Wiesbaden: Ingrid Klimke und Franziskus knacken 80 Prozent-Marke

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Franziskus und Ingrid Klimke, hier bei Horses and Dreams 2018, kamen heute in Wiesbaden erstmals auf 80 Prozent in der Kür. (© www.toffi-images.de)

Ingrid Klimke und Franziskus verzauberten heute beim Pfingstturnier in Wiesbaden zu später Stunde das Publikum. Der zweite Platz ging an Sönke Rothenberger mit einem vielversprechenden Nachwuchspferd. Den Grand Prix am Vormittag hatte sich einmal mehr Isabell Werth sichern können.

Als Ingrid Klimke und Franziskus um kurz vor 23 Uhr ihre Kür beim Wiesbadener Pfingstturnier präsentierten, gab es gleich zweierlei Anlass für Gänsehaut: Zum einen, weil der dunkelbraune Hengst sich nach seinem Sieg in Grand Prix erneut in bester Form zeigte, zum anderen, weil die einmalige Kulisse vor dem Schloss Biebrich für ein tolles Ambiente sorgte.

Zu spanischer Popmusik tanzte Franziskus durch das Viereck, das auch spät am Abend noch von zahlreichen Zuschauern umsäumt war. „I can be your hero“ schmachtete Enrique Iglesias in der Schritttour aus den Boxen – und ein Held war Franziskus für seine Reiterin heute tatsächlich. Ganz konzentriert, mit tollen Höhepunkten in den Verstärkungen, zeigte sich der Fidertanz-Sohn. Der Lohn: Großer Applaus vom Publikum und 80,68 Prozent von den Richtern. Das war nicht nur der erste Platz, sondern auch das bisher beste Kür-Ergebnis für das Paar. „Es hat richtig Laune gemacht! Ich hatte das Gefühl, dass Franziskus es richtig genossen hat, dass es so mucksmäuschenstill war und nach der Musik gelauscht hat“, freute sich Klimke direkt nach ihrem Ritt.

Auch für Sönke Rothenberger gab es nach seinem Auftritt mit Santiano Anlass zum Jubel. Die Prüfungen mit Piaffe und Passage, die der elegante San Amour-Sohn bisher in seinem Leben absolviert hat, lassen sich noch an einer Hand abzählen. Umso beeindruckender, wie sicher er heute schon eben diese Höchstschwierigkeiten absolvierte. Begleitet von Kastagnetten-Klängen, piaffierte und passagierte Santiano wie ein Uhrwerk. „Er hat mir ein gutes Gefühl gegeben und ich bin sehr zufrieden, dass er das so gemeistert hat“, sagte Rothenberger im Anschluss. 80,04 Prozent bewiesen: Das ist ein Pferd für die Zukunft.

Für Partystimmung im Viereck sorgte die vorletzte Starterin, Anja Plönzke mit Tannenhof’s Fahrenheit. Zum Song „Achterbahn“ von Helene Fischer begann und endete das Paar seine Kür. Dazwischen ging es mit „Call on me“ von Eric Prydz und „Stole The Show“ von Kygo ähnlich tanzbar weiter. Übergänge zwischen Einer- und Zweierwechseln und weitere Schwierigkeiten gelangen den beiden schon recht sicher. „Das war eine neue Kür, die wir noch ein bisschen ausfeilen müssen. Aber ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg“, so Plönzke. 76,730 Prozent, Platz drei.

Werth gewinnt Grand Prix

Im Grand Prix am Vormittag, der als Qualifikation für den Grand Prix Special diente, war einmal mehr Dressurkönigin Isabell Werth das Maß der Dinge. Mit dem erst neunjährigen Quantaz, einem Quaterback-Sohn aus dem Besitz von Victoria Max-Theurer, kam sie auf 75,087 Prozent. Es war damit nach seinem Erfolg in Mannheim schon der zweite internationale Grand Prix-Sieg für den Hengst in diesem Jahr.

Platz zwei ging an Matthias Alexander Rath und Foundation, die mit 71,152 Prozent bedacht wurden. Den elfjährigen Hengst, ein Sohn des Fidertanz, hat Rath schon seit knapp fünf Jahren unter dem Sattel.

Erst weitaus kürzer kennen sich Dorothee Schneider und Pathétique alias „Patty“, die Dritte werden konnten. Die elfjährige Stute stammt wie der Sieger ebenfalls von Quaterback ab und gehört der Österreicherin Elisabeth Max-Theuer. „Patty war vor der großartigen Zuschauerkulisse vor dem Biebricher Schloss sehr motiviert und mein ,Spaßmobil‘ wollte unbedingt alles ganz toll machen – in manchen Lektionen fast ein bisschen zu toll“, schrieb Schneider im Anschluss auf ihrer Homepage. Heute kamen die beiden auf 71,087 Prozent – und das im erst fünften internationalen Grand Prix für die Stute überhaupt.

Alle Ergebnisse vom Pfingstturnier Wiesbaden finden Sie hier.

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