Luhmühlen: Julia Krajewski deutsche Meisterin vor Ingrid Klimke, Dirk Schrade Bronze

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Podium Deutsche Meisterschaft Vielseitigkeit, Luhmühlen 2019: Ingrid Klimke (Silber), Julia Krajewski (Gold) und Dirk Schrade (Bronze). (© Thomas Ix)

Mit ihrem Dressurergebnis hat Julia Krajewski mit Samourai du Thot die Deutsche Meisterschaft 2019 der Vielseitigkeit gewonnen. Im CCI4*-S gewann sie ihren zweiten Titel hauchdünn vor Ingrid Klimke. Dirk Schrade errang die Bronzemedaille.

Mit einer makellosen Nullrunde im Parcours sicherte sich Julia Krajewski auf Samurai du Thot ihren zweiten Deutschen Meistertitel in Luhmühlen. Sie durfte sich weder einen Abwurf noch einen Zeitfehler erlauben (24,7). Denn Ingrid Klimke rangierte nach Dressur und Gelände auf der erst achtjährigen Asha nur einen Zehntel Strafpunkt hinter dem späteren Siegerpaar (24,8).

Adrian Fohl

Julia Krajewski und Samourai du Thot (© Adrian Fohl)

Dritter wurde Dirk Schrade auf Unteam de la Cense (31,10). Michael Jung fiel nach zwei Abwürfen von Highlighter auf Platz auf sechs zurück. Bester Ausländer war der Japaner Yoshiaki Oiwa mit Bart auf Platz vier (31,30) vor dem australischen Evergreen Andrew Hoy auf (31,80). Zwölf der 47 Reiter blieben in dem anspruchsvollen Kurs ohne Zeit- und Hindernisfehler, darunter Sanda Auffarth mit Viamant du Matz, die sich nach einem hinteren Platz in der Dressur, einer sicheren, wenn auch nicht überschnellen Geländerunde (sechs Zeitfehler) auf Platz 13. (39,3) vorarbeitete.

Bundestrainer Hans Melzer freute sich für Meisterin und Vizemeisterin, sein besonderes Lob aber galt Dirk Schrade, der sich durch solide Leistungen in allen drei Disziplinen auf den Bronzeplatz geritten hat. „Dirk musste sich nach dem Ausscheiden seines Pferdes Hop and Skip erst wieder neue Pferde aufbauen, es ist toll, wie ihm das gelungen ist.“

Auch zollte er noch einmal besonderes Lob dem Veranstalterteam um Julia Otto. Sie hatten es fertiggebracht, am Samstagmorgen den nach einem Unwetter mit Starkregen überfluteten Turnierplatz wieder herzurichten, so dass das Turnier zwar mit einer verschobenen Zeiteinteilung aber letztlich ungestört seinen Verlauf nehmen konnte.

Morgens saß ich mit Chris Bartle, der bei uns übernachtet hatte, beim Frühstück und wir sagten: „Wird das Gelände am auf Sonntag und das Springen auf Montag verschoben oder schicken wir die Reiter nach Hause und dann anderswo hin?

Longlist für die Europameisterschaft

Im Anschluss an die Deutsche Meisterschaft wurde die Longlist für die Europameisterschaft Ende August in Luhmühlen aufgestellt. Sie umfasst drei Blöcke:

Block 1 (in alphabetischer Reihenfolge):
Sandra Auffarth mit Viamant du Matz
Andreas Dibowski mit FRH Corrida und als Zweitpferd FRH Butts Avedon
Michael Jung mit Chipmunk
Ingrid Klimke mit Hale Bob
Julia Krajewski mit Samourai du Thot
Jörg Kurbel mit Entertain You
Andreas Ostholt mit Corvette
Kai Rüder mit Colani Sunrise und als Zweitpferd Coin Toss
Dirk Schrade mit Unteam de la Cense und als Zweitpferd Catelan
Josefa Sommer mit Hamilton
Bevor ein Zweitpferd zum Einsatz kommt, kann zunächst ein Reiter der zweiten Gruppe nachrücken.

Block 2:
Felix Etzel mit Bandit
Nadine Marzahl mit Valentine
Frank Ostholt mit Jum Jum
Claas Hermann Romeike mit Cato
Peter Thomsen mit Loucius und Casino
Anna Siemer mit FRH Butts Avondale
Anna-Katharina Vogel mit Quintana P
Christoph Wahler mit Carjatan S

Block 3
Nicolai Aldinger mit Newell
Hanna Knüppel mit Carismo

Zehn Paare nach Aachen

Ebenfalls nominiert wurden in Luhmühlen die Teilnehmer für den CHIO Aachen. Zehn deutsche Paare sind im CCIO4*-S (18. bis 21. Juli) in der Soers startberechtigt.

Nominiert sind: Sandra Auffarth mit Viamant du Matz, Andreas Dibowski mit FRH Corrida, Michael Jung mit Chipmunk und Star Connection, Ingrid Klimke mit Hale Bob, Julia Krajewski mit Samourai du Thot, Jörg Kurbel mit Entertain You, Kai Rüder mit Colani Sunrise, Dirk Schrade mit Unteam de la Cense und Josefa Sommer mit Hamilton. Erste Reserve für den Start in Aachen ist Anna Siemer mit Butts Avondale, zweite Reserve Claas Herrmann Romeike mit Cato.

Dass Michael Jung mit zwei Pferden in Aachen starten kann und damit nur neun Reiter nach Aachen dürfen, geschieht nach Auskunft des Bundestrainers auf Wunsch des Veranstalters.

Den übrigen Reitern wird nach Absprache mit dem Bundestrainer der Start in einer Vier-Sterne-Prüfung im französischen Jardy (11. bis 14. Juli) als letzte Sichtung empfohlen.

Zudem berief der Ausschuss in Luhmühlen Michael Jung mit Chipmunk FRH neu in den Olympiakader.

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