Münster-Handorf: Das sind die besten Reitpferde und -ponys aus Westfalen

Westfalen-Champion-Macchiato

Westfalen-Champion der dreijährigen Hengste: Macchiato v. Morricone unter Greta Heemsoth. (© Westfälisches Pferdestammbuch e.V.)

Der heutige Sonntag galt in Münster-Handorf ganz den drei- und vierjährigen Nachwuchspferden auf dem Reitpferdeviereck. Besonders erfolgreich bei der Westfalen-Woche 2020 waren die Nachkommen von Escolar und Benicio. Auch die Nominierten für das Bundeschampionat stehen nun fest.

Die sechs besten Pferde bzw. Ponys aus den Einlaufprüfungen traten heute in ihrer jeweiligen Klasse im Finale an. Los ging es am Vormittag erst einmal mit den Reitponys aus westfälischer Zucht. Die neue Championesse der dreijährigen Stuten und Wallache hat ein sehr erfolgreiches Wochenende hinter sich: So holte Herzrose nicht nur heute den Titel – mit Einzelnoten bis zu 9,5 und der Gesamtnote 8,7 – sondern siegte auch gestern schon bei der Elite-Stutenschau des Westfälischen Pferdestammbuchs. Vorgestellt wurde die Herzkönig-Casino Royale Tochter von ihrer Züchterin und Besitzerin Dancia Duen.

Auch auf Platz zwei änderte sich nichts im Vergleich zu gestern: Glücksgefühle v. Hesselteich’s Golden Dream-Don’t Worry (Z.: ZG Klüsener) erhielt in allen Teilnoten von den Richtern eine 8,0 oder besser. Sophia Spittka saß im Sattel der Palominostute. Auf dem Bronzerang landeten Christina Dufhaus und Golden Showman, ein Golden West-Sohn aus einer Noir de Luxe Mutter aus der Zucht von Roland Maier.

Die Konkurrenz der dreijährigen Hengste konnte George v. Hesselteich’s Golden Dream-Cocky Dundee (Z.: Tanja Schalkamp) für sich entscheiden. 8,65 lautete die Bewertung für den Körsieger des vergangenen Jahres und seine Reiterin Wibke Hartmann-Stommel. Nur knapp geschlagen geben musste sich der Dating AT-Rex the Robber-Sohn Date de Luxe AT (Z.: Adolf-Theo Schurf), der unter Jacqueline Schurf auf die Endote 8,5 kam. Auf dem Bronzerang reihte sich sein Halbbruder Dream Date v. Dating AT-Hesselteich’s Golden Dream (Z.: Bianca Weidner) mit seiner Besitzerin Danica Duen ein.

Westfälisches Pferdestammbuch e.V.

Westfalen-Champion der dreijährigen Ponyhengste: George v. Hesselteich’s Golden Dream unter und Wibke Hartmann-Stommel. (© Westfälisches Pferdestammbuch e.V.)

Und noch einmal Hesselteich’s Golden Dream

Die Titelträgerin der vierjährigen Reitponystuten und -wallache hört auf den Namen Glücksengelchen (Z.: Agnes Beckhoff). Auch sie stammt von Hesselteich’s Golden Dream ab, der selbst einst Westfalen-Champion war. Muttervater von Glücksengelchen ist der nicht weniger berühmte FS Don’t Worry. Und wieder war es Wibke Hartmann-Stommel, die im Sattel saß und die Stute zu der Endnote 8,35 ritt.

Damit musste die Westfalen-Championesse des vergangenen Jahres, Daily Sunshine v. Dating AT-Der feine Lord (Z.: Lissy Brinkmann-Plagge), ihrer vierbeinigen Kollegin den Vortritt lassen. Unter Zoe Sophie Nieweler erreichte die Falbstute ein glattes „Gut“ (8,0). Bronze gab es für D-Daily v. D-Day-Don’t Worry (Z: Annette Lembeck-Heßling) und Stephanie Leuenberger.

Sieben Turnierprüfungen ist der Dreidimensional I-Sohn D-Gold AT bisher in seinem Leben gelaufen. Und sieben Mal kam er mit einer goldenen Schleife nach Hause! So war D-Gold nicht nur 2018 Siegerhengst der Ponykörung in Verden, sondern gewann schon dreijährig das Westfalen-Championat der Reitponyhengste und wurde anschließend Bundeschampion. Vorgestellt von Jacqueline Schurf erhielt er heute im Schritt die Teilnoten 10,0 und 9,5 von den Richtergruppen. Mit der Gesamtnote 9,1 avancierte er somit erneut zum Westfalen-Champion bei den vierjährigen Reitponyhengsten.

Ein überaus erfolgreicher Tag für die Reitponyzucht von Adolf Theo Schurf! Denn auch den Vize-Champion stellte seine Tochter Jacqueline vor: Dating Point AT v. Dating AT-FS Don’t Worry (Z.: ZG Berendson), der mit einer 8,25  bedacht wurde. Gleich zwei vierjährige Reitponyhengste erhielten eine 8,0, somit wurde Bronze doppelt vergeben. Zum einen an Chanuh v. FS Coconut Dream-FS Pentagon (Z.: Detlev Hanemann) mit Alena Kempkens, zum anderen an Gigabyte v. Hesselteich’s Golden Dream/Chantre B (Z.: Reiner Bockholt) und Linda Boller.

