländer. Er hatte die schnellste von vier Vier-Fehler-Ritten im Stechen geliefert.

Das beste deutsche Ergebnis kam von Multitalent Calvin Böckmann, der nach seinem dritten Preis der Besten-Titel im Busch vor einigen Wochen in Warendorf nur ganz knapp geschlagen auch noch Silber im Parcours geliefert hatte. Heute kam er auf Carvella mit acht Fehlern aus dem Stechen und wurde Siebter, gefolgt von Laura Hetzel auf Quilata mit ebenfalls zwei Abwürfen gegen die Uhr.

U14-Nationenpreissieg

Was die „Großen“ konnten, gelang den Jüngsten schon vorher. Auch die deutschen Children im Springsattel holten den Nationenpreissieg. Und zwar mit lupenreiner Weste. Nicht einen Springfehler haben die vier Reiter gemacht. Die Helden von Hagen heißen Chiara Reyer mit Cederic, Charlotte Höing auf Bajala, Mick Haunhorst mit Conquest und Mikka Roth im Sattel von Caboto. Letzterer musste im zweiten Umlauf gar nicht mehr antreten.

Rang zwei teilten sich mit jeweils zwölf Fehlern auf dem Konto die Quartette aus Polen und den Niederlanden.

Ponyreiter zusammen mit Schweden Drittee

Mit elf Fehlern siegten die Iren im Nationenpreis der Ponyspringreiter vor Frankreich (12). Ihnen auf den Fersen waren sowohl Schweden als auch die Deutschen mit jeweils 16 Fehlern.

Equipechef Peter Teeuwen hatte benannt: Julie Thielen auf Bad Man (4/4), Malin Reipert mit Monerva For Play (5/0), Johanna Beckmann auf KArim can Orchid (0/4) und Lea Sophie Gut auf Fairy Tale, die im ersten Umlauf vier Fehler hatte, dann aber ausschied.

Ponydressurreiter in Bestform

Wenig überraschend dominierte das Pony-Quartett von Conny Endres das Geschehen auf dem Viereck bei den Future Champions 2018. Sie gewannen den Nationenpreis mit 229,809 Punkten vor Dänemark (212,714) und Großbritannien (208,763). Dabei belegten die deutschen Reiter auch noch die ersten drei Plätze in der Einzelwertung.

Zu großer Form liefen Julia Barbian und Der Kleine König auf, die mit 77,619 Prozent Moritz Treffinger auf Top Queen H (76,571) und Preis der Besten-Siegerin und Europameisterin Lucie-Anouk Baumgürtel auf Massimiliano (75,619) hinter sich ließen.

Premierensieg für die Children im Dressursattel

Erstmals wird Deutschland nicht nur Children für den Parcours zur EM schicken, sondern auch fürs Viereck. Hagen ist ein wichtiger Schritt dahin. Und den haben Isabelle Dülfer Ben Kingsley (73,205), Alina Hahn mit Riana (69,808) und Lisa Steisslinger auf Havanna Negra (70,833) mit Bravour gemeistert: Sieg mit 144,038 Punkten vor Russland (135,128) und Belgien (131,667).

Alle Ergebnisse von den Future Champions finden Sie hier.

 

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