Waregem: Deutsche Vielseitigkeitsreiter gewinnen Nationenpreis, Klimke auch die Einzelwertung

Eventing Waregem 2019

Ingrid Klimke und Asha P auf dem Weg zum Doppel-Sieg in Waregem 2019. (© FEI)

Doppel-Europameisterin Ingrid Klimke hat es wieder getan! Auch in Waregem gelang der Reitmeisterin ein zweifacher Erfolg, diesmal mit Zukunftspferd Asha P.

Das Wochenende im belgischen Waregem war ein Erfolg auf ganzer Linie für die deutschen Vielseitigkeitsreiter. Denn neben den Senioren gelang auch den Junioren unter der Ägide von Julia Krajewski ein zweifacher Erfolg.

Die Seniorenmannschaft setzte sich zusammen aus Ingrid Klimke und Asha P, Andreas Ostholt mit Corvette, seinem Bruder Frank auf dem selbst gezogenen Jum Jum sowie Andreas Dibowski mit Butts Avedon. Mit insgesamt 106,5 Minuspuntken verwies das Quartett die Equipen aus Schweden und Frankreich auf die Plätze (131,0 bzw. 133,2 Minuspunkte).

Damit schließen Deutschlands Buschis die Saison 2019 mit einer auf dem Papier makellosen Bilanz ab: Sieg in allen Nationenpreisen, an denen sie teilgenommen haben, plus zwei Goldmedaillen und eine silber bei den Europameisterschaften im eigenen Land.

Einzelwertung

Auch Ingrid Klimke dürfte dieses Jahr äußerst positiv in Erinnerung behalten, war es ihr und Hale Bob doch gelungen, ihren EM-Sieg von Strzegom in Luhmühlen zu wiederholen, und zeigte sich die Askari-Tochter Asha P doch sowohl bei den Deutschen Meisterschaften als auch dieses Wochenende in Waregem als das Championatspferd, das sie werden soll.

Die erst achtjährige DSP-Stute vom Pferdezuchtverband Brandenburg-Anhalt, die im vergangenen Jahr noch Weltmeisterin der jungen Vielseitigkeitspferde in Le Lion d’Angers gewesen war, landete in Waregem einen Start-Ziel-Sieg. Bereits nach der Dressur waren Ingrid Klimke und sie mit 23,7 Minuspunkten in Führung gegangen. Die gaben sie bis zum Schluss nicht her, der Sieg.

Zweiter in der Einzelwertung wurde mit 29 Minuspunkten Frankreichs Karim Florent Laghouag auf Triton Fontaine, gefolgt von der Britin Mollie Summerland im Sattel von Charly van ter Heiden, einem Hannoveraner v. Contendros Bube, der ihr selbst gehört (30,0).

Sandra Auffarth hatte ebenfalls Grund zur Freude. Sie reitet ja jetzt den einst von Marina Köhncke in den Sport gebrachten Holsteiner Wallach Let’s Dance, eine Partnerschaft, die sich sehr viel versprechend anlässt! Nach einer 26,30 Minuspunkte-Dressur (Rang fünf), konnten sie sich am Schluss noch auf den vierten Rang vorschieben. Lediglich 5,2 Strafpunkte für Zeitüberschreitung waren im Gelände hinzu gekommen.

Für das drittbeste Ergebnis sorgte auf Platz sechs mit 37,50 Minuspunkten Rebecca-Juana Gerken mit ihrem langjährigen Erfolgspferd Scipio S, dem inzwischen 17-jährigen Sunlight xx-Sohn.

Junioren

Ähnlich abgesahnt haben die Junioren im CCIOJ2*-S. Mit 101,3 Minuspunkten verwies die von Julia Krajewski gecoachte Equipe Frankreich auf Rang zwei (104,), mit einigem Abstand (136,30) gefolgt von den Niederländern.

Im deutschen Aufgebot ritten Ben Philipp Knaak und Let’s Go, Ann-Catrin Bierlein auf Qula M, Jana Lehmkuhl mit Chiara d’Amour und Paula Reinstorf auf Ilara W.

In der Einzelwertung sorgte dann Ben Philipp Knaak mit seinem neunjährigen beim niederländischen Reitpferde- und Pony-Stammbuch NRPS registrierten Let’s Go für den deutschen Doppel-Erfolg. Auch sie brachten ihr Dressurergebnis von 25,30 Minuspunkten ins Ziel.

Die Plätze zwei und drei gingen nach Frankreich, an Salome Poisson auf April des Ajoncs und Camille Couesnon mit Quit Dit Mieux Dupalet.

Zweitbestes deutsches Paar waren Ann-Catrin Bierlein und Qula M auf Platz fünf, auf den sie sich von Rang 20 nach der Dressur vorgearbeitet haben.

Jana Lehmkuhl und die erst sechsjährige westfälische Cascadello-Tochter Chiara d’Amour belegten Rang 12, Paula Reinstorf und Ilara W wurden 16.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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