München: Championat für Max Kühner und Cielito Lindo

Ein vierbeiniger Beamter in bayerischen Diensten und ein Österreicher, für den es heute doch irgendwie ein Heimsieg war – so könnte man die beiden Sieger im Championat von München bei den Munich Indoors umschreiben. Kein leichter Sieg übrigens.

Die stolze Anzahl von 20 Paaren hatte es ins Stechen um das Championat von München geschafft. Von denen traten allerdings nur 16 an. Immer noch eine ganze Menge Konkurrenz. Und wenn Reiter wie Felix Haßmann im Stechen sind, dann weiß man, da wird einem nichts geschenkt. So wurde es denn auch sehr eng auf den vorderen Plätzen.

Mit einer fehlerfreien Runde in 37,24 Sekunden war zwischenzeitlich der Italiener Luca Maria Moneta auf dem westfälischen Cordobes II-Sohn Connery in Führung gegangen.

Sein Landsmann Emanuele Gaudiano, ebenfalls bekannt als einer, der immer Gas gibt, wenn es drauf ankommt, nahm Moneta auf dem erst achtjährigen Chacco Blue-Sohn vier hundertstel Sekunden ab.

Aber dann dann kam Felix Haßmann auf seinem 14-jährigen Routinier Balzaci. Für den Balou du Rouet-Sohn war das Championat die erste Prüfung. Aber er machte nicht den Eindruck, als müsse er sich erst mal mit der Halle vertraut machen. Die beiden drückten wie gewohnt aufs Gas und schafften es, noch einmal zwei hundertstel Sekunden schneller zu sein als Gaudiano.

Max Kühner und Cielito Lindo – schnelle Bilderbuchrunde

Max Kühner, geborener Bayer, der für Österreich an den Start geht, hatte das Glück, hinter all jenen schnellen Paaren einreiten zu können. Und mit dem zehnjährigen Holsteiner Cielito Lindo v. Clarimo hat er ein Pferd unter dem Sattel, das zwar groß galoppieren kann, aber auch in der Lage ist, kurz und schnell zu werden. Perfekt also für Stechen in der Halle. Und das zeigten die beiden dann auch: ein Stechen wie aus dem Lehrbuch, immer im Gleichgewicht, blitzschnell, aber nicht hektisch. Und der Hengst im Besitz des Haupt- und Landgestüts Schwaiganger sprang mit einer Manier, mit der er auch beim Bundeschampionat vorne mit dabei gewesen wäre. Bei 37,06 Sekunden stoppte die Uhr. Kühner klopfte seinem Hengst begeistert den Hals, auf der Tribüne riss es Schwaiganger-Chef Dr. Eberhard Senckenberg kurzfristig vom Sitz. Was für ein schöner Erfolg! Und das beim Heimspiel zum 20. Geburtstag der Munich Indoors!

Für Felix Haßmann blieb es bei Rang zwei. Gaudiano und Moneta reihten sich dahinter ein – übrigens gefolgt von Denis Nielsen und seinem Calido-Sohn DSP Cashmoaker, der ganz besondere Vorlieben und Abneigungen hat, wie sein Reiter uns für die Dezember-Ausgabe des St.GEORG verraten hat, die Sie ab 22. November beim Händler Ihres Vertrauens finden.

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