Verden: Hannoveraner Elite-Auktion mit neuem Format teurer Luftwaffe

Die Hannoveraner Elite-Auktion im Herbst folgte dieses Jahr erstmals einem etwas anderen Ablauf als gewohnt. Anders war auch, dass nicht wie meistens ein Dressurtalent das meiste Geld brachte, sondern ein Springpferd mit bezeichnendem Namen.

Erstmals gab es im Rahmen der Hannoveraner Elite-Auktion im Herbst zweijährige Kör-Aspiranten im Angebot. Auch neu: Statt des Gala-Abends wurde der Freitag Abend mit einer „Fohlen-Gala“ begangen, bei der nicht nur die jüngsten Hannoveraner unter den Hammer kamen, sondern auch ein buntes Showprogramm geboten wurde.

Fohlen

Teuerstes Fohlen war Grey Fantasy v. Grey Flanell-Foundation aus der Zucht der Familie Baumgartner in Kamern. Für 19.000 Euro wurde Grey Fantasy an einen dänischen Hengsthalter verkauft.

Der Busch soll die neue Heimat des zweitteuersten Fohlens werden, des 12.000 Euro teuren California Dreaming, den Wolfgang Lutz in Langwedel gezogen hatte. California Dreaming ist ein Sohn des Contendro aus der Havanna v. Heraldik xx-Ramiro-Sandro.

Dass diese Anpaarung im Vielseitigkeitssport ganz groß rauskommen kann, beweist schon der große Bruder des Fohlens, Julia Krajewskis Chipmunk. Der inzwischen Drei-Sterne-siegreiche Wallach fand einst über das Bundeschampionat den Weg in den großen Sport – dessen Züchter ist allerdings die Familie Meyer-Kulenkampff.

66 Fohlen waren angeboten worden, 63 erhielten einen Zuschlag. Der Durchschnittspreis lag bei 6267 Euro.

Reitpferde

Luftwaffe heißt das Spitzenpferd unter den Reitpferden, und wie der Name schon sagt, ist die Lord Pezi-Stolzenberg-Tochter aus der Zucht von Manfred Schäfer in Vechelde im Parcours zuhause. Die bereits sechsjährige Stute war Kunden aus England 240.000 Euro wert. Sie kann bereits auf mehrere Platzierungen in Springpferdeprüfungen verweisen.

Bestbezahltes Dressurtalent war ein Rheinländer, der dreijährige Hengst Elitär, mal wieder ein viel versprechender Sohn von Hubertus Schmidts Escolar aus einer Mutter v. De Niro. Züchterin ist Ulla Katzorke in Essen, Aussteller war die Gut Gerkenhof GmbH. Nordrhein-Westfalen ist die erste und auch die neue Heimat des Hengstes, denn er wechselte für 190.000 Euro in einen westfälischen Dressurstall. Er war bereits mehrfach in Reitpferdeprüfungen platziert und außerdem qualifiziert fürs Bundeschampionat.

Ebenfalls sechsstellig kostete der fünfjährige Don Easy v. Don Frederico-Rubinstein. Züchterin Dagmar Meyer aus Edemissen konnte sich über einen Zuschlagspreis von 120.000 Euro für ihr Pferd freuen, die Kunden aus Frankreich geboten haben. Auch Don Easy kann auf Siege in Dressurpferdeprüfungen der Klassen A und L verweisen und war qualifiziert fürs Bundeschampionat.

Unter den Dressurofferten war auch der vierjährige gekörte Blackstage. Er kannte die Niedersachsenhalle bereits vom Sporttest für Hengste, den er dort im Frühjahr mit einer Endnote von 7,82 abgelegt hatte. Der schicke Rappe v. Bon Bravour-Ferro-Hohenstein (Z.: Hans-Werner Klindworth, Ahlerstedt) brachte seiner Ausstellerin Gabriele Heemsoth, Verden, 80.000 Euro ein. Blackstage wurde ins Ausland verkauft.

Insgesamt wurden 76 Reitpferde angeboten und für durchschnittlich 34.947 Euro verkauft.

Junghengste

Eine Premiere war die Auktion für zweijährige Hengste. Als erstes Spitzenpferd dieser Kategorie wird der 38.000 Euro teure Firenze in die Annalen eingehen. Züchter Konrad Böth in Weimar hatte seine Ricardos-Wolkenstein-Tochter Ronja mit Finest angepaart. Heraus kam jener Braune, der nun in Frankreich seinen Hafer frisst.

Er steuerte den Löwenanteil zu den 17.077 Euro Durchschnittspreis für die zweijährigen Hengste bei. 26 Youngster waren angeboten und auch alle verkauft worden.

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