Steve Guerdat muss Weltcupsieger Alamo abgeben

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Alamo unter Steve Guerdat (© Pauline von Hardenberg)

Steve Guerdat wird man nicht mehr im Sattel des Wallachs Alamo sehen. Mit dem Rappen hatte der Schweizer das Weltcup-Finale 2019 gewonnen. Nun möchte, so berichtet es das Schweizer Magazin Le Cavalier Romand, der mexikanische Besitzer das Pferd für seine Nation bei den Olympischen Spielen in Tokio an den Start bringen.

Steve Guerdat, aktuell Zweiter der Weltrangliste, kann nicht mehr mit dem Wallach Alamo planen. Der Rappe, mit dem der Schweizer 2019 das Weltcup-Finale in Göteborg gewonnen hatte, soll von seinem Besitzer abgeholt worden sein. Das berichtet das Magazin Le Cavalier Romand aus der Schweiz. Alamo, ein nun zwölfjähriger Ukato-Sohn, der in den Niederlanden geboren wurde, war letztmals in London kurz vor Weihnachten im Weltcupspringen an den Start gegangen. Steve Guerdat wurde damals Neunter nach einem Abwurf im Normalparcours. Anfang Dezember waren die beiden in Genf im Rolex Top 10 Springen am Start. Im Stechen schafften beide die zweitbeste Zeit, hatten aber einen Abwurf. Damit landeten sie in diesem Springen auf Rang fünf. 2018 hatten sie die prestigeträchtige Prüfung in der berühmten Palexpo Arena von Genf als Sieger verlassen. Daraufhin war der Vertrag mit Guerdat um ein halbes Jahr verlängert worden.

Den zweitgrößten Erfolg im Jahr 2019, nach dem Triumph von Göteborg (auch dies führte zu einer halbjährigen Vertragsverlängerungen), feierte die Kombination im belgischen Waregem, wo sie Ende September den 5*-Grand Prix für sich entschieden. Allein dieser Ritt brachte 91.000 Euro Gewinngeld.

Seit 2017 war Alamo bei Steve Guerdat

Ziemlich genau zwei Jahre zuvor, am ersten Oktoberwochenende 2017, hatte man Guerdat erstmals im Sattel des Ukato-Sohns erlebt. In Cagnes-sur-mer in Frankreich waren sie damals Zehnte im Großen Preis geworden. Highlights der gemeinsamen Karriere waren unter anderem Siege in Helsinki (2017) und Nullfehlerrunden beim Nationenpreisfinale in Barcelona.

Schon Ende des Jahres 2019, so schreibt das französischsprachige Magazin Le Cavalier Romand, habe es sich angedeutet, dass der mexikanische Besitzer das Pferd zurück in seine Heimat bringen wolle. Hintergrund: Mexiko hat sich als Mannschaft für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert. Besitzer Gerardo Pasquel Mendez, der den Wallach bis 2017 geritten hat, soll sich Hoffnungen auf einen Platz im Springteam der Mexikaner machen. Sein Bruder Francisco hatte Alamo in den Sport gebracht. Am 21. Januar soll Alamo per Flugzeug nach Mexiko gebracht worden sein.

Gerardo Pasquel hatte im vergangenen Jahre unter anderem die Zangersheide-Stute Mighty Mouse an den Start gebracht, unter anderem im kanadischen Spruce Meadows. Beim Turnier Partner Pferd in Leipzig brachte Steve Guerdat das Pferd vor ein paar Wochen an den Start.

Steve Guerdat hatte im vergangen Jahr bereits einmal ein Pferd abgeben müssen. Die Stute Hannah, ebenfalls aus mexikanischem Besitz, allerdings nicht dem der Pasquel-Brüder, war im Frühjahr 2019 von der arabischen Halbinsel direkt gen Mittelamerika geflogen.


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