Opglabbeek: Siege für Felix Haßmann und Zoe Osterhoff, Weltranglisten-Springen an Willem Greve

Klein 045 Frie Felix Hassmann – SL Brazonado

Felix Haßmann und SL Brazonado (© Frieler)

Erfolgreicher Tag für die deutschen Springreiter im belgischen Opglabbeek mit zwei Siegen. Und für Willem Greve, der sich das Weltranglisten-Springen sicherte, wo es auch einige Schleifen für die Deutschen gab.

Felix Haßmann hatte im 1,35 Meter-Springen der Zwei-Sterne-Tour den inzwischen 16-jährigen SL Brazonado gesattelt. Der in Brasilien gezogene Schimmel ist am besten, wenn es gegen die Uhr geht. Da machte der heutige Tag keine Ausnahme. Mehr als zwei Sekunden nahmen die beiden dem Rest des Feldes in dem Zeitspringen ab, 55,93 zu 59,02 Sekunden.

Die lieferten Nano Healy und die erst achtjährige Hitch aus Irland. Drittschnellster war mit Jens van der Meer auf Hercules-R ein Vertreter der Niederlande (59,02). Dahinter belegten zwei deutsche Springreiter die Plätze vier und fünf: Frederic Tillmann auf Calahary v. Calmando (59,60) und Angelique Rüsen mit der Clarimo-Tochter Florida (59,64).

Die zweite deutsche Reiterin, die heute eine Ehrenrunde im Sentower Park anführte, war Zoe Osterhoff auf der KWPN-Stute It’s A Miracle v. Dakar, die die schnellste Zeit in Abteilung für die Achtjährigen der Youngster-Tour lieferten.

Mit 53,02 Sekunden hatten sie einen komfortablen Vorsprung vor den Belgiern Bart Anthonissen auf Nauwsika van Pereboom (v. Thunder van de Zuuthoeve) und Wilm Vermeir mit dem Emerald-Sohn Enola Gay Of Two Notes Z, die nach 54,55 bzw. 54,59 Sekunden ins Ziel kamen.

Philipp Schulze Topphoff belegte mit der Comme il faut-Tochter Carla Rang vier vir Katrin Eckermann und Cascadello Boy v. Cascadello. Felix Haßmann holte auch hier noch eine Schleife. Auf Sig de Numbo v. Tailormade’s Diarado’s Boy wurde es Rang sieben.

Beste Siebenjährige war die Selle Français-Stute Elite de Riverland v. Kannan unter dem Italiener Antonio Alfonso.

Quali zum Großen Preis in die Niederlande

Für die Weltrangliste zählte heute nur ein Springen, die Qualifikation für den Großen Preis über 1,45 Meter mit Stechen. Das hatten zehn Paare erreicht, darunter vier aus Deutschland.

Die Bestzeit von 33,67 Sekunden lieferten der Niederländer Willem Greve und der KWPN-Hengst Highway M TN v. Eldorado van de Zeshoek. Vor zwei Jahren waren die beiden unter anderem auch bei den Weltmeisterschaften der siebenjährigen Springpferde in Lanaken am Start.

Heute ließ er die von Philipp Schulze Topphoff vorgestellte Carlotta hinter sich, die ein Jahr ältere Vollschwester zur in der Youngster-Tour platzierten Carla. Beide Westfalen-Stuten aus der Zucht und im Besitz von Karl-Heinz Schulze Isfort stammen ab von Marcus Ehnings Comme il faut aus der Pamina v. Potsdam, die mit Avantus v. Arpeggio noch ein weiteres S-Pferd stellt, auch er von Philipp Schulze Topphoff geritten.

Den dritten Platz im heutigen Highlight von Opglabbeek holten Maikel van der Vleuten und die elfjährige Kamara van’t Heike, eine Tochter von Christian Ahlmanns Epleaser van’t Heike.

Apropos Ahlmann – dessen Stallreiterin Angelique Rüsen ritt den zehnjährigen, in Italien gezogenen Hengst Bonfire v. Nadir de San Patrignano auf den vierten Platz vor Harrie Smolders und seiner ganz großen Zukunftshoffnung, dem neunjährigen Escape Z, der eines Tages in die Fußstapfen seines Vaters treten soll, Smolders‘ großartigem Emerald. Für Rüsen und Bonfire war dies der erste gemeinsame Start. Bis Herbst vergangenen Jahres war er noch in italienischem Besitz und Beritt, ehe Christian Ahlmann ihn erwarb.

Die beiden weiteren deutschen Reiter im Stechen waren Felix Haßmann auf Black Panther und Zoe Osterhoff mit Elovely. Haßmann und sein Kannan-Sohn hatten zwei Abwürfe und belegten Rang neun. Osterhoff und Elovely mussten ausscheiden.

Alle Ergebnisse aus Opglabbeek finden Sie hier.