Die ersten Bundeschampionatsfinalisten 2021 auf Dressur- und Reitpferdeviereck

Siegerstute Dressur Reckimedia

Die Fürstenball-Tochter Feine Bella wurde Siegerstute Dressur bei der Westfalenwoche 2020 (© Reckimedia)

Bereits gestern konnten die ersten Dressur- und Reitpferde beim Bundeschampionat 2021 auf direktem Weg in ihre Finals durchmarschieren.

In der ersten Abteilung bei den sechsjährigen Dressurpferden waren es der bislang nicht gekörte Oldenburger Hengst Fürst Finest v. Finest-Hotline (Z. u. B.: Eberhard Maurer) und sein österreichischer Reiter Heinz-Jörg Wächter, die mit 9,0 an der Spitze standen. Das war auch die Tageshöchstnote. In der Durchlässigkeit gab es eine satte 9,5 für den Rappen. Trab, Schritt und Gesamteindruck waren ebenfalls „sehr gut“, der Galopp eine 8,5.

Sieger der zweiten Abteilung wurde mit einer Endnote von 8,8 der Hannoveraner Dark Hill v. Damon Hill-Stalypso aus der Zucht von Stefan Aust und im Besitz von Maria Günther. Carina Scholz stellte den Wallach vor. Hier gab es die 9 für Trab, Galopp und Gesamteindruck sowie die 8,5 für Schritt und Durchlässigkeit.

Die dritthöchste Note lautete 8,7 und wurde zweimal vergeben an die jeweils Zweitplatzierten der beiden Abteilungen. Das war zum einen der Holsteiner Wallach Quiraz v. Quaterback-Carpaccio, gezogen von Anja Nygaard, im Besitz von Niclas von Holdt und vorgestellt von Markus von Holdt. Seine Einzelnoten: Trab und Schritt 9, Galopp 8, Durchlässigkeit und Gesamteindruck 8,5. Nummer zwei mit 8,7 war ein weiterer Finest-Nachkomme, der Hannoveraner Famous K aus einer Mutter v. Londonderry (Z.: Martina Knetsch, B.: Heike Kramer). Hier saß Leonie Richter im Sattel und konnte sich über die 9 für Trab, Schritt und Gesamteindruck freuen sowie über eine 8,5 im Galopp und die 8 in der Durchlässigkeit.

Die weißen Schleifen in den beiden Abteilungen gingen an zwei Pferde mit der Endnote 8,6. In Abteilung eins war das die von Sandra Kötter vorgestellte Hannoveraner Fürstenball-Farewell III-Tochter Feingefühl aus der Zucht und im Besitz von Gaby Heye-Hammerlage. Feingefühl kennt es bereits, eine Bundeschampionatsschärpe zu tragen. Die Stute war dreijährig Reitpferdechampionesse gewesen.

8,6 Nummer zwei war der in der Lewitz gezogene Oldenburger Hengst Fürst Kennedy v. Fürsten-Look-Don Kennedy unter seinem portugiesischen Besitzer Joao Moreira. Auch er war schon im vergangenen Jahr in Warendorf am Start gewesen.

Auf direktem Weg erreichten das Finale alle Pferde mit einer Wertnote von 8,3 und besser. Über das kleine Finale konnten sich heute zusätzlich sechs Pferde qualifizieren. Eigentlich kommen die besten drei weiter. Aber bei Wertnotengleichheit auf dem „letzten“ Qualifikationsplatz dürfen alle an der Entscheidung teilnehmen.

In diesem Fall gab es nicht nur vier dritte Plätze mit jeweils 8,1, sondern auch einen geteilten ersten Rang mit je 8,2. Die goldenen Schleifen gingen an den DSP-Wallach Sheldon Cooper v. Sezuan-Rosenstein (Z.: Enrico Schöbel) mit seiner Besitzerin Carina Harnisch im Sattel und an den Hannoveraner Fortunity S v. Franziskus-Weltmeyer (Z.: Karin Storkamp, B.: Barbara Welding) und Nuno Palma e Santos.

