WM junge Vielseitigkeitspferde: Star Connection und Michael Jung sind Weltmeister

Michael Jung ist ein Meistermacher, egal ob auf Vier- oder Ein-Sterne-Niveau. Auch in diesem Jahr saß er im Sattel eines Titelträgers bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde im französischen Le Lion d’Angers. Und verpasste in der anderen Abteilung knapp das Treppchen.

Die Ein-Sterne-Langprüfung durch die die Meisterschaften der Sechsjährigen entschieden wurde, beendeten sowohl Jung und der Hannoveraner Star Connection v. Chacco-Blue-Star Regent xx als auch die anderen Medaillengewinner jeweils mit ihrem Dressurergebnis. Bei Jung und Star Connection bedeutete das 42,7 Minuspunkte aus der Dressur. Bundestrainer Hans Melzer über den neuen Weltmeister der jungen Vielseitigkeitspferde: „Star Connection ist ein Pferd mit viel Qualität, großem Springvermögen und tollem Interieur: ein Pferd mit guter Perspektive.“ Wie die aussehen könnte, hat ja jüngst Jungs Rocana bei den Sandra Auffarth und das deutsche Team UPDATE – Bilder und Zitate“ href=“https://www.st-georg.de/?p=46856″>Weltreiterspielen gezeigt, wo die einstige Jungpferde-WM-Titelträgerin Mannschaftsgold und Einzelsilber holte.

Silber ging an den KWPN-Wallach Dutch Man Retto v. Corlandro-Julio Mariner xx mit dem Australier Christopher Burton im Sattel (44,40). Die Britin Piggy French konnte sich im Sattel des Iren Cooley Dream Extreme v. Cruising-Ramiro B nach fehlerfreiem Springen vom vierten auf den Bronze-Platz vorschieben (47,10).

Für das zweitbeste deutsche Ergebnis im CCI* sorgte Michael Jungs Freundin Faye Füllgräbe im Sattel der Zangersheide-Stute Quebec v. Quick Lauro-Landioso. Mit 65,40 Minuspunkten wurden die beiden 26. Andreas Ostholt und die Westfalenstute Corvette v. Chacco-Blue-Mytens xx zogen vor dem Springen zurück.

Bei den Siebenjährigen konnte Michael Jung sich außerdem über einen vierten Platz freuen, allerdings im Sattel eines Anglo-Arabers, des Jaguar Mail-Sardana Pierre-Sohnes Takinou, der sein Dressurergebnis von 47,50 Minuspunkten ins Ziel des CCI** brachte.

Jaguar Mail, selbst Olympiateilnehmer 2008, war auch Vater des siegenden Pferdes (Mutter v. Quatar de Plape), eines weiteren Anglo-Arabers: Tenareze unter dem Franzosen Thomas Carlile, der schon 2013 siegreich gewesen war. Und auch hier blieb es bei den Minuspunkten aus der Dressur, nämlich 40,60. Genauso sah es bei den weiteren Medaillenträgern der Siebenjährigen aus. Silber holte mit 43,0 Minuspunkten Toledo de Kerser, ein mit Tom McEwen britisch berittener Selle Francais v. Diamant de Semilly-Papillon Rouge. Bronze ging an den Hannoveraner Pamero v. Perigueux-Perpignon unter der Britin Laura Collett (46,20).

Ingrid Klimke und ihre Holsteiner Stute Zilia v. Corland-Mytens xx fügten ihrem Dressurergebnis von 4,50 Minuspunkten noch vier Strafpunkte im Parcours hinzu und belegten damit Rang zwölf. Einen dahinter landete ein weiterer Holsteiner in deutschem Beritt: der Lancer II-Contender-Sohn Let’s Dance unter Marina Köhncke. Hier gab es vier Fehler zusätzlich zum Dressurergebnis von 48,70 Miesen im Gelände, nämlich für Zeitüberschreitung. Im Parcours blieb das Paar fehlerfrei. Michael Jung und Ricona, Vollschwester von bereits erwähnter Rocana aus Sachsen-Thüringischer Zucht v. Ituango xx-Carismo, hatten nach dem Cross an aussichtsreicher vierter Stelle gelegen, kassierten im Parcours aber zwölf Fehler und wurden damit 25. Bei Anna Siemer und der Holsteinerin Chloe v. Com Air-Sir Shostakovich xx fielen zwei Stangen im Parcours, Rang 27.

Mit seinem Sieg trug Tenareze maßgeblich zum Sieg der Anglo-Araber in der WM-Zuchtverbandswertung vor den Pferden aus niederländischer (KWPN) und französischer Zucht (Selle Francais) bei. Als bester deutscher Zuchtverband belegte der Verband der Züchter des Holsteiner Pferdes den vierten Platz.

Weitere Ergebnisse: www.rechenstelle.de

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