Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit: Doppelsieg für Hannover

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Das Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit kann ein guter Startschuss für die Karriere sein, wie zum Beispiel für Anna Siemer oder Sandra Auffahrt. Die diesjährige Ausgabe des Bundesnachwuchschampionats wurde am Wochenende in Warendorf ausgetragen. Die Mannschaften aus Hannover hatten die Nase vorn.

Claus Erhorn und Christin Tidow haben dieses Jahr wohl alles richtig gemacht. Ihre Teams holten sowohl bei den Pferden, als auch bei den Ponys den Gesamtsieg.

Bei den Ponys bestand die Mannschaft aus Antonia Fulst und ihrem zwölfjährigen Wallach Fernet, Friedrich Quast und Mr. Berny, Smilla Maline Philipp und der siebenjährigen Stute Fantasie, Tom Meier und der ebenfalls sieben Jahre alte Ponyhengst Dynamite Nobel sowie Juli Madita Endrikat, die Fantasy sattelte. Mit einem Gesamtergebnis von 344,1 Punkten holten die fünf Reiter den Sieg nach Hannover. Auf Platz zwei landete die Mannschaft aus Baden-Württemberg (339,8). Die Bronzemedaille ging an das Team aus Westfalen (330,1), das im vergangenen Jahr noch ganz oben auf dem Treppchen stand.

Mit einem Ergebnis von 121.3 nach den Teilprüfungen Dressur, Springen, Gelände und Vormustern konnte Antonia Fulst mit dem For Kids Only-Sohn Fernet auch die Einzelwertung für sich entscheiden. Aufgrund der Corona-Vorgaben entfiel in diesem Jahr die Teilprüfung Theorie. Auch der Sporttest, der zur Teilnahme an den Reitwettbewerben bestanden werden muss, konnte beim diesjährigen Bundesnachwuchschampionat nicht durchgeführt werden. Fulst konnte keine Einzelprüfung für sich entscheiden, erzielte bis auf das Vormustern aber in allen Teilprüfungen Noten von 9,0 und besser.

Silber ging an Helena Himstedt, die den 16-jährigen Mr. Hale Bob-Sohn Mr. Harvey gesattelt hatte (118,2). Himstedt war Teil der Silbermannschaft aus Baden-Württemberg und gewann die Teilprüfung Springen, eine Stilspringprüfung der Klasse A** (9,2).

Ebenfalls aus dem Team Hannover stammend, holte Friedrich Quast mit Mr. Berny die Bronzemedaille mit 116 Punkten. Die beste Note erzielte Quast im Gelände auf A**-Niveau mit 8,8.

Pferde

Auch bei den Pferden ging der Sieg mit nur knappem Vorsprung an die Niedersachsen und ihre Trainer Erhorn und Tidow. Am Ende wurden es 338,3 Punkte für die Mannschaft aus Hannover. Hier hielten die Fahnen folgende Reiter-Pferd-Paare hoch: Ferdinand Lübbeke im Sattel von Caramella, Greta Leatizia Tidow und Eluna, Tom Meier und Amara, Anna-Luisa Millies und Nobel Beauty sowie Lara Lemke, die Quentin gesattelt hatte.

Die Vorjahressieger aus Westfalen wurden in diesem Jahr auf den Silberrang verwiesen (336,2). Bronze ging an die Mannschaft aus Sachsen (335,3).

In der Einzelwertung des Bundesnachwuchschampionats Vielseitigkeit kam niemand an Zoe Deusing und ihrem achtjährigen Sergeant Pepper-Sohn Splendid Sergeant vorbei. Das Paar erzielte ein Gesamtergebnis von 120,2 Punkten mit der höchsten Teilnote beim Vormustern: 10,0. Die Traumnote erzielten übrigens noch vier weitere Paare in der Teilprüfung. Ansonsten konnte Deusing mit ihrem Wallach, wie es ja auch bei der Siegerin der Ponys der Fall war, keine Teilprüfung für sich entscheiden. Deusing ging für die Mannschaft aus Hessen an den Start, die auf Rang sechs landete.

Über den zweiten Platz konnte sich Smilla Maline Philipp mit insgesamt 117,6 Punkten freuen. Sie saß im Sattel des 13-jährigen Palom-Sohnes Nadeem und war ja Teil der siegreichen Pony-Mannschaft aus Hannover. Deshalb war sie bei den Pferden als Einzelreiterin am Start. Die höchste Note erzielte sie im Gelände: 8,9.

Mit einem Gesamtergebnis von 117,3 Punkten musste sich Ella Krueger denkbar knapp mit Bronze zufrieden geben. Parlando heißt ihr vierbeiniger Partner unter dem Sattel. Auch dieses Paar erhielt beim Vormustern die Traumnote 10,0. Krueger war ebenfalls als Einzelreiterin am Start.

Das Bundesnachwuchschampionat fand in diesem Jahr ohne Publikum statt. Neben den Helfern und Offiziellen durften nur zwei Personen pro Reiter auf das Gelände. Turnierleiter Markus Scharmann sah in den Corona-bedingten Änderungen aber auch etwas Positives: „Viele haben den Umzug der Stallungen auf den Heuer-Acker und von Dressur und Springen auf den Championatsplatz begrüßt, da die Veranstaltung dadurch noch familiärer wurde, die Teilnehmer mehr unter sich waren und für die einzelnen Teilprüfungen ein günstigerer Platz vorhanden. Wir werden sicher einiges im kommenden Jahr übernehmen“, erklärte er.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

 

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