BuCha 2017: Vielseitigkeitstitel an einen Gentleman und eine Costbar-keit

BCH 2017

Sandra Auffarth und Gentleman, Bundeschampion der fünfjährigen Geländepferde 2017. (© Ronald Hogrebe)

Das Bundeschampionat der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde ging nach Hannover. Sandra Auffarths erfolgsverwöhnter Gentleman ist Champion 2017. Und bei den Sechsjährigen wurde es nach Rang drei im Vorjahr diesmal der Sieg für den Holsteiner Costbar von Marina Köhncke.

Schon nach der Dressur waren Sandra Auffarth und Gentleman mit einer 9,2 in Führung gegangen. Im Springen gab es eine 8,1 und im Gelände eine 9,5. Da das Gelände zweifach zählt, bedeutete das 19 Punkte für den Cross und 36,30 insgesamt. „Selten so einen würdigen Bundeschampion gesehen“, raunte es im Publikum. Tatsächlich überzeugte der Hannoveraner v. Grey Top-Fabriano aus der Zucht der ZG Schelhas und im Besitz des Gestüts Lichtenmoor von der ersten bis zur letzten Sekunde. Ein Champion ohne Wenn und Aber.

Die beste Geländeleistung lieferte allerdings ein Bayer: Osterglanz v. Ostermond xx-Canterbury, gezogen und im Besitz des Haupt- und Landgestüts Schwaiganger, vorgestellt von Sophie Grieger. Die ließ den schicken Dunkelbraunen nur so über den Kurs fliegen und wurde mit einer 9,7 belohnt. Fassungslos schlug sie sich die Hand vor den Mund, offensichtlich überwältigt vor Freude. Schon in der Dressur gefiel die gute Anlehnung des Wallachs. Eine 8,6 gaben die Richter hier. Die natürliche Selbsthaltung und das gute „Zur Hand hin galoppieren“ wurde auch im Busch gelobt. Zusammen mit der Springnote von 7,2 sammelte Osterglanz 35,20 Punkte und sicherte sich damit Silber.

Bronze ging an Anna Siemer und die Holsteiner Stute Deike v. Diarado-Alcatraz (Z.: Claus-Heinrich Petersen). 32,40 Punkte lautete das Endergebnis.

Marina Köhncke hat alles richtig gemacht

Im vergangenen Jahr war es Bronze gewesen für den Holsteiner Wallach Costbar v. Clarimo-Contender unter Marina Köhncke. „Weil ich mich verritten hatte und im Gelände zu langsam war“, erklärte die Schleswig-Holsteinerin. Das sollte ihr nicht noch einmal passieren! Diesmal lief es wie am Schnürchen: 8,5 in der Dressur, 8,8 im Springen, 18,4 Punkte, also eine 9,2 im Gelände, Bundeschampion mit 35,70 Punkten.

Costbar ist wie die meisten Pferde im Hause Köhncke eine Eigenproduktion. Verkauft werden soll er allerdings nicht. Deshalb gehört er inzwischen Marinas Mutter Dörthe Loheit. Seinen Namen trägt Costbar nicht umsonst. Er sei ihrem einstigen Erfolgspferd Sundance Kid unheimlich ähnlich, sagt Köhncke. Den hatte sie vor 30 Jahren zum ersten Geländechampion überhaupt gemacht. Inwiefern die beiden sich ähneln? „Beide im Kopf klar, patent und mit guten Bewegungen ausgestattet“, sagte sie und fügte lachend hinzu: „Und cool, was ich ja oft nicht bin. Das gleichen sie aus.“

Auch die Silbermedaille wurde zur Holsteiner Beute dank der Carrico-Caretino-Tochter Dajara aus der Zucht von Jennifer Bardtke, im Besitz von Jeanette von Schiller und vorgestellt von deren Sohn Georg.

Ihre zweite Medaille sicherte sich Sandra Auffarth mit dem Oldenburger Quadro Porte v. Quadros-Jape xx (Z.: Evgenia Gurfikel). Der Wallach war schon im vergangenen Jahr in Warendorf am Start gewesen, hieß damals aber noch Quadro Jape. Das habe aber niemand so richtig aussprechen können, verriet Auffarth. Darum wurde der Wallach mit der FEI-Eintragung umgetauft. Sein neuer Name hat Sinn und Zweck: „in passender Anlehnung an den Maserati Quattroporte“.

 

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