CIC*** Luhmühlen: Pia Münker lässt alle hinter sich

Pia Münker mit Louis

(© Pia Münder mit Louis)

Nach der ersten Teilprüfung Dressur des CIC***, zugleich die Wertung der Deutschen Meisterschaft, liegen die vorderen Plätze eng beisammen. Die Führung hat die junge Nachwuchsreiterin Pia Münder übernommen.

Die 22-jährige Sportsoldatin Pia Münker hat die Stärken ihres Louis im Dressurviereck ausgespielt und ordentlich Punkte gesammelt. Der zehnjährige selbstgezogene und -ausgebildete Rheinländer lieferte eine gewohnt souveräne Runde ab und präsentierte sich durchweg in einer ansprechenden Silhouette. Hier und da gab es kleinere Unstimmigkeiten, so dass am Ende 34,6 Minuspunkte auf der Anzeigentafel standen. Damit geht das Paar wie schon zuvor in Marbach und Wiesbaden als Führende in die Geländeprüfung. „Louis war heute sehr ruhig – fast zu ruhig für mein Empfinden. An manchen Stellen passte die Abstimmung nicht ganz, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden“, resümierte Pia Münker, die in Luhmühlen ihre erste Deutsche Senioren-Meisterschaft bestreitet. Ihr hochbeiniger Fuchs ist ein sicheres Pferd im Cross, aber das Parcoursspringen ist nicht seine allergrößte Stärke. Es verspricht also, spannend zu werden – zumal Münkers Abstand zur Zweitplatzierten lediglich 2,2 Punkte beträgt. Die Neuseeländerin Jonelle Price ist der Führenden mit dem KWPN Wallach Cloud Dancer v. San Remo dicht auf den Fersen. Die Ehefrau des Luhmühlen CCI****-Siegers 2014 Tim Price hat bis jetzt 36,8 Minuspunkte auf ihrem Konto.
An dritter Stelle mit nur 0,6 Punkten mehr rangiert Andreas Ostholt, der sich mit Franco Jeas 2011 den Deutschen Meistertitel sichern konnte. In diesem Jahr sitzt er im Sattel von So is et, einem zwölfjährigen Westfalen v. Sunlight, mit dem er in der Einzelwertung der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr Platz zehn belegt hatte. In Luhmühlen geht das Paar mit 37,4 Minuspunkten ins Gelände. So is et absolvierte eine ansprechende Vorstellung mit Höhepunkten in der Galopptour. Das Rückwärtsrichten geriet etwas eilig. „Ich habe mir heute ein, zwei Fehler erlaubt“, zog Ostholt das Fazit. Aber: „Ich freue mich über den dritten Platz. Denn ich bin lieber Jäger als Gejagter.“
Peter Thomsen belegt nach der Dressur mit Barny v. Barnaul xx den vierten Platz (43,4 Minuspunkte) vor Kai Rüder auf Colani Sunrise, einem neunjährigen OS-Wallach v. Chicos Boy (46,6).
Der ***-Kurs beginnt morgen um 14.30 Uhr. Die Strecke ist anspruchsvoll und hat mehrere Klippen zu bieten. Aber der Tenor der Reiter ist einstimmig positiv. „Es gibt einige technische Abfragen, die aber fair gebaut sind. Es ist ein motivierender Kurs“, so Pia Münker und Andreas Ostholt ergänzt: „Das In-Out am Meßmer Teich ist eine eher untypische Aufgabe, die man nicht jedes Wochenende sieht. Man muss akkurat reiten, damit die Pferde die Aufgabe gut erkennen und nicht überrascht sind. Der Winkel der kleinen Hecke lädt zum Vorbeilaufen ein, ist aber gleichzeitig durch die geringe Höhe sehr fehlerverzeihend. Durch die Hecke ist es eher eine optische Absprunghilfe ins Wasser.“ Auch Jonelle Price ist angetan von dem Konzept des Kursdesigners Captain Mark Phillips. „Der Kurs ist sehr schön gebaut. Die Hindernisse sind einladend, vor allem für junge Pferde wie meinen Cloud Dancer, der hier seine erste Dreisterne- Prüfung läuft. Ich freue mich, den Kurs mit Ihm zu reiten.“

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