Fritzens: Siege Nummer zwei für Isabell Werth und Dorothee Schneider bei Swarovskis

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Emilio und Isabell Werth, Fritzens 2018 (© Schindlhof/Michael Rzepa)

Auch am Tag 2 beim CDI4* Fritzens/Tirol wurde bei Familie Swarovski im Grand Prix der Kür-Tour und in der Intermédiaire I der internationalen Kleinen Tour die deutsche Nationalhymne gespielt, diesess Mal für Isabell Werth mit Emilio und für Dorothee Schneider mit First Romance.

An Isabell Werth und Dorothee Schneider ist auch am Tag 2 beim 24. Manfred & Hilde Swarovski-Gedächtnisturnier kein Vorbeikommen gewesen. Nachdem Isabell Werth ihren zweiten WM-Kandidaten Emilio bei den Deutschen Meisterschaften in Balve am zweiten Juni-Wochenende wegen einer kleinen Verletzung am Bein und daraus resultierender Schwellung nicht starten konnte, brachte die Rheinbergerin den zwölfjährigen Westfalenwallach beim CDI4*-Turnier in Fritzens/Tirol mit einem überzeugenden Sieg mit 79,804 Prozent im Grand Prix der Kür-Tour in den Sport zurück, nachdem die Grüne Saison bereits mit einem Sieg und einem zweiten Platz hinter Sönke Rothenberger und Cosmo ausgezeichnet beim Turnier  in Hagen begonnen hatte.

Emilio funkelt wie ein Swarovski-Kristall

Auf dem Schindlhof der Familie Haim-Swarovksi präsentierte sich der Ehrenpreis-Cacir AA-Sohn mit großem Elan, gelungener, ausrucksvoller Piaffe-Passage-Tour, flüssigen Traversalen, raumgreifendem, gelassenem Starken Schritt und gut gesetzten, taktmäßigen Galopp-Pirouetten. Ein Ritt, mit dem auch Isabell Werth glücklich war, außer, „bei den Einer-Galoppwechsel habe ich gepennt. Man sollte doch bis zum letzten Sprung als Reiterin aufmerksam bei der Sache sein. Aber Emilio war den gesamten Ritt über so schön bei mir geblieben, war total konzentriert. Wir  hatten eine sehr ordentliche Galopp-Tour, eine super feine Piaffe-Passage-Tour, in der er sich noch geschlossener als bisher zeigte. Ich bin rundum zufrieden.“

Das war auch Dorothee Schneider mit der 14-jährigen Hannoveraner Stute Rock’n Rose, die mit 71,935 Prozent Zweite wurde, „abgesehen von dem Fehler zu Beginn der Einer-Wechsel bin ich mit der Prüfung sehr zufrieden. Nach einem Jahr Verletzungspause ist Fritzens für Rock’n Rose ihr zweites Turnier nach Mannheim, wo sie die Kür gewonnen hat. Sie ist sehr konzentriert, ruhig und mit viel Selbstvertrauen gegangen.“ Zu den Highlights ihrer Prüfung zählte neben den ausdrucksvoll, gut bergauf gesprungenen Zweier-Wechsel der ruhige, gelassene Schritt, die mit sehr engagierter Hinterhand vorgetragenen Trabverstärkungen und die gut gesetzten, aktiven, gut ausbalancierten, aber teils mit etwas viel Vorwärtstendenz gezeigten Piaffen.

Auch die mit 70,261 Prozent drittplatzierte Anja Plönzke strahlte, „Ich bin super zufrieden, ich hätte gar nicht damit gerechnet, hier Dritte zu werden. Für Tannenhof’s Fahrenheit ist Fritzens erst das dritte internationale Grand Prix-Turnier, seine zweite Grand Prix-Saison und sein erstes Jahr als ‚Großer’. Er hat eine sehr reelle Prüung gezeigt.“ Auf den Plätzen vier und fünf folgten Stefanie Schatz-Weihemüller mit dem 15jährigen KWPN-Wallach Wunderkind (69,022) und als beste Österreicherin Astrid Neumayer mit dem 18jährigen Wallach DSP Rodriguez (67,826). Platz sechs (67,761) ging an Lisa Müller mit Birkhof’s Dave FBW, die sich in den letzten vier Jahren m mit beständig guten Leistungen im internationalen Sport etabliert hat und mittlerweile von Isabell Werth betreut wird. Ihr pferdesport- und pferdezuchtbegeisterte Ehemann, Bayern Münchens Fußballstar Thomas Müller, der sie an allen Turniertagen betreute und das Geschehen im Viereck aufmerksam verfolgte, musste sich des Öfteren zwar anhören, man hätte ihn lieber nur auf dem Bildschirm bei der WM in Russland als live am Viereckrand gesehen, ist auf dem Schindlhof aber wie schon im Vorjahr ein gerngesehener Gast und nutzte die Tage sich auch etwas vom WM-Stress zu erholen.

 

Wie schon am Vortag siegte Dorothee Schneider erneut in der kleinen internationalen Tour. Zum ersten Mal stellte die Framersheimerin ihren Nachwuchsstar, den achtjährigen First Romance, in einer Intermediaire I vor. Zwar gab es in den Zweier-Wechsel Fehler und auch die Note für den zuvor gezeigten versammelten Galopp litt unter der Unstimmigkeit, was aber an dem überragenden Gesamteindruck des Fürst Romancier – Day Dream-Sohnes nichts ändert, der u.a. für den doppelt zählenden Starken Schritt zweimal eine Neun erhielt.

 

In den beiden Grand Prix-Touren stehen am morgigen Sonntag mit dem Grand Prix Special ab 9 Uhr und der Grand Prix Kür ab 14.30 Uhr mit Paaren wie Isabell Werth mit Bella Rose bzw. Emiio und Dorothee Schneider mