Zwei Catoki-Kinder an der Spitze im Großen Preis von Wellington

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Immer für einen Sieg guut: McLain Ward und Catoki (© Sportfot)

Um 75.000 Dollar ging es im ersten Großen Preis des Winter Equestrian Festivals in Wellington 2022. Es gab zwei Sieger – zum einen Mclain Ward, der neben dem Sieger auch sein zweites Pferd in die Platzierung ritt, zum anderen den Holsteiner Hengst Catoki, von dem die beiden bestplatzierten Pferde abstammen.

Mit 36,008 Sekunden im Stechen ließen Mclain Ward (USA) und der 13-jährige Westfale Catoki der Konkurrenz keine Chance. Der Wallach, der heißt wie sein Vater, wurde in den vergangenen Monaten nur sehr dosiert eingesetzt. Aber zumindest auf US-amerikanischem Boden verging kein Wochenende, an dem er nicht wenigstens ein Springen gewonnen hätte.

Dass der Wallach nur wenige Turniere geht, hat übrigens einen Grund, erklärt Mclain Ward: „Wir haben ein sehr seltsames Programm mit Catoki, weil er sehr heiß und sehr aggressiv ist. Im Moment ist er gerade so unfit, dass er mir nicht total davonläuft. Mit diesem Programm geht er sehr gut und er ist happy.“

Ab und zu würden sie mal versuchen, ein bisschen Gymnastik mit ihm zu machen. „Aber das geht ziemlich schnell“, erklärte Ward lachend. „Er hat so viel Feuer, so viel Adrenalin und ist ein solcher Kämpfer. Auf diese Art und Weise versuchen wir das unter Kontrolle zu behalten.“ Und so verbringe der Wallach mehr Zeit auf der Weide als im Parcours.

Heute ließ er einen Halbbruder hinter sich, den von Michael Murphy ebenfalls für die USA vorgestellten Catoki’s Son Z. Auch dieser Zangersheider ist 13 Jahre alt. Für ihn und seinen Reiter war dies das erste gemeinsame Turnier. Volltreffer – Rang zwei in 37,642 Sekunden. In den Sport gebracht wurde der Wallach unter belgischer Flagge und ging dann lange mit der Kanadierin Erynn Ballard. Es folgten verschiedene Reiter, unter anderem der Brasilianer Rodrigo Lambre und zuletzt Andrew Welles für die USA. Und nun also der 28-jährige Michael Murphy, für den dies sein bislang wichtigster Erfolg war.

Nur knapp geschlagen geben mussten sich Hector Florentino Roca aus der Dominikanischen Republik und ABC Quantum Cruise mit 37,677 Sekunden, Rang drei. Wem der irische Obos Quality-Sohn bekannt vorkommt – er ging früher sehr erfolgreich mit Harry Charles.

Das zweite Pferd, das Mclain Ward im großen Preis vorstellte, war der 14-jährige Holsteiner Carat Desire v. Carinjo. Er war einst von Peder Fredricson in den Sport gebracht worden und sprang dieses Wochenende sein zweites internationales Turnier mit Ward. Sie kamen ins Stechen, hatten hier auch die schnellste Zeit von 35,487 Sekunden, aber auch zwölf Fehler, Rang sechs.

Einziger deutscher Starter war der Sieger von gestern, Richard Vogel mit Darius de Kezeg. Heute lief es nicht ganz so gut für die beiden und Vogel gab auf.

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