Knokke: Fünf-Sterne-Porsche für Deußer

Siegerehrung nach dem Sieg im Großen Preis von Knokke für Daniel Deußer und Equita van’t Zorgvliet.

(© Siegerehrung nach dem Sieg im Großen Preis von Knokke für Daniel Deußer und Equita van't Zorgvliet.)

Daniel Deußer fährt demnächst im Porsche zum Turnier. Das war der Preis für den Sieger im Großen Preis von Knokke, Belgien (CSI5*).

Dabei war es ein knappes Rennen um besagten Porsche (Modell „Targa“). Daniel Deußer und die zunehmend erfolgreiche zwölfjährige BWP-Stute Equita van’t Zorgvliet v. Cassini-Darco kamen fehlerfrei nach 39,32 Sekunden ins Ziel. Philippe Rozier (FRA) und der elfjährige Selle Francais-Hengst Rahotep de Toscane v. Quidam de Revel-Laudanum blieben ebenfalls ohne Abwurf und waren gerade mal sieben hundertstel Sekunden langsamer als das Siegerpaar. Immerhin, 60.000 Euro für Platz zwei sind ja auch nicht zu verachten. Dritter wurde das Olympiasiegerpaar von London 2012, Steve Guerdat (SUI) im Sattel seines 15-jährigen französischen Kannan-Sohns Nino des Buissonnets (0/39,96).

Weitere interessante Paare in diesem Springen waren beispielsweise der Ire Greg Broderick und der zehnjährige Ire Going Global v. Quidam Junior, jenes Duo, welches die irischen Farben bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vertreten soll. Das war eine kontrovers diskutierte Entscheidung von Equipechef Robert Splaine, der damit unter anderem Bertram Allen übergangen hat, der auf der Weltrangliste Meilen vor Broderick rangiert und Irland überhaupt erst den Einzelstartplatz in Rio gesichert hatte. Heute drehten Broderick und Going Global zwar die langsamste Null-Fehler-Runde im Stechen, aber immerhin waren sie als es drauf ankam mal wieder strafpunktfrei, Platz acht. Damit waren sie allerdings hinter Cian O’Connor und dem zehnjährigen Belgier Good Luck v. Canturo platziert, die Rang sechs belegten, als Reservisten für Rio gelten und ebenfalls deutlich vor Greg Broderick auf der Weltrangliste liegen.

Platziert war auch Nick Skeltons (GBR) Big Star v. Quick Star. Der nun 13-jährige KWPN-Hengst, Olympiasieger mit der Mannschaft 2012, scheint nach seiner langen Verletzungsphase tatsächlich wieder vollständig genesen zu sein. In den vergangenen Jahren nach seiner Verletzung 2013 war er immer nur ein Turnier gegangen und musste dann wieder pausieren. Jetzt war er schon einige Wochen im Einsatz. Da heißt es: Daumen drücken! Heute wurden die beiden mit Zeitfehlern im Stechen Neunte.

Als Zwölfter ebenfalls platziert war auch Marcus Ehning mit dem Chin Chin-Sohn Gin Chin van Lindenhof nach vier Fehlern im Stechen. Janne Friederike Meyer und Chuck v. Cassus hatten einen Abwurf in der ersten Runde.

Zuvor hatte es übrigens einen weiteren deutschen Sieg gegeben durch Laura Klaphake auf dem Schweden Silverstone v. Diamant de Semilly im Grand Prix der CSI2*-Tour. Auch sie fährt mit ihren gerade mal 22 Jahren nun Porsche. Sie versprach aber: „Ich fahre nicht so schnell!“ Nö, lieber schnell reiten!

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