Holsteiner Doppel Hannes Ahlmann und Nerrado siegt auf Hof Waterkant

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Hannes Ahlmann und Nerrado, Sieger Großer Preis von Holstein, CSI Hof Waterkant 2021 (© www.st-georg.de)

Hannes Ahlmann gewinnt mit Nerrado den Großen Preis von Holstein auf dem Hof Waterkant. Die nächste Generation Springreiter macht das Stechen unter sich aus.

Er freute sich so, dass alle, die ihn feierten mit dem Sieger um die Wette strahlten: Hannes Ahlmann und Nerrado haben den Großen Preis von Holstein gewonnen. Ein Holsteiner Junge (mit 20 darf man das noch sagen?) ein Holsteiner Hengst und ein sonniger Sommernachmittag mit Spitzensport – perfekter kann man nicht inszenieren! Als Hausherr und Organisator Christoph Zimmermann sich am Ende des ersten CSI auf dem Hof Waterkant am nordwestlichen Stadtrand von Hamburg bei allen Beteiligten bedankte, war ihm anzumerken, dass ihm ein Stein vom Herzen gefallen war. Geschafft!

Hannes Ahlmann – schneller als der Rest!

Die Hamburger Niederlassung der Automarke mit dem Stern hatte die Prüfung gesponsert und es war die Jugend der Welt, die sich im Stechen einen spannenden Wettkampf lieferte.

Neun Nullfehlerritte hatte es gegeben. Die älteste Teilnehmerin war Katrin Eckermann mit ihren gerade 30 Jahren. Man kann sagen, dass die Zukunft des Springsports sich in dem technisch anspruchsvollen Parcours von Frank Rothenberger miteinander maß. Und die Zukunft hat längst begonnen in einem Parcours, der von den Teilnehmern alles forderte: Wasser und eine Mauer (mit einem Strandmotiv von Sylt – Holstein ließ an allen Ecken grüßen). Die Dreifache in Richtung Einritt und am Ende ein Oxer mit dem Logo des CSI Waterkant: Stilisiert der wohl berühmteste Moment in der Karriere der Hausherrin Janne Friederike Meyer-Zimmermann, als sie in Aachen überm Schlussoxer des Großen Preises Lambrascos Zügel schießen lässt und mit beiden Armen jubelt (Vorlage war übrigens das preisgekrönte Titelbild des St.GEORG von unserer Fotografin Ludwiga von Korff). Ausgerechnet dieser Oxer wurde Janne zum Verhängnis.

Olympische Namen – the next Generation

Große Namen kamen ins Stadion: Sieger Hannes Ahlmann, dessen Vater, der Hengsthalter Dirk, einst für Ludger Beerbaum ritt und selbst Nationenpreise bestritten hat. Oder Fritz Ligges‘ Enkelin Marie (Fünfte mit Corcovado L, 4/37,23) bis zu Gerrit Nieberg, Sohn des Olympiasiegers Lars. Auch ein Whitaker war am Start, Donald (Siebter, 8/40,13). Der 29-jährtge Brite ist ein Sohn von Steven und damit Neffe von John und Michael Whitaker und der Bruder der international erfolgreichen Ellen.

Gerrit Nieberg war mit dem Westfalen Ben 0,59  Sekunden langsamer als Hannes Ahlmann und wurde Zweiter (0/36,93) vor Lucas Porter und der Holsteiner Casall-Tochter Hope Street (0/37,74). Der smarte US-Boy war der vielleicht coolste, was den Jubel anbelangte. Dabei konnte er sich mit seinem Bruder Wilton freuen, der Sechster wurde. Die Brüder aus Texas haben ihre Pferde bei Jeroen Dubbeldam stehen. Der niederländische Olympiasieger und Ex-Welt- und Europameister war auch bei CSI Hof Waterkant am Start.

Ein Fohlen für Katrin Eckermann

Den schnellsten aller Stechritte legte Katrin Eckermann hin. Mit dem erst achtjährigen Cascasdello Boy, ihrem Silbermedaillenpferd der Deutschen Meisterschaften in Balve, erwischte sie es am letzten Sprung. Cascadello Boys Vater Cascadello steht übrigens bei Familie Ahlmann auf Station – so schließt sich der Kreis.

Eckermann war die erfolgreichste Reiterin des Turniers und erhielt dafür ein Chinchero-Fohlen. Chinchero ist der Holsteiner Reservesiegerhengst des Jahres 2019, der ab kommenden Jahr auf Hof Waterkant auf der dann fertig gestellten Hengststation wirken wird. Einige der Nachkommen aus seinem ersten Jahrgang bereicherten die abendliche Fohlenauktion, die mit dem Spitzenpreis von 83.000 Euro für eine mütterliche Halbschwester zu Daniel Deußers Tobago Z endete.