Fritzens: Isabell Werth und Bella Rose machen’s noch mal

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Grand Prix Sieger in Fritzens 2019: Isabell Werth und Bella Rose. (© Schreiner)

Genau ein Jahr nach Bella Roses glanzvollem Comeback beim CDI4* in Fritzens, Tirol, siegten Isabell Werth und die Belissimo-Tochter erneut auf dem Schindlhof.

Isabell Werth erklärte nach ihrem Siegesritt mit Bella Rose: „Nachdem großartigen und sehr berührenden Comeback im letzten Jahr auf dem Schindlhof war es ganz klar, dass ich mit Bella Rose hierher immer wieder kommen werde. Ich bin sehr glücklich, wie sie heute gegangen ist und mit 82,957 Prozent sind es auch deutlich ein paar Prozentpunkte mehr als im letzten Jahr. Ich denke, es ist ein guter Weg für Bella Rose von der DM in Balve über Fritzens nach Aachen und Rotterdam“, so die strahlende Siegerin, die mit der eleganten, 15-jährigen Westfalen-Stute einen Ritt wie aus einem Guss hinlegte.

Glückwünsche durfte Pferdebesitzerin Madeleine Winter-Schulze nicht nur zum Erfolg ihrer Stute entgegennehmen, sondern ebenso zu ihrem Geburtstag, den sie gemein hat mit Wilhelm Holkenbrink, dem Besitzer von Ingrid Klimkes Franziskus – der es Bella Rose gleich tat und seinem Chef einen weiteren Grund zu feiern gab.

Ingrid Klimke begeistert

Mit dem elfjährigen Hannoveraner Hengst von Fidertanz-Alabaster freute sich Ingrid Klimke bei ihrem ersten Start auf dem Schindlhof über Platz vier (74,804).

„Turnierveranstalter und Hausherr Klaus Haim hatte mich schon im vergangenen Jahr eingeladen. Dieses Mal hat es zeitlich gut gepasst und ich kann Fritzens als Vorbereitung auf Aachen nutzen, wo ich auch gerne mit Franziskus an den Start gehen möchte. Außerdem hat Bundestrainerin Monica Theodorescu gemeint, sie würde Franziskus gerne in einem Special sehen“, so die Kürsiegerin vom Wiesbadener Pfingstturnier, die während der Deutschen Dressur-Meisterschaft in Balve Deutsche Vize-Meisterin in der Vielseitigkeit in Luhmühlen geworden war.

„Ich bin super zufrieden mit Franziskus und  freue mich auf den Special am Sonntag. Und“, so die mehrfache Vielseitigkeits-Olympiasiegerin weiter, „jetzt, wo ich zum ersten Mal hier bin, finde ich es total schade, dass ich nicht schon früher gekommen bin. Das ist das Turnier mit der schönsten Ambiente und Kulisse, das ich überhaupt kenne. Ich bin richtig glücklich und zufrieden mit allem, mit Pferd, Ritt und Turnier.“

Die weiteren Platzierten

Schreiner

Einen verdienten großen Erfolg feierten Lisa Müller und Stand by me in Fritzens. (© Schreiner)

Lange Zeit geführt im zwanzigköpfigen Starterfeld hatte Lisa Müller mit dem zwölfjährigen Oldenburger Stand by me v. Stedinger nach einer wirklich gelungenen Runde mit elastischer, ausdrucksvoller und fleißiger Piaffe-Passage-Tour. Am Ende wurden ihre 75,478 Prozent nur noch von der letzten Starterin, ihrer Trainerin Isabell Werth, übertroffen.

Dritte wurde die in Deutschland lebende Irin Judy Reynolds mit dem trotz seiner 17 Jahre topfitten Jazz-Sohn Vancouver (75,00). Während Judy Reynolds schon seit Anbeginn der internationalen Dressurturniere zum Stammgast auf dem Schindlhof der Familie Haim-Swarovski zählt, gab der mit Abegglen fünftplazierte Marcus Hermes (73,37) in diesem Jahr ebenfalls sein Debüt in den Tiroler Alpen.

Nicht ganz ihr Tag war es heute für Dorothee Schneider, dieses Mal mit der bildhübschen DSP Pathetique. Leider wollte das Herausreiten aus einer geradezu lehrbuchhaften, zweiten Piaffe gar nicht gelingen und kostete viele Punkte und noch teurer sollten die versprungenen Einer-Wechsel werden. Am Ende Platz sechs (71,783) für das Paar aus Rheinland-Pfalz vor dem Münchner Ferdinand Csaki mit Stevie Wonder M (71,696).

Am Samstag setzt sich das Turnier mit der Intermediaire I am Morgen um 8.30 Uhr fort, gefolgt um 13.30 Uhr vom Grand Prix der Kür-Tour. Weitere Informationen und Starter- und Ergebnislisten auf www.schindlhof.at.

Birgit Popp

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