London: Deußer holt letzten Sieg 2016 in der Olympia Hall

London International Horse Show 2016

Sieger im Olympia Grand Prix 2016: Daniel Deusser und Equita van't Zorgvliet. (© London International Horse Show)

Die London International Horse Show 2016 schloss gestern mit dem Olympia Grand Prix und einem Sieg für Daniel Deußer. Der blickt auf ein rundum erfolgreiches Wochenende zurück.

Neben dem Abschluss- hatte Deußer nämlich auch schon das Eröffnungsspringen für sich entscheiden können, die Santa Stakes. Bei seinem Sieg gestern Abend saß er im Sattel seines neues Superstars, der zwölfjährigen belgischen Cassini-Tochter Equita van’t Zorgvliet, Siegerin unter anderem im Großen Preis von Lyon und der Longines Masters-Etappe für Los Angeles.

Nur sechs Paare hatten das Stechen erreicht und nur zwei blieben hier zum zweiten Mal strafpunktfrei. Das eines waren Daniel Deußer und Equita. 45,67 Sekunden reichten für einen ungefährdeten Sieg, der mit 27.500 Euro Preisgeld belohnt wurde. Da heranzukommen, war gar nicht so einfach, sagt Daniel Deußer, der als letzter Reiter ins Stechen ging und so die Fehler seiner Kollegen analysieren konnte: „Ich hatte viel Zeit um nachzudenken und ich wusste genau, was ich zu tun hatte“, berichtete der Olympia-Bronzemedaillengewinner. Und er verriet: „Ich denke, es war eine schwierige Prüfung. Die Hindernisse kamen schnell und der Stechparcours war schwierig, genau wie am Vortag im Weltcup.“

Tops-Alexander und zwei Drittplatzierte

Platz zwei ging an die Australierin Edwina Tops-Alexander auf der neunjährigen KWPN-Stute California v. L’Esprit. Die Ehefrau von Global Champions Tour-Macher und Luxuspferdehändler Jan Tops sitzt erst seit rund einem Monat im Sattel der Stute. Vorher ging sie unter dem Ägypter Abdel Said, der einige sehr gute Erfolge mit ihr hatte. Tops-Alexander legte ihren Stechparcours auf Sicherheit an, blieb fehlerfrei, gab Daniel Deußer aber eine definitiv zu schlagende Zeit von 48,42 Sekunden vor. Was Berechnung war, wie Tops-Alexander hinterher erklärte: „Meine Stute ist erst neunjährig und dies erst ihr viertes oder fünftes Hallenturnier. Und hier gibt es eine Menge, mit dem man klar kommen muss – die enge Halle, die herunter fallenden Schneeflocken etc. Es war ein wirklich technischer Parcours, nicht so hoch, aber technisch.“

Rang drei teilten sich zwei Paare mit der jeweils schnellsten Vier-Fehler-Runde von 40,83 Sekunden: Scott Brash (GBR) und Hello Guv’nor (v. Diamant de Semilly) sowie Steve Guerdat mit seinem Weltcup-Sieger Corbinian (v. Cornet Obolensky).

Ehning und die weiteren Deutschen

Zwei Paare auf Rang drei, das bedeutete für Marcus Ehning Platz fünf. Sein zehnjähriger Belgier Gin Chin van het Lindenhof v. Chin Chin leistete sich zwei Abwürfe im Stechen. Die einzige weitere Reiterin im Stechen war die US-Amazone Laura Kraut im Sattel der ebenfalls erst neunjährigen KWPN-Stute Cavalia v. Vingino. Hier fielen drei Stangen.

Guido Klatte Jr. und der OS-Wallach Qinghai v. Quidam de Revel kamen mit zwei Abwürfen aus dem ersten Umlauf. Ebenso erging es Guidos bestem Freund Maurice Tebbel auf dem westfälischen Chacco Blue-Sohn Chacco’s Son. Für Philipp Weishaupt und der Zangersheider Carvagio Z v. Caritano kassierten zwölf Strafpunkte.

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