Hufgeschwür: Weltcup-Aus für Skipper und Holger Wulschner

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Holger Wulschner mit Skipper (© Toffi)

Weil sein Spitzenpferd nicht fit ist, muss Springreiter Holger Wulschner auf sein erstes Weltcup-Finale seit 20 Jahren verzichten.

Wulschners Spitzenpferd Skipper hat sich eine Infektion im Huf zugezogen. Und Dr. Jan-Hein Swagemakers, betreuender Tierarzt der deutschen Springpferde, schätzt, dass der Abszess nicht rechtzeitig verheilt sein wird.

Wulschner enttäuscht

Holger Wulschner erklärte: „Ich wäre sehr gerne in Omaha gestartet, aber die Gesundheit von Skipper geht natürlich vor.“ Normalerweise hätte der 53-Jährige in den ersten Monaten des Jahres in Spanien bereits die grüne Saison eröffnen wollen, hatte darauf aber verzichtet, um an den Weltcup-Qualifikationen teilzunehmen. Dabei war er hoch erfolgreich. Im aktuellen Ranking vor dem Finale ist er als zweitbester Deutscher gelistet. Omaha wäre nach 1997 das zweite Weltcup-Finale in der Karriere des sympathischen Mecklenburgers gewesen.

Die deutschen Springreiter in Omaha

Deutschland ist aber trotzdem immer noch prominent vertreten in Omaha. Allein drei Neulinge sind dabei, die in den USA ihr Debüt bei den Hallenweltmeisterschaften geben: das „Küken“ Guido Klatte Jr. (21) mit Qinghai, Markus Brinkmann und Christian Heineking. Für Klatte sind dies die ersten Schritte bzw. Sprünge im ganz großen Sport. Gleichwohl kennt er den besten Turnierplatz der Welt, die Aachener Soers, bereits sehr gut. Hier gewann er 2015 den U25-Springpokal. Und im vergangenen Jahr sicherte er sich den Titel bei den Europameisterschaften der jungen Reiter.

Christian Heineking ist eigentlich ein Landsmann von Holger Wulschner, lebt aber seit 2008 in Texas, wo er mit seiner Frau einen Zucht- und Ausbildungsstall betreibt. Der 37-Jährige hatte zuvor eine Ausbildung im Landgestüt Redefin gemacht. Obwohl er seinen Wohnsitz in den USA hat und auch primär dort auf Turnieren unterwegs ist, reitet er immer noch für Deutschland.

Auch für Markus Brinkmann ist Omaha ein Debüt im ganz Großen Sport. Der Herforder avancierte in den vergangenen Monaten zum Shootingstar. Kein Großer Preis oder Weltcup-Springen, wo der 36-Jährige nicht unter den Top Ten gewesen wäre. Dafür wurden er und sein Diamant de Semilly-Sohn Dylon vor kurzem in den B-Kader berufen. Und das, obwohl er ganz der Tradition der Familie folgend sein Geld nicht mit dem Sport, sondern mit dem Familienunternehmen Bugatti verdient, zu dem auch die Reitsportmarken Pikeur und Eskadron gehören.

Neben den Neulingen sind mit Ludger Beerbaum und Marcus Ehning aber auch zwei hoch erfolgreiche alte Hasen in Omaha am Start. Beide haben schon mehr als ein Weltcup-Finale für sich entscheiden können.

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