Saint Tropez: CSI2*-Grand Prix für David Will und Nachwuchsstar

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Perry Khr unter David Will letztes Jahr in St. Tropez (© HUBSIDE JUMPING / Marco Villanti)

Nicht nur in Zangersheide wurde dieses Wochenende gesprungen. In Saint Tropez läuft die Hubside Fall Tour. Und auch hier gab es einen deutschen Sieger.

Einen tollen Erfolg feierte im Großen Preis der Zwei-Sterne-Tour über 1,45 Meter David Will, der seit dem Umzug aufs Hofgut Dagobertshausen regelmäßig vorne in den Platzierungslisten zu finden ist. Diesmal hatte er ein Pferd gesattelt, in das er große Hoffnungen setzt: den erst achtjährigen Perry Khr v. Perigueux (der ja mit Policeman auch den WM-Bronzemedaillengewinner unter Marco Kutscher stellte). Der Hannoveraner Wallach gehört Gerald Nothdurft, von dem David Will ja auch schonNever Walk Alone reitet, mit dem er dieses Jahr den Großen Preis von Hickstead gewann.

Mit zwei fehlerfreien Runden und 36,25 Sekunden im Stechen ließen David Will und Perry die Konkurrenz in Saint Tropez locker hinter sich. Das Nachsehen hatten die Gastgeber, allen voran Nicolas Delmotte und Darmani van’t Heike (36,85), gefolgt von Marc Dilasser und Corona Z (37,98) und Bruno Garez mit United Sunheup (38,53).

David Will nach seinem Sieg: „Perry ist erst acht Jahre alt, aber er ist sehr talentiert und er ist von Natur aus schnell. Daher habe ich mir um die erlaubte Zeit im ersten Umlauf nicht viele Gedanken gemacht. Ich konnte mich auf den technischen Kram konzentrieren, das war gut in der ersten Runde. Im Stechen bin ich dann auf den letzten Steilsprung ein großes Risiko eingegangen. Es war ein langer Weg dorthin und ich hatte Glück, dass er am letzten Sprung wirklich alles versucht hat“, stellte er klar, welch großen Anteil sein vierbeiniger Partner an dem Sieg hatte.

Laura Kraut gewinnt CSI4* Grand Prix

Den Großen Preis der Vier-Sterne-Tour holte Laura Kraut mit der Selle Francais-Stute Fleurette v. Verdi in die USA. Für die beiden war es der erste gemeinsame Sieg. Erst seit Mai reitet Laura Kraut die zehnjährige Stute, die zuvor unter der Niederländerin Stefanie van den Brink sowie unter anderem auch Penelope Leprevost ging.

Und wieder war es Nicolas Delmotte, der sich geschlagen geben musste. Diesmal hatte der Franzose Urvoso du Roch gesattelt, auch dies ein Selle Francais. Platz drei ging an Schwedens Championatspaar Fredrik Jönsson und Cold Play v. Contendro.

Die deutschen Farben wurden beim Highlight des Wochenendes durch Marcel Marschall auf Utopia, David Will mit bereits erwähntem Never Walk Alone und Michael Jung auf dem Holsteiner Hengst Clyde VA vertreten. Bei Marschall wurden es vier Strafpunkte, bei Will acht.

Für Michael Jung und den zehnjährigen Caretino-Quintero-Sohn Clyde VA (für von Allwörden) war dies erst das dritte gemeinsame Turnier. Vorher ging der Holsteiner unter irischer Flagge mit Shane und Trevor Breen. Heute kam Clyde mit seinem neuen Reiter mit 13 Fehlern aus dem ersten Umlauf.

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