Bolesworth: Knapp 80 Prozent im Grand Prix für Charlotte Dujardin, Wiedersehen mit Daytona Platinum

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Charlotte Dujardin und Mount St. John Freestyle, Sieger des Grand Prix beim Bolesworth International. (© Bolesworth International)

Bolesworth International ist ein Turnier in England, bei dem alles an den Start geht, was dort Rang und Namen hat. So auch Olympiasiegerin Charlotte Dujardin und ihr Mentor Carl Hester mit ihren designierten WM-Pferden. Die haben abgesahnt, nicht nur in den Hauptprüfungen.

Charlotte Dujardin gewann den Grand Prix im Sattel ihrer neunjährigen Hannoveraner Fidermark-Tochter Mount St. John Freestyle mit 79,652 Prozent vor internationaler Richterschaft. Für die Piaffen erhielt die Stute Bewertungen von 7,5 bis 9, für die Passage von 8 bis 9. Auch im starken Trab erhielt sie mehrfach ein glattes Sehr gut. Nicht ganz so hoch waren die Bewertungen im Galopp, wo sie zudem Fehler in den Einerwechseln hatten, die im Grand Prix ja auch doppelt zählen.

Mount St. John Freestyle geht ihre erste Grand Prix-Saison. Bislang ist sie ungeschlagen, nicht nur daheim in England, sondern auch bei ihrem ersten Auftritt auf großem Viereck auf dem Kontinent, in Zeeland.

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Platz zwei ging an Carl Hester und seinen wahrscheinlichen WM-Partner Hawtins Delicato v. Diamond Hit. Sie kamen auf stolze 77,127 Prozent – unter anderem dank Neunen in der zweiten Piaffe und überhaupt hohen Noten in der Trabtour. Luft nach oben ist z.B. noch in den Pirouetten.

Dritter wurde Gareth Hughes im Sattel der KWPN-Stute Classic Briolinca v. Trento B (74,435) vor Kasselmann-Bereiter Emile Faurie auf dem ehemaligen PSI-Auktionspferd Dono Di Maggio, mit dem er bei den Aachen Dressage Days schon einen guten Eindruck hinterlassen hatte. In Bolesworth gab es 73,522 Prozent. Fiona Bigwood war mit dem Dänen Kjaerholm’s Abutsiaq als Fünfte mit 71 Prozent ebenfalls noch im Geld.

Zwei andere Championatsreiter aus Großbritannien konnten nicht in die Entscheidungen eingreifen: Richard Davison auf Bubblingh, der mit 70,174 Prozent aus dem Viereck kam, und Michael George Eilberg, der Marakov 69,50 Prozent erhielt.

Dujardin auch mit dem Nachwuchs nicht zu schlagen

Wenn Charlotte Dujardin daheim reitet, gewinnt sie in der Regel auch. Das ist in Bolesworth nicht anders. Die Generation hinter ihrem neuen Toppferd Freestyle ist die Schimmelstute Florentina v. Vivaldi. Mit ihr gewann sie Prix St. Georges (75,235) und Intermédiaire I Kür (80,375).

Im Prix St. Georges war sie mit der AES-Stute River Rise Escarla zudem Zweite (72,647). In der Kür gingen sie nicht an den Start.

Auch die Prüfungen für die Sechs- und Siebenjährigen gingen in den Ausbildungsstall Hester/Dujardin. Bei den Sechsjährigen ritt Dujardin Hawtins San Floriana v. San Amour zum Sieg mit einer 8,62 im Durchschnitt. Bei den Siebenjährigen war es die AES-Stute River Rise Nisa, eine Halbschwester von Valegro, weil auch von Negro abstammend. Sie kam auf  eine 7,97 im Durchschnitt.

Platz zwei in dieser Prüfung ging an einen alten Bekannten aus Deutschland, den Oldenburger Dante Weltino-Sohn Daytona Platinum mit Fiona Bigwood im Sattel und 7,6915 auf der Anzeigentafel.

Der langbeinige Wallach hatte mit Lukas Fischer im Sattel in Warendorf die Qualifikation fürs Bundeschampionatsfinale gewonnen, war im Finale selbst dann aber ein bisschen müde gewesen. Doch seine Qualität war offensichtlich und auch seiner jetzigen Reiterin aufgefallen, die ihn dann erworben hat.

Er ließ Charlotte Dujardin mit ihrem zweiten Pferd hinter sich, der Stute Mount St. John VIP. Die Oldenburger Vivaldi-Tochter ist eine Halbschwester zum einstigen Oldenburger Siegerhengst und als Deckhengst hoch begehrten Fürstenball. Sie haben dieselbe Mutter: Maradonna v. Donnerhall-Classiker.

Alle Ergebnisse aus Bolesworth finden Sie hier.

 

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