BuCha 2017: Dominy über Umwege Bundeschampion der fünfjährigen Dressurpferde

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Bundeschampion der fünfjährigen Dressurpferde 2017: Dominy v. Diamond Hit. (© Kiki Beelitz)

Aufgegeben in der Qualifikation, Platz drei im kleinen Finale und dann Bundeschampion – Dominys Weg zum Bundeschampion war alles andere als ein Durchmarsch. Aber am Ende trug er die Schärpe der fünfjährigen Dressurpferde.

Bis April dieses Jahres kannte man den in Bayern gezogenen Diamond Hit-Pour Plaisir-Sohn Dominy (Z.: Else Hermine Schnell) noch unter Lukas Fischer. Dann fand auf Wunsch der Besitzerin ein Reiterwechsel innerhalb des Bereiterteams vom Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen statt und Therese Nilshagen übernahm. Bei der Sichtung für die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde wurde Dominy zuhause gelassen. Dafür schaffte er es zum Bundeschampionat. Hier musste die schwedische Championatsreiterin in der Qualifikation auf die Wertung verzichten. „Er ist nicht gerne allein auf dem Viereck“, berichtete sie. Danach habe sie daran gearbeitet, sein Vertrauen zurück zu gewinnen. Das klappte immerhin so weit, dass die beiden sich als Drittplatzierte gerade eben noch fürs Finale der besten 15 qualifizierten.

Hier waren sie dann schon ziemlich am Anfang dran. Und überraschten mit einer blitzsauberen Runde und einer 9,0-Führung, die sie bis zum Schluss nicht abgeben sollten. Für die Reiterin war das allerdings nicht überraschend: „Schritt, Trab, Galopp sind da. Er hat super Grundgangarten und ist ganz toll zu reiten.“ Was er heute ja auch den Richtern demonstrierte. Die gaben eine 9 im Trab, eine 9,5 im Galopp, eine 8,5 im Schritt sowie jeweils eine glatte 9 in Durchlässigkeit und Gesamteindruck.

Silber für Fürst William HC

Die Silbermedaille ging an einen, der auch schon als Bundeschampion in der Abschlussparade lief: den Oldenburger Fürst William HC v. Fürst Wilhelm-Lord Sinclair aus der Zucht von Monika Stärk. Als Dreijähriger wurde er noch von Anna-Sophie Fiebelkorn geritten. Inzwischen sitzt Beatrice Buchwald in seinem Sattel. Dr. Dietrich Plewa: „Das war zweifellos eine imponierende Vorstellung. Der Trab ist locker und elastisch mit sehr viel Schulterfreiheit. Die Richter hätten sich deutlicheres Abfußen gewünscht für mehr als eine 8,5.“ Eine glatte 9 gaben sie im Galopp: „praktisch, dynamisch und besonders imponierend, wie der Untersprung im Außengalopp erhalten blieb“, so die Begründung. Eine weitere 9 gab es für den Gesamteindruck und unter dem Strich eine 8,7.

Bronze für Westfalen

Der Champion ist ein Bayer, der in Niedersachsen lebt. Der Bronzemedaillengewinner ist ein Westfale, den es nach Bayern verschlagen hat: Revenant v. Rock Forever-Sir Donnerhall. Im vergangenen Jahr war er noch Westfalenchampion und wurde anschließend über die PSI Auktion für 1,1 Millionen Euro an das Gestüt Ammerland in Bayern veräußert. Hier wird er nun von dem Münchener Rudolf Widman weiter ausgebildet. Der stellte ihn auch in Warendorf vor. Schon vorher war Revenant mit seinem sensationellen Galopp aufgefallen. Der war auch heute das Highlight: 9,5. Auch sehr gut: der Trab. Im Schritt kam der Hengst allerdings nicht über eine „ziemlich gut“, also eine 7,0 hinaus. Das konnte auch die 9 für die Durchlässigkeit nicht ausgleichen. Am Ende schlug eine 8,6 zu Buche.

Alle weiteren Ergebnisse finden Sie hier.

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