Freundlicher Auftakt zum Bundeschampionat der sechsjährigen Springpferde 2021

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(© St.Georg)

Auf dem Springplatz des Bundeschampionats bewarben sich heute 76 sechsjährige Springpferde um den Einzug ins Finale. Besonders erfolgreich: mal wieder Sophie Hinners und Richard Vogel. Die höchste Wertnote gab es allerdings für den Nachwuchs einer Buschreiterin.

Mehr als die Hälfte der 76 in der ersten Qualifikation für die sechsjährigen Springpferde angetretenen Paare blieb ohne Strafpunkte. Parcourschef Peter Schumacher hatte einen freundlichen Kurs gebaut als Einstieg in das Bundeschampionat. Gewertet wurde nach Fehler und Zeit, zusätzlich gab die Jury eine Wertnote, ein Bewertungsmodus, der sich die letzten Jahre bewährt hat, platziert wurde in zwei Abteilungen.

Am schnellsten war Ballerina unterwegs (0/62,35 Sekunden), die westfälische Schimmelstute von Balous Diamond-Cachas und Philipp Winkelhaus aus der Zucht von Lutz Gripshöver und im Besitz der Gripshöver GbR aus Werne.

Ein Schimmel auch auf dem zweiten Platz: Munin unter Sophie Hinners (0/63,7). Der Holsteiner Wallach von Mylord Carthago-Chin Chin wurde gezogen von Michael Eitel, Besitzer ist Martin Will, der Vater von David Will mit dem zusammen Sophie Hinners ja arbeitet.

Ein Holsteiner auch auf Platz drei, nämlich Cashtender mit Frederic Tillman (0/63,83). Mit Casall und Contender führt der Wallach zwei der besten Holsteiner Vererber überhaupt im vordersten Pedigree. Als Züchter zeichnet Luk van Puymbroeck verantwortlich. Besitzerin ist Tanja Bock.

Zweite Abteilung

Auch in der zweiten Abteilung siegte eine westfälische Stute, nämlich Cäthe, eine braune Tochter des Check in aus einer Lord Z-Mutter, die von Stefan Engbers vorgestellt wurde und 62,81 Sekunden für ihre strafpunktfreie Runde benötigte. Jörg Breker hat Cäthe gezüchtet, Charlotte Franke ist die Besitzerin.

Sophie Hinners hatte in dieser Prüfung drei Pferde am Start, mit Rocca R.T platzierte sie sich auch in der zweiten Abteilung auf Rang zwei (0/63,77). Rocca R.T, eine Oldenburger Stute von Diarado’s Boy-Lovis Corinth, wurde gezogen von der Zuchtgemeinschaft Richter-Irps u. Tiefenthal und ist im Besitz von Jeannine Wolf.

Mit ihrem dritten Pferd Catalina platzierte sich Sophie Hinners zudem auf Rang fünf, ein rundum erfolgreicher Tag für die Reiterin vom Team des Hofguts Dagobertshausen. Und nicht der einzige.

Denn Sophie Hinners‘ Freund, Richard Vogel, bestätigte das vom Holsteiner Verband in ihn gesetzte Vertrauen, als man ihm das Talent Crack anvertraute, den Jungstar der Holsteiner Verbandshengstriege v. Cornet Obolensky-Candillo. Vogel ritt den Schimmelhengst aus italienischer Zucht auf Platz drei (0/64,36).

Hier gratulierte Hinrich Romeike, der Vorsitzende des Verbandes der Züchter des Holsteiner Pferdes wohl besonders gern. Er war eigens angereist um in der vom Verband übernommenen Prüfung die Ehrung von Siegern und Platzierten vorzunehmen.

„Sehr gute“ Auffarth

Die schönste Runde war die von Sandra Auffarth auf dem von ihrem Vater gezogenen OS-Wallach Comcador v. Comme il faut-Duke of Hearts xx. Ein glattes „sehr gut“, 9,0, gaben die Richter der eigentlich in der Vielseitigkeit hocherfolgreichen Reiterin, die jedes Jahr auf dem Bundeschampionat auch im Springsattel ihr außergewöhnlich gutes Reiten demonstriert.

Strahlend blauer Himmel, beste Abreite- und Wettkampfbedingungen – eigentlich war alles schön in Warendorf. Wenn da nicht die mangelhafte Telefonverbindung gewesen wäre! Da Pferdeleute ja mit wenigen Ausnahmen ständig online sein müssen/wollen, ist eine Beeinträchtigung dieser Möglichkeit ein echter Stimmungskiller. Die Veranstalter haben Besserung versprochen.