Benicio und Morricone stellen Westfalen-Champions

Am Nachmittag eroberten dann die Reitpferde den Dressurplatz in Münster-Handorf. Aus der Zucht des kürzlich verstorbenen Olympia-Richters Heinz Schütte stammt die Westfalen-Championesse der dreijährigen Stuten und Wallache. Be my Ballerina v. Benicio-Fiderstep und Annika Korte erreichten die Endnote 8,75. Für den Trab der braunen Stute gab es zweimal ein glattes „Sehr gut“ (9,0).

Den Vizel-Titel gewann der von Bianca Nowag vorgestellte Rock Forever-Flanagan-Sohn Ringo Star Q (Z.: Leonhard Querdel) mit der Note 8,35. Dahinter rangierten Freddie Murcury v. Fürstenball-Samarant (Z.: ZG Fockenberg) und Dennis Georg.

Einen Vater, der wohl aktuell zu den erfolgreichsten Nachwuchsvererbern zählt, hat der Westfalen-Champion der dreijährigen Hengste: Macchiato v. Morricone-Just Perfect (Z.: Norbert van Laak). Greta Heemsoth saß im Sattel des Prämienhengstes der Westfälischen Hauptkörung 2019 und stellte ihn für die Hengststation Pape vor. Im Trab und für die Ausbildung zückten die Richter jeweils einmal die Idealnote 10,0, insgesamt kam der Dunkelbraune auf eine 9,2 – und siegte damit recht deutlich.

8,45 lautete das Endergebnis für den Vize-Champion In My Mind v. Asgard´s Ibiza/Fidermark (Z.: Franz-Georg Ottmann) und seinen Reiter Christoph Wahler. Mit Bestform (Z.: Carsten Rohleder) landete ein Benicio-Sohn auf dem dritten Rang. Mareike Mimberg ritt ihn mit der Gesamtnote 8,3 zur Bronze-Medaille.

Benicio zum Zweiten

Der ehemalige Bundeschampion der sechsjährigen Dressurpferde, Benicio v. Belissimo M, stelle auch die Siegerin bei den vierjährigen Stuten und Wallachen. Erneut war es Annika Korte, die die rot-weiße Schärpe entgegennehmen durfte, dieses Mal für Beliza. Die Stute aus einer Status Quo-Tochter (Z: ZG Woltring) überzeugte vor allem im Galopp (9,5 und 9,0). 8,7 lautete das Endergebnis für dieses Paar.

Knapp geschlagen geben mussten sich Jan-Dirk Gießelmann und der Escolar-Sandro Hit-Sohn Emporio aus der Zucht seines Vaters Heinrich Gießelmann mit der Note 8,5. Don Juan de Hus-Don Bedo, so lautet das Pedigree der Bronzemedaillengewinnerin Deflorina S (Z.: August-Wilhelm Schmale). Unter dem Sattel von Ann-Christin Wienkamp erhielt die Stute eine Endnote von 8,35.

Der Krüsterhof Hinnemann konnte sich über einen Doppelsieg im Westfalen-Championat der vierjährigen Hengste freuen. Der Titel ging an Ellis v. Escolar-Dimaggio (Z.: Walter Droege), der ebenso wie der spätere Vize-Champion von Stefanie Wolf ausgebildet wird. Für den gekörten Hengst vergaben die Richter heute die Endnote von 8,7 – wobei Ellis besonders im Schritt punkten konnte, für den er zweimal die 9,5 erhielt.

Stallkollege Belvedere DB v. Belissimo M-Danone I (Z.: Jürgen de Baey) erhielt im letzten Jahr ebenfalls ein positives Körurteil in Münster-Handorf. Heute belegte der Fuchs mit der Note 8,3 den Silberrang. Die Bronzemedaille ging mit einer Endnote von 8,05 an den Fürstenball-Quattro B-Sohn Furst Knight EDI (Z.: ZG Schulte) und Natasja van den Bongaert.

Die Kandidaten für das Bundeschampionat & weiterer Sport

Nach der Westfalen-Woche 2020 steht auch fest, welche Reitpferde- und ponys die Reise nach Warendorf antreten dürfen. Die Liste der nominierten Reitponys finden Sie hier. Außerdem können Sie hier die Liste der nominierten Reitpferde einsehen.

Gestern Nachmittag fand in Münster-Handorf zudem der Große Preis von Jaguar Landrover statt, ein S**-Springen mit Siegerrunde. Letztere konnten Philipp Weishaupt und Goldeneye mit einem komfortablen Vorsprung für sich entscheiden. Mehr als eine Sekunde nahmen die beiden Felix Haßmann und seinem Holsteiner Schimmel Carreras ab. Gerrit Nieberg und der Chacco-Blue-Sohn Chactus wurden Dritte.

Alle Ergebnisse von der Westfalen-Woche 2020 finden Sie hier.