Baborowko: Schweizer Doppelerfolg in den Vier-Sterne-Prüfungen und WM-Quali für Klimkes Siena

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Nadja Minder und Toblerone feierten in Baborowko ihren ersten internationalen Sieg. (© facebook.com)

Prominent besetzt war dieses Wochenende das Vielseitigkeitsturnier im polnischen Baborowko. Und wieder waren die Reiter aus der Schweiz das Maß der Dinge.

Die Schweizer Vielseitigkeitsreiter springen im WM-Jahr von Erfolg zu Erfolg, sicherlich auch ein Resultat des Trainings durch Neuseelands Altmeister im Busch, Andrew Nicholson. In Pratoni gewannen sie ziemlich sensationell den Nationenpreis, und heute waren sie auch in den beiden wichtigsten Prüfungen des CCI Baborowko das Maß der Dinge.

Im CCI4*-L hatten sich die 22 Jahre junge Nadja Minder und ihr Erfolgspferd Toblerone (v. Yarlands Summer Song) nach Rang vier in der Dressur dank der zweitschnellsten Runde im Gelände an die Spitze des Feldes vorgearbeitet. Dementsprechend gingen sie heute als letzte in den Springparcours, hatten hier nochmal 0,8 Zeitfehler und somit in Summe 34,1 Minuspunkte. Das reichte locker für den Sieg der beiden, die letztes Jahr noch Elfte bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter gewesen waren. Das heute war der bislang größte Erfolg ihrer gemeinsamen Karriere, die zweite lange Vier-Sterne-Prüfung und der erste internationale Sieg überhaupt. Damit hat Nadja Minder nun die formelle Qualifikation für die Weltmeisterschaften der Vielseitigkeitsreiter in Pratoni.

Da ist sie nicht die einzige – auch wenn das Ende der Prüfung nicht ganz so lief, wie Ingrid Klimke sich das sicherlich erhofft hatte. Gestern lagen sie und ihre zehnjährige Westfalen-Stute Siena Just do it noch auf Rang zwei nach dem Gelände. Doch im Parcours sammelten sie heute acht Strafpunkte, was sie auf Platz fünf zurückwarf (44,2).

Damit war der Weg frei für den Belgier Jarno Verwimp, der seine zehnjährige Elvis ter Putte-Tochter Mahalia mit einem Abwurf durch den Parcours brachte. 40,3 Minuspunkte standen am Ende auf seinem Konto. Dritte wurde die Australierin Lissa Green mit Billy Bandit (41,4).

Zu den wenigen Paaren, die fehlerfrei durchs Springen kamen, gehörten Arne Bergendahl und seine ebenfalls erst zehnjährige La Calido-Tochter Luthien. Mit 41,6 Minuspunkten wurden sie Vierte.

CCI4*-S

Auch die andere Vier-Sterne-Prüfung ging in die Schweiz, allerdings an ein Paar, das wesentlich erfahrener ist als Minder und Toblerone: Felix Vogg mit seinem Olympiapferd Colero. Der Westfalen-Wallach war mit 29,2 Minuspunkten Zweiter in der Dressur, übernahm mit nur 0,4 Zeitstrafpunkten die Führung nach dem Cross, hatte heute einen Abwurf, aber der Sieg war dem Paar mit 33,6 Minuspunkten sicher.

Das Nachsehen hatte Michael Jung mit dem neunjährigen Iren Kilcandra Ocean Power v. BGS Ocean View. Auch sie hatten heute einen Abwurf und kamen so auf 34,6 Minuspunkte. Und Jérôme Robine sorgte im Sattel des ebenfalls irisch gezogenen Black Ice v. Vechta für einen weiteren deutschen Erfolg auf Rang drei. Nur zwei hundertstel Punkte trennten ihn von Olympiasieger Michael Jung.

CCI3*-S

In der Drei-Sterne-Prüfung gab es einen deutschen Dreifacherfolg. Anna Lena Schaaf und Lagona hatten bereits nach der Dressur die Führung übernommen und gaben diese auch bis zum Schluss nicht ab. Am Ende hatten sie genau 25 Minuspunkte auf dem Konto und damit einen deutlichen Vorsprung zum Rest des Feldes.

Das wurde angeführt von Vanessa Bölting mit dem zehnjährigen Westfalen Ready to Go W v. Rock Forever, die 32,3 Minuspunkte auf dem Konto. 32,5 Minuspunkte waren es für das Paar auf Rang drei, Brandon Schäfer-Gehrau im Sattel seiner Fürst Nymphenburg-Tochter Fräulein Frieda.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.