Marcus Ehnings Cornado geht in Rente und bleibt in Borken

Marcus Ehning und Cornado warten geduldig, bis sie an der Reihe sind.

Marcus Ehning und Cornado bei den Olympischen Spielen in Rio, wo sie schlussendlich dann doch nicht starten konnten. (© Pauline von Hardenberg)

Besser hätte Superstar Cornado es nicht treffen können, als er vor zehn Jahren in den Beritt von Marcus Ehning kam. Nun ist es an der Zeit, sportlich kürzer zu treten.

18 Jahre alt ist der Westfalen-Hengst Cornado v. Cornet Obolensky-Acobat aus der Zucht von Antonius Schulze-Averdiek nun. Den Großteil seines Lebens hat er im Stall von Marcus Ehning in Borken verbracht.

Dreimal qualifizierten sie sich fürs Weltcup-Finale, wurden zweimal Vierte und einmal Zwölfte. 2014 gehörten sie zum Team bei den Weltreiterspielen in der Normandie, wo die deutsche Equipe Rang vier belegte und das Paar Ehning/Cornado in der Einzelwertung an zehnter Stelle platziert war. 2016 waren sie für die Olympischen Spiele in Rio auserkoren gewesen. Doch in Rio fiel Cornado aus und das Ersatzpaar Meredith Michaels-Beerbaum und Fibonacci kam zum Zug.

Neben den Championatseinsätzen waren die beiden bei diversen Großen Preisen, Weltcup-Etappen, Nationenpreisen etc. vorne dabei. Eine Zwangspause musste Cornado machen, als ihm 2018 ein Auge entfernt werden musste. Aber auch mit nur einem Auge war der Schimmel eine Gefahr für die Konkurrenz. Aber nun soll Schluss sein mit Sport.

Das Nordrhein-Westfälische Landgestüt berichtet auf seiner Facebook-Seite: „Mit 18 Jahren und nach unzähligen Erfolgen auf höchstem Niveau verabschiedet sich Cornado NRW aus dem Sport.“  Und: „Nach zehn Jahren auf dem Hof Ehning haben sich alle Beteiligten im Sinne des Pferdes geeinigt, dass Cornado NRW seinen verdienten Ruhestand in gewohnter Umgebung und Gesellschaft in Borken verbringen darf.“

Frischsamen des Hengstes sei weiterhin über das Landgestüt NRW in Warendorf zu beziehen.


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