Weltcup Helsinki: Angelica Augustsson vor Gerrit Nieberg und Janne Friederike Meyer Zimmermann

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Gerrit Nieberg und Blues d'Aveline, hier bei ihrem ersten Weltcup-Springen in Helsinki, wo sie prompt Zweite wurden. (© FEI/Roland Thunholm)

So gut, wie das Weltcup-Turnier in Helsinki angefangen hatte für die deutschen Springreiter, so gut ging es auch zu Ende. Nur eine konnte den Doppelsieg des GER-Aufgebots verhindern: Angelica Augustsson Zanotelli.

Mit der Fuchsstute Mic Mac du Tillard war die Schwedin Angelica Augustsson Zanotelli gegen die Uhr kaum zu schlagen. Damals hatte sie noch keinen Doppelnamen. Inzwischen ist sie mit dem brasilianischen Olympiareiter Marlon Zanotelli verheiratet, Mutter und immer noch genauso schnell unterwegs wie früher. Nur auf einer anderen Fuchsstute. Die Rede ist von der zwölfjährigen BWP-Stute Kalinka van de Nachtegaele, die schon seit mehreren Jahre mit den Zanotellis auf Schleifenjagd ist. Aber ein Wochenende wie dieses, hatte das Team wohl noch nie.

Gestern hatten die beiden sich schon das wichtigste Springen des Samstags gesichert, ebenfalls über 1,60 Meter mit Stechen. Aber von Müdigkeit war heute keine Spur bei der Tochter von Christian Ahlmanns Epleaser van’t Heike. Zehn Paare hatten es ins Stechen der Weltcup-Etappe geschafft, fünf blieben ein zweites Mal null. Doch ob nun mit oder ohne Abwurf, an die 34,13 Sekunden von Angelica Augutsson Zanotelli und Kalinka van de Nachtegaele kam keines der anderen Paare heran. Der zweite große Sieg dieses Wochenendes fürs Team Zanotelli.

Am dichtesten dran an ihnen war Aachen-Star Gerrit Nieberg im Sattel des zehnjährigen Schweizer Wallachs Blues d’Aveline v. Baloussini. Der Besitzer Josef Kunz hatte eines Tages die Stalltelefonnummer auf Gut Berl gewählt und gemeint, die Art wie Familie Nieberg ihre Pferde ausbildet und managt gefiele ihm so gut, ob sie nicht Interesse hätten, ein Pferd von ihm zu reiten. Das war Blues. Der zeigte sich zunächst recht introvertiert. Doch Gerrit Nieberg ist sicher, qualitativ steht er Aachen-Sieger Ben in nichts nach, wie er erzählte, als wir ihn für die Reportage in St.GEORG 9/22 besucht haben. Und seitdem er so erfolgreich ist, gehe der Wallach auch richtig aus sich heraus. Beides hat er heute bewiesen: Rang zwei in 35,16 Sekunden. Und das bei seiner Weltcup-Premiere. So darf es weitergehen!

Das gleiche gilt für unser aktuelles Titelpaar in St.GEORG 11/22, Janne Friederike Meyer-Zimmermann und ihren Hannoveraner Cornado-Sohn Buettner’s Minimax. Denn die beiden sprangen ebenfalls fehlerfrei in 35,44 Sekunden auf Rang drei.

Der dritte Deutsche im Bunde, der 21-jährige Hannes Ahlmann auf Baloucan, erlebte in Helsinki sein erstes Weltcup-Turnier der Westeuropa-Liga. Nach mehreren Schleifen in den Rahmenspringen – unter anderem einem weiteren Sieg mit Diara, die nach dem Eröffnungsspringen auch das heutige 1,45 Meter-Zeitspringen für sich entschied – musste er heute im Weltcup-Parcours mit Baloucan aufgeben.

Alle Ergebnisse aus Helsinki finden Sie hier.