Tim Price siegt in Luhmühlen

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Tim Price und Ascona M, Sieger des CCI5*-L in Luhmühlen 2019 (© Adrian Fohl)

Der Neuseeländer Tim Price hat zum zweiten Mal in Luhmühlen gewonnen. Trotz der widrigen Wetterumstände hatte er bereits nach dem Gelände in Führung gelegen. Er siegte im CCI5*-L vor zwei Briten.

Der Neuseeländer Tim Price hat die Fünf Sterne-Prüfung von Luhmühlen, das CCI5*-L, auf Ascona M mit einem Endergebnis von 31,40 Punkten gewonnen. Bereits nach dem Gelände mit nur zwei Zeitfehlern in Führung, konnte er sich im abschließenden abwurffreien Parcours noch 3,6 Zeitfehler leisten, ohne den Sieg zu gefährden.

Die elfjährige Schimmelstute v. Cassaro-Carpaccio, Züchter Jochen Maas, Südermarsch, kommt aus dem Stall von Peter Thomsen, geritten wurde sie von Luise Svensson, heute Romeike. Als das Ehepaar Price sie erwarb, war sie eher klein, gerade richtig für die letztjährige Siegerin in Luhmühlen, Tims Ehefrau Jonelle. Dann war ein Baby unterwegs, Ascona wuchs und wuchs, noch acht- und neunjährig. „Und dann war sie für mich gerade passend und ich habe sie ganz übernommen“, strahlte Tim Price. „Sie ist ein wunderbares Pferd, eine Diva, manchmal schwierig, aber sehr mutig.“

Starke Briten in Luhmühlen

Der Brite Tom McEwen konnte sich noch durch eine springfehlerfreie Runde mit 1,2 Zeitfehlern auf Platz zwei vorarbeiten. Mit dem 15-jährigen Belgier Figaro van het Broekxhof war ihm im Gelände eine der vier zeitfehlerfreien Runden gelungen.

Ein Abwurf im Springparcours kostete den Briten Alexander Bragg und den 15-jährigen Zagreb (KWPN) letztlich den möglichen Sieg. So wurde mit 33,50 Punkten Platz drei draus. Auch er war im Gelände innerhalb der Zeit geblieben. Zum Vielseitigkeitsreiten kam der gelernte Schmied durch seine Frau, die er bei diesem Sport kennenlernte. Damals spielte er noch lieber Rugby und hatte nach eigenen Aussagen durch das Training im Fitness-Studio eine „Figur wie ein Gorilla.“ Seine Karriere verdanke er seinem Pferd Zagreb, sagt er. „Er ist ein wahrer Kämpfer, er arbeitet hart für mich und ist mit 100 Prozent bei der Sache.“

Mit einem abwurffreien Parcours und 1,2 Zeitfehlern konnte sich der einzige Deutsche, der noch in der Wertung verblieben war, Andreas Ostholt mit der elfjährigen Chacco Blue-Tochter Corvette, um einen auf Rang elf verbessern. Ein Platz auf der Longlist für die Europameisterschaft in Luhmühlen Ende August war die Belohnung.

Auch im Parcours spielte die Zeit eine wichtige Rolle, nur zwei von 22 Startern, die noch übrig waren, legten eine sauber Nullrunde ohne Abwurf und Zeitüberschreitung hin.

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