Warendorf: Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit an Hannover und Hessen, Mathies Rüder gewinnt im Parcours

Symbolbild (© Toffi)

Es war ein Wochenende im Zeichen des Nachwuchses auf dem DOKR-Gelände in Warendorf mit dem Bundesnachwuchschampionat der Vielseitigkeitsreiter und dem HGW-Bundesnachwuchschampionat der Springreiter, das aufgrund der Corona-Pandemie erstmals unter freiem Himmel ausgetragen wurde.

Eigentlich war Warstein Mitte März als Termin für das traditionelle HGW-Bundesnachwuchschampionat der Springreiter mit Pferdewechsel im Finale vorgesehen gewesen. Doch Corona wollte es anders und so traf man sich am Wochenende in Warendorf. Die vier Finalisten aus den Vorrunden waren Charlotte Höing mit Casio, Mikka Roth auf Coboto, Max Merschformann mit Stroller und Mathies Rüder im Sattel von Coco Chambato, einem Holsteiner, wie Mathies es ja auch ist.

Mathies Rüder machte den Anfang im Finale. Seine Note aus der Qualifikation: 8,5. Mit Mikka Roths Cody-Sohn Coboto kam er nach Abzug für einen Abwurf auf 8,1. Machte also 16,6 Punkte für den Sohn von Vielseitigkeitsreiter Kai Rüder. Danach konnte er der Konkurrenz zuschauen.

Charlotte Höing und Stroller kam mit einer 7,9 aus dem Parcours und hatte in der Endabrechnung einen zehntel Punkt weniger als Mathies, 16,5. Ihr Casio, ein Hannoveraner v. Canstakko, wurde von Max Merschformann vorgestellt, der nach einer Verweigerung und einem Abwurf auf eine 6,8 kam. Machte 15,6 Punkte und Rang drei vor Mikka Roth.

Vielseitigkeit

Die vielseitigen Junioren sind beim Bundesnachwuchschampionat besonders gefordert, denn neben Dressur, Gelände und Springen wird auch Theorie, Vormustern sowie ein 3000 Meter-Lauf verlangt, an dem jeder teilnehmen muss, dessen Ergebnis allerdings nicht mit bewertet wird. Am besten gemeistert wurde das Gesamtpaket vom Team aus Hessen um Equipechefin Judith Sommer. Hanna Busch (Schwalmstadt) mit Crystal-Annabell, Anton Gerlach (Melsungen) mit Let’s Dance, Marlene Hayessen (Immenhausen) mit Samson, Ida Marie Schmitz (Reichelsheim) mit Tango sowie Carl Voigt (Neu-Anspach) mit Goldfinger sammelten 358,8 Punkte und verdrängten damit Mecklenburg-Vorpommern (354,8) und Hannover (352,2) auf die Plätze zwei und drei.

Der Sieg in der Einzelwertung ging an Jona Denkewitz aus Mecklenburg-Vorpommern im Sattel von Carla Nevada mit 123,8 Punkten vor Landsmann Max Johann Horn mit Payman, die es auf 122,7 Zähler gebracht hatten und Beste im Busch gewesen waren.

Bei den Ponys war die Mannschaft aus Hannover unschlagbar. 372,1 Punkte ritten Juli Madita Endrikat (Wriedel) mit Fantacy TCF, Smilla Maline Philipp (Elsdorf) mit Lalube, Nell Röming (Barsinghausen) mit Marlon sowie Anni Müller (Liebenburg) mit Gino Ginelli `R vom Renneberg und Emily Johanna Wolfschmitt (Schladen) mit Namib W zusammen.

Punktgleich beendeten die Teams aus Sachsen und Westfalen das Turnier, beide mit 354,7 Punkten. Aber da die Sachsen im Cross besser unterwegs gewesen waren, ging Rang zwei an sie und Platz drei nach Westfalen.

Beste Reiterin in der Einzelwertung wurde bei den Ponys Smilla Maline Philipp auf Lalube (134,4) vor der Westfälin Sina Brügger auf Next Generation (126,1) und Diana Jankovlev mit Ravella (125,9). Letztere kommt aus Hamburg, war aber als Einzelreiterin im Einsatz.

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