Leipzig: Alberto Zorzi gewinnt Weltcup-Qualifikation, klare erste Entscheidungen bei den Voltigierern

Der Freitag des Leipziger Weltcup-Turniers 2019 in Leipzig stand zumindest im Parcours ganz im Zeichen der Italiener. Nach Lorenzo de Luca am Nachmittag ritt abends Alberto Zorzi an die Spitze der Ehrenrunde. Bei den Voltigierern dominierten die Gastgeber.

In einer weißen Limousine mit Stern und viel technischem Schnickschnack – Wert: fast 40.000 Euro – fuhr der Sieger der Qualifikation für das Weltcup-Springen am Sonntag aus der Halle: der Italiener Alberto Zorzi auf der elfjährigen KWPN-Stute Danique v. Zento im Besitz von Athina Onassis.

Mit einem flüssigen Ritt, dem man das flotte Tempo gar nicht unbedingt ansah, setzte er sich an die Spitze des 49 Reiter starken Feldes (0/63,32). Das konnte auch Felix Hassmann mit dem 16-jährigen Fuchshengst Balzaci v. Balou du Rouet, bekanntlich ein Paar, das nichts anbrennen lässt, nicht mehr aufholen (0/63,76).

Immerhin konnte er den lange in Führung liegenden Niederländer Meikel van der Vleuten auf Idi Utopia auf Platz drei verdrängen. Der hatte das Handicap des allerersten Starts. „Dann weiß man noch nicht genau, wie es laufen wird“, sagte er. Idi Utopia wird auch sein Pferd für Sonntag sein, während der Sieger Alberto Zorzi auf sein Erstpferd Viceversa de la Roque setzen wird. „Das war heute ja ein richtiger italienischer Tag“, freute er sich mit Hinweis auf den Sieg seines Landsmanns Lorenzo de Luca am Nachmittag.

Qualifiziert für die Weltcup-Etappe

Hassmann wird auch im Weltcup-Springen seinen bewährten Fuchs Balzaci einsetzen. Er ist einer von neun Reitern, die sich in diesem Springen über 1,50 Meter noch für das Weltcup-Springen qualifizieren konnten. Das gelang von den deutschen Reitern auch auch Kendra Claricia Brinkop auf Caramia (6.), Patrick Stühlmeyer auf Chacgrano (13.), den Siegern von Münster am vergangenen Wochenende, Kathrin Eckermann auf Caleya (20.), Tobias Meyer auf Queentina (21.) sowie Michal Jung auf Chelsea (24.).

Besonders über Jung, der zum ersten Mal in Leipzig dabei ist, freute sich Turnierleiter Volker Wulff. „Er hat wohl gemerkt, dass es im Springen mehr zu gewinnen gibt, als in der Vielseitigkeit“, unkte er. Jungs Busch-Kollegin Sandra Auffarth schaffte nach zwei Abwürfen ihres Derbypferdes La Vista den Sprung in das Weltcup-Springen nicht. 31 Reiter waren bereits vorqualifiziert, für sie ging es nur noch um einen günstigen Startplatz am Sonntag.

Auftakt der Voltigierer

Janika Derks und Jannik Heiland gewannen die erste Runde zum Voltigier-Weltcup bei den Damen und Herren, mit den Wertnoten 8,431 und 8,650. Beide voltigierten auf dem demselben Pferd, Dark Beluga, an der Longe Barbara Rosiny.

Derks verwies Weltmeisterin und Weltcup-Titelverteidigerin Kristina Boe mit Don de la Mar, an der Longe Winnie Schlüter auf Platz zwei (7,897). Zweiter bei den Herren wurde Thomas Brüsewitz mit Danny Boy, Longenführer war Patric Looser.

Relativ einfach war für die Richter die Entscheidung beim Pas de Deux: Nur ein einziges Paar ging an den Start, Torben Jacobs und Theresa-Sophie Bresch holten sich kampflos den Sieg (8,008).

Morgen Abend geht es für alle in die zweite Runde, in der sie noch einmal ihre Küren turnen. Leipzig war die vorletzte von vier Stationen im Voltigier-Weltcup, den Auftakt machte Paris im Dezember, gefolgt von Salzburg. Die allerletzten Chance, Punkte zu sammeln, gibt es in Offenburg. Danach steht fest, wer zum Finale nach Saumur (18. bis 21. April) fahren darf.

Alle Ergebnisse aus Leipzig finden Sie hier.

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