Die vier Pferde mit jeweils 8,1 waren Kira Wegmanns Westfalen-Stute Scarlett O’Hara v. Scuderia-Laurentianer (Z. u. B.: Winfried Albers), die Rheinländerin Vanity Fair v. Vivaldi-Sandro Hit (Z.: ZG Wencek, B.: Rhenania Pferde GmbH) mit Stefanie Wolf, der Hannoveraner For Sure v. Finest-De Niro (Z.: Günter Lindwehr, B.: Barbara Welding) mit Antonia Christine Palma e Santos und Beatrice Hoffrogge auf dem Oldenburger Sporttestsieger Gaitano v. Goldberg-Rohdiamant (Z.: Heiko Meinen, B.: Keo Pty Ltd.).

Reitpferde

Bei den Reitpferden waren es die vierjährigen Stuten und Wallache, die bereits gestern ihre Chance auf den Finaleinzug bekommen hatten. Hier hat die Westfalen-Stute Feine Bella die Vorschusslorbeeren, mit denen sie nach Warendorf gekommen war, bestätigt.

Dreijährig wurde die Fürstenball-Bordeux-Tochter aus der Zucht und im Besitz der ZG Artmeier, Becker, Delling, Wiebbeck Siegerstute in Westfalen. Jüngst folgte der Titel der Westfalen-Championesse in Münster-Handorf, hier wie jetzt auch in Warendorf vorgestellt von Wiebke Hartmann-Stommel. Dreijährig war die Dunkelbraune turniermäßig nicht vorgestellt worden.

Gestern in Warendorf überzeugte Feine Belle die Richter Peter Mannheims, Carsten Munk und Gerd Sickinger auf ganzer Linie: 9 im Trab, 10 im Galopp, 9,5 im Schritt, 9,5 für den Ausbildungsstand, ebenso wie für das Gebäude.

Platz zwei sicherte sich ein Paar, das auf dem Warendorfer Reitpferdeviereck im vergangenen Jahr die Schärpe holte und auch dieses Jahr bereits mit dem Titel der Verbandschampions in der Tasche angereist war: der Hannoveraner Wallach Rock Festival unter seiner Züchterin und Besitzerin Joline Durand. Bei ihm summierten sich die 9 für Trab, Galopp und Ausbildungsstand, die 9,5 im Schritt und die 8,5 fürs Gebäude zu einem glatten „Sehr gut“.

Rang drei ging an die erfolgreiche U21-Championatsreiterin Luca Sophia Collin auf der Oldenburger Stute Verona Diamond v. Vivaldi-Don Diamond, gezogen von Ann Christin Alberding im Besitz von Horst Collin. Beim Oldenburger Landeschampionat hatte das Paar die Silbermedaille gewonnen, diesmal sießen sie das Rasteder Siegerpaar (First Date und Veronika Steinhof) hinter sich mit einer 8,8 als Endnote, die sich zusammensetzte aus 9,0 für Trab, Galopp und Gebäude zusammen mit jeweils 8,5 für Schritt und Ausbildung.

Die in Rastede ebenfalls mit Silber dekorierte Mon Amour v. Morricone-Sandro Hit (Z. u. B.: Günter Lüschen) musste sich unter Uwe Stradtmann um einen zehntel Punkt geschlagen geben, Rang vier. Alle drei Grundgangarten wurden mit 9 bewertet, das Gebäude ebenfalls mit 8,5. Den Ausschlag gab die 8,0 im Bereich Ausbildung.

Die Stute, die in Rastede beide geschlagen hatte und im vergangenen Jahr die Silbermedaillen in Warendorf gewonnen hatte, First Date v. For Dance-Weltmeyer (Z. u. B.: Dr. Hans-Hermann Lagershausen), wurde gestern Fünfte mit 8,5. Im Sattel saß wie eh und je Veronika Steinhof.

Noch ein weiteres Pferd wurde mit der roten Schleife bedacht: die Hannoveraner Benicio-Sandro Hit-Tochter Bea (Z.: Iris Borchers, B.: Cornelia Koopmann) mit Malin Weiß im Sattel.

Fürs Finale qualifiziert haben sich außerdem der Hannoveraner Wallach Final Dream v. Franziskus-Weltmeyer (Z.: Karin Storkamp, B.: Anke Dieckell) unter Kira Goerens-Ripphoff (8,4) und der ebenfalls hannoversch gezogene Lord Legend v. Libertad-Baroncelli (Z.: Rita Twiedy, B.: Firma Horsesale 24 GmbH/H. Brinkmann) unter Sabrina Geßmann (8,3).

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