Münster: Die ersten Trakehner Champions und 37.000 Euro Preisspitze bei der Fohlenauktion

Anmerkung 2020-07-25 234305

Statt in Hannover zum Bundesturnier treffen die besten Trakehner Jungpferde dieses Wochenende in Münster-Handorf aufeinander, wo auch die alljährliche Fohlenauktion stattfand. Die schloss mit dem besten Ergebnis ihrer 16-jährigen Geschichte ab. Vorher wurden die ersten Champions heute im Busch und auf dem Viereck gekürt.

Beim Trakehner Geländepferdechampionat gab es einen Favoritensieg durch Isselhook’s First Sight v. Lossow (Z.: Simone Lindemeir-Trippel), dem Bundeschampion der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde von 2019. Mit Sophie Leube im Sattel überzeugte er die Richter (fast) auf ganzer Linie, so dass er auf eine 9,5 kam.

Zweitbestes Pferd war der Hannoveraner Royal Breakfast v. Royaldik unter Arne Bergendahl mit 8,8. Zweitbester Trakehner und Fünfter der Prüfung war mit einer 8,5 der Sixtus-Sohn Skyjacker, den ebenfalls Sophie Leube vorstellte. Er kam auf dem Gestüt Hörstein zur Welt und gehört inzwischen Marion Drache.

Zweimal Herbstkönig auf dem Viereck

Wie groß der Verlust des viel zu früh eingegangenen Dressurvererbers Herbstkönig ist, zeigte sich heute einmal mehr beim Trakehner Dressurpferdechampionat. Andrea Timpe und der sechsjährige Herbstkönig-Sohn Donaumond aus der Zucht von Burkhard Wahler gewannen sowohl die Dressurpferdeprüfung Klasse L (8,5) als auch die der Klasse M (8,4). Dabei überzeugte der Wallach besonders im Schritt, wo er erst eine 9,0, dann eine 9,5 erhielt.

Platz zwei in der Dressurprüfung Klasse M ging an einen weiteren Herbstkönig-Sohn aus der Wahler’schen Zucht: Donaustern, der eine Donauwalzer-Mutter hat und mit Katrin Hansen im Sattel eine 8,1 erhielt. In der Dressurpferdeprüfung Klasse L war er mit 7,7 Sechster gewesen.

Freiherr von Stein stellt Preisspitze

Heute Abend wurden dann die Trakehner Fohlen versteigert, und zwar wie ja inzwischen fast schon üblich über eine Hybridauktion, bei der sowohl online als auch live vor Ort geboten werden konnte.

Das teuerste Fohlen brachte schließlich 37.000 Euro. Es handelte sich um einen Sohn des Moritzburger Bundeschampionats-Dritten Freiherr von Stein aus einer Mutter v. Herakles. Züchterin und Ausstellerin war Ines Eisold. Die Mutter des schwarzbraunen Hengstfohlens ist eine Schwester zum prämierten Kwahu.

Apropos Kwahu – der ist der Vater des mit 29.000 Euro zweitteuersten Fohlens, des Hengstfohlens Top Secret (Mutter v. Cadeau) aus der Zucht der Familie Gellhaar.

Den dritthöchsten Preis von 20.000 Euro erzielte die Scheckstute Praise Me, die vom Leistungsprüfungssieger High Motion abstammt (Mutter v. Insterburg), und die Petra Grunert ausgestellt hatte.

Drei Fohlen wurden nicht angeliefert, die aufgetriebenen Fohlen wurden alle versteigert. Am Ende stand ein Durchschnittspreis von 14.470 Euro zu Buche. So teuer waren Trakehner Fohlen beim Bundesturnier noch nie.

Die gesamte Kollektion mit Fotos, Videos, Beschreibungen der Fohlen und den Einzelpreisen finden Sie hier.


In einer früheren Version hatte es geheißen, drei Fohlen hätten kein Gebot bekommen. Diese drei Fohlen waren schon im Vorfeld der Auktion ausgefallen. Wie haben den Artikel entsprechend korrigiert.

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