Tokio Test-Event: Andrew Hoy führt vor Michael Jung

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Andrew Hoy und Bloom Des Hauts Crets übernahmen beim Tokio Test-Event nach dem Gelände die Führung. (© FEI/Yusuke Nakanishi)

Das „Ready Steady Tokyo“ Test-Event ist quasi eine Art Generalprobe für die Olympischen Spiele im nächsten Jahr. Bisher läuft alles gut – auch für die deutschen Reiter.

Der Australier Andrew Hoy auf Bloom Des Hauts Crets führt beim olympischen Test-Event in Tokio nach der Geländeprüfung das Feld mit seinem Dressurergebnis (27,7) an, gefolgt von Michel Jung auf Wild Wave (28,0) v. Waterdance xx und dem Japaner Ryuozo Kitajima  auf Vick du Gisors Jra. (28,20). Peter Thomsen liegt mit dem Nekton-Sohn Nobleman auf Platz 8 (29,50). Er überschritt die Zeit (5:30 Minuten) um neun Sekunden, was ihm 3,60 Strafpunkte eintrug. Sein Bereiter, der 22-jährige Jan Matthias blieb mit Granulin v. Grafenstolz in der Zeit und liegt vor dem morgigen Springen mit seinem Dressurergebnis (32,40) auf Platz sieben. Dressursieger Yoshiaki Oiwa auf Bart fiel mit 4,8 Zeitfehlern auf Platz vier zurück (29,30).

Hoy freute sich über die Führung nach dem Gelände: „Das ist eine gute Position und wenn ich hier gewinne, bin ich glücklich für dieses Jahr. Aber ich will vor allem nächstes Jahr gewinnen! Mein Pferd ist sehr gut galoppiert und ihre Herzfrequenz und Temperatur waren sehr gut als ich angekommen bin. Die Kühleinrichtungen hier am Veranstaltungsort sind ausgezeichnet.“

Top Organisation

Die Dreisterne-Prüfung über 3025 Meter mit 20 Hindernissen sollte vor allem dazu dienen, die Bedingungen für die olympische Vielseitigkeit zu testen, besonders im Hinblick auf Wetter und Organisation. Nach der Dressur am Montag im Tokio Equestrian Park ging es einen Tag später in das Gelände auf der Halbinsel Sea Forest. Der US-amerikanische Parcourschef Derek di Grazia hat dafür vor der grandiosen Skyline von Tokio einen Geländekurs gebaut, der einerseits nichts von dem vorweg  nehmen sollte, was die Reiter im kommenden Jahr erwartet, aber doch die Organisation testete.

Die meisten der 16 Starter hatten keine Probleme mit dem Kurs, es wurde nur eine einzige  Verweigerung gezählt, sieben Reiter blieben auch in der Zeit.  Auch das Wetter schien für Reiter und Pferde, anders als befürchtet, kein Problem zu sein. Allerdings war es vormittags für Tokioter Sommerverhältnisse eher kühl, vor Beginn der Prüfung regnete es sogar ein wenig, bevor die Sonne herauskam. Als sie gegen Mittag ihre Kraft voll entfaltete, war die Prüfung bereits vorbei.

Die Organisation, zu der auch der Transport der Pferde vom und zum Equestrian Park gehörte, wurde reibungslos und professionell abgewickelt. Außer dem Gastland waren Reiter aus Australien, Deutschland und Großbritannien am Start, zahlreiche Beobachter aus aller Welt waren vor Ort um sich auf den Olympiastätten von 2020 umzusehen.

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