Leipzig: Und die 13 ist doch eine Glückszahl – zumindest für Simon Delestre

Leipzig – Partner Pferd 2017

Simon Delestre und Chadino, Sieger im Championat von Leipzig 2017. (© sportfotos-lafrentz.de)

Highlight im Parcours von Leipzig war heute das Championat. Und das ging nach Frankreich an einen, der zwar erfolgsverwöhnt ist, damit heute aber dann doch gar nicht gerechnet hatte.

Simon Delestre entschied als letzter der dreizehn Starter im Stechen das Championat von Leipzig für sich. 41,14 Sekunden benötigte der Franzose für seine strafpunktfreie Runde und sicherte sich einen PKW im Wert von 33 000 Euro. Chadino, den zwölfjährigen Hengst v. Chacco Blue hat er erst seit September 2016 unter dem Sattel. „Ich bin selbst überrascht und sehr glücklich, dass Chadino jetzt so schnell gehen kann. Dass er viel Vermögen hat und vorsichtig ist, war mir immer klar. Aber er hatte zunächst Probleme mit der Balance. Die sind jetzt wohl überwunden, er hat sich toll entwickelt“, freute sich der Fünfte der Weltrangliste über den im Gestüt Lewitz gezogenen Oldenburger.

Große Erwartungen

Hello M`Lord ist erst zehn Jahre alt, sein Reiter Scott Brasch war hoch erfreut über den zweiten Platz im Championat, zumal er mit 41,31 Sekunden. nah an der Bestzeit war. „Für das Stechen heute brauchte man ein rittiges Pferd. Es gab lange Wege, kurze Wendungen und eine Kombination, in der das Pferd sehr vorsichtig sein musste. Alle diese Qualitäten hat Hallo M`Lord heute gezeigt. Ich erwarte noch Großes von ihm.“

Nomen est Omen

Auch der Drittplatzierte strahlte. Mit Quick Jumper war Andreas Kreuzer bester Deutscher. Der Hannoversche Wallach v. Quidam’s Rubin machte seinem Namen als erster Starter im Stechen alle Ehre, nur 41,57 Sekunden zeigte die Uhr. „Natürlich habe ich einen Moment lang gehofft, der ganz große Wurf sei mir gelungen“, gibt der in Herford lebende Kreuzer zu. „Es wäre auch falsch zu behaupten, dass ich nicht einen kleinen Augenblick lang enttäuscht war. Aber unterm Strich freue ich mich sehr, so nah an Scott und Simon dran zu sein. Ich hoffe bald öfter schnell reiten zu können, häufiger ein Stechen zu erreichen, in dem ich kompromisslos losreiten kann. Heute war ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin.“

Man spricht Französisch

Und er spricht noch seinen Respekt für Simon Delestre und dessen Leistung mit Chadino aus. Kreuzer hatte in seiner Zeit als Bereiter im Stall Schockemöhle den Hengst siebenjährig geritten und wusste deshalb um dessen mangelhafte Balance. In fließendem Französisch konnte er sich darüber mit Delestre austauschen.

Wiedersehen mit einem Bekannten

Ihren zweiten gemeinsamen Auftritt nach Basel am vorangegangenen Wochenende hatten der Italiener Alberto Zorzi und der elfjährige Hannoveraner Cornetto K v. Cornet Obolensky-Calido (Z.: Johann Krull). Und der verlief erfolgreich, nachdem sie in Basel bereits viel versprechende Runden gedreht hatten, aber nicht platziert wurden: Heute war es Rang fünf im Stechen.

Der schicke Rappe Cornetto K war im Sommer noch mit Brasiliens Alvaro de Miranda Neto bei den Olympischen Spielen am Start gewesen. Nach der Trennung von ihm und Athina Onassis hatte diese ihrem Ex-Partner jedoch verboten, ihr Pferd weiter zu reiten. Nun sitzt mit Alberto Zorzi erst einmal ein Bereiter aus dem Stall von Jan Tops im Sattel, wo auch Athina ihre Pferde derzeit untergebracht hat.

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