Gold für Goldstein: Triumph in Wellington für Israel

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Danielle Goldstein und Lizziemary bei den Europameisterschaften in Göteborg. (© www.toffi-images.de)

Danielle Goldstein und Lizziemary konnten am Samstag einen der bisher größten Erfolge in ihrer gemeinsamen Karriere feiern: den Sieg im CSI 5* Rolex Grand Prix beim Winter Equestrian Festival in Wellington, Florida. Bei sonnigen 28 Grad Celsius setzte sich das Damenduo gegen starke Konkurrenz durch.

Sechs der insgesamt 39 Starter in dem mit 384.000 Dollar dotierten Großen Preis hatten es ins Stechen geschafft, nur zwei davon blieben am Ende komplett fehlerfrei. In der Zeit von 35,92 Sekunden gewann Goldstein mit großem Vorsprung – die zweitplatzierte Russin Liubov Kochetova ließ auf Veneno zwar ebenfalls alle Stangen liegen, hatte aber ganze 10 Sekunden mehr für ihre Runde benötigt.

Auf den Plätzen drei und vier folgten Weltcup-Sieger McLain Ward (USA) mit HH Azur (4 Fehler/36,6 Sekunden) und der Olympia-Dritte von Rio, Eric Lamaze (CAN), mit Chacco Kid (4 Fehler/37,2 Sekunden).

Die gebürtige US-Amerikanerin Goldstein reitet seit 2010 unter israelischer Flagge. Seit Herbst 2016 sitzt sie im Sattel der Anglo-Araber-Stute Lizziemary (v. Cabri D’Elle-Accord II), die zuvor von Billy Twomey in den Sport gebracht worden war. Die Erfolgskurve für Goldstein und Lizziemary zeigt steil nach oben: Schon bei den Europameisterschaften in Göteborg im vergangenen Jahr konnten die beiden eine Top 10-Platzierung in der Einzelwertung für sich verbuchen. Die Siegerin sagte hinterher im Interview: „Das Pferd hat eine tolle Sommersaison 2017 hinter sich. Ich habe sie danach gezielt auf Fünf-Sterne-Springen vorbereitet und bin am Mittwoch erst einmal eine kleinere Prüfung zum Aufwärmen mit ihr gestartet. Danach hatte sie ein paar Tage Pause und sprang dann heute vom Fleck weg großartig. Ich bin absolut begeistert von ihr!“

Unter anderem waren die beiden auch bei der Global Champions Tour 2017 siegreich gewesen.

Der Traum von Olympia

Neben einer Preissumme von 126.000 US-Dollar (umgerechnet rund 100.000 Euro) freute sich Goldstein besonders darüber, dass die israelischen Springreiter so vielversprechend in das neue Jahr gestartet sind. Schon vor zwei Wochen gewann ihr Landsmann Daniel Bluman einen weiteren Fünf-Sterne-Grand Prix in Wellington.

Goldstein träumt von einer israelischen Springreitermannschaft bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio: „Wir haben über die letzten Jahre versucht, eine Mannschaft mit Reitern auf höchstem Level aufzubauen. Wir sind eine kleine, eng verbundene Gruppe. Für uns würde es alles bedeuten, unser Land bei den Olympischen Spielen zu vertreten. Und auch für Israel wäre es eine große Sache. Ich glaube, es gab überhaupt noch nie eine Reitermannschaft aus Israel bei Olympia.“

Als dritte Dame im Stechen sicherte sich Jessica Springsteen mit RMF Swinny Du Parc Rang sechs. Die Riege der Herren wurde von dem Brasilianer Yuri Mansour auf Babylotte komplettiert, die belegten am Ende den fünften Platz.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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