Wellington: Darragh Kenny führt irische Top Five an

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Darragh Kenny (IRL) und Sligo Balou Boy in Wellington. (© Sportfot)

Schon seit Anfang Januar läuft in Wellington (Florida, USA) das Winter Equestrian Festival. Gestern stand ein Fünf-Sterne-Springen auf dem Programm, gleichzeitig Qualifikation für den Großen Preis. Die irischen Reiter ließen der Konkurrenz keine Chance, allen voran Darragh Kenny!

Während aktuell in Europa fast alle Turniere abgesagt sind, ist Wellington bisher vom Equinen Herpes Virus verschont geblieben. Zusätzlich zu den Corona-Schutzmaßnahmen, gelten nun auch strenge Kontrollen und Vorschriften für die Pferde. Sowohl Daniel Deußer als auch André Thieme weilen schon seit einigen Wochen mit ihren Pferden in Florida und waren gestern auch im wichtigsten Springen des Tages am Start, einer mit 73.000 Dollar dotierten Fünf-Sterne-Prüfung.

Allerdings waren es dieses Mal nicht die Deutschen, die ganz vorne landeten – vielmehr gaben die irischen Springreiter den Ton an. Insgesamt gingen 53 Reiter an den Start, darunter auch Darragh Kenny mit seinem zwölfjährigen Irish Sport Horse Sligo Balou Boy v. Balou Du Rouet. Die beiden schafften es mit einer fehlerfreien Runde ins Stechen, so wie noch 13 weitere Paare. In der entscheidenden Runde hieß es dann: Die Letzten werden die Ersten sein! Als letztem Starter gelang Darragh Kenny die schnellste Nullrunde in 33,75 Sekunden.

Um so beachtlicher war diese Leistung, als das Darragh Kenny erst seit zwei Wochen im Sattel des Wallachs sitzt. „Ich hatte eigentlich gar nicht geplant, ihn heute zu reiten. Aber dann haben sich meine Pläne ein bisschen geändert. Ich wusste nicht wirklich, wie er sich schlagen würde, aber er ist ein unglaubliches Pferd. Er ist sehr, sehr vorsichtig und talentiert“, schwärmte er nach seinem Sieg.

Aber auch die Landsleute des Iren waren gestern erfolgreich: Auf Platz zwei sprangen Michael Duffy and Jeff Ten Halven, ein zwölfjähriger Toulon-Nachkomme (0/34,9). Paul O’Shea und die Chacco-Blue-Tochter Chancelloress landeten auf Rang drei (0/35,4) vor Shane Sweetnam und seinem Rheinländer Alejandro v. Acorado’s Ass (0/35,87). Die irische Top Five wurde von Cian O’Connor und dem neunjährigen Kilkenny (0/36,24) abgerundet.

André Thieme und sein Top-Pferd Chakaria v. Chap-Askari blieben im Normalparcours ebenfalls null, traten im Stechen dann aber nicht noch einmal an. Damit belegten die beiden am Ende Platz zehn, weil auch noch weitere Paare sich gegen das Stechen entschieden hatten. Daniel Deußer und Tobago Z kamen mit einem Abwurf aus dem Parcours.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.