Balve: Comeback von Dressurpferde-Weltmeister Lordswood Dancing Diamond unter Dorothee Schneider

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Lordswood Dancing Diamond und Anne-Kathrin Pohlmeier nachdem sie 2017 Weltmeister der jungen Dressurpferde in Ermelo wurden. (© Toffi)

Ehe heute Nachmittag der Grand Prix für die Deutschen Meisterschaften in Balve ansteht, haben die Kandidaten für den Nürnberger Burg-Pokal heute das Turnier auf Schloss Wocklum eröffnet. Da gab es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten.

Der jetzt neunjährige Hannoveraner Wallach Lordswood Dancing Diamond stand auf der Starterliste. Der Dancier-Wolkenstein II-Sohn aus der Zucht von Heinrich Ebeling war 2016 Bundeschampion der fünfjährigen Dressurpferde und ein Jahr später wurde er zum Weltmeister der sechsjährigen Dressurpferde gekürt. Damals wurde er von Anne-Kathrin Pohlmeier vorgestellt, die ihn seit dreijährig unter dem Sattel hatte,.

Nach der WM wurde der Wallach an die Familie Rehnig verkauft. Tamara Rehnig, die in wenigen Tagen 28 wird, ist mit zwei Pferden erfolgreich bis Grand Prix geritten: dem Holsteiner De Chirico und dem Hannoveraner Liostro. Letzterer wurde einst mit Ingrid Klimke bekannt. Mit Dancing Diamond war Tamara Rehnig ein Jahr nach der WM einmal Zweite in einer Dressurprüfung Klasse M*. Danach hörte man zwei Jahre nichts mehr von dem Rappen. Bis heute.

Heute ging Dancing Diamond sein erstes Turnier seit September 2018 mit einer neuen Reiterin: Dorothee Schneider. Mit 71,829 Prozent belegte das Paar Rang vier in der Einlaufprüfung für den Nürnberger Burg-Pokal. Sieger wurde mit 74,098 Prozent Marcus Hermes auf dem achtjährigen KWPN-Wallach Hugo FH (für Freiberger Hof), gefolgt von Carina Bachmann auf Quadrophenia (73,244) und Hubertus Schmidt mit Vainqueur (72,049).

„Ein Ausnahmepferd!“

Im Gespräch mit St.GEORG online berichtete Dorothee Schneider, wie es kommt, dass sie Dancing Diamond nun unter dem Sattel hat: „Tamara reitet seit einem Jahr bei mir. Sie ist momentan mit ihrem Jura-Studium sehr eingespannt. Darum hat sie mich gefragt, ob ich ihn nicht vorstellen könnte.“

Grundsätzlich bilden Dorothee Schneider und Tamara Rehnig den Rappen aber zusammen aus. Schneider hält ganz viel von dem Wallach: „Dieses Pferd ist sehr besonders!“, schwärmt sie. Mit seinen „drei Ausnahme-Grundgangarten“, sei er ihr schon fünf- und sechsjährig bei der WM aufgefallen. „Und dann kam dieses Pferd auf einmal zu mir in den Stall, und ich dachte: Wie cool!“

Heute ist sie überzeugter denn je von Dancing Diamond. Allerdings sei er heute noch recht aufgeregt gewesen. „Es war der erste Turnierstart nach einer langen Pause für ihn. Da kam schon noch Spannung auf. Er hielt sich in der Oberlinie etwas fest und trat nicht mehr an den Zügel heran. Die Rückentätigkeit in die Hand hinein muss er nun noch mit in die Prüfung nehmen.“

Und dann? „Mal gucken! Piaffe und Passage sind kein Problem für ihn!“, betont Schneider.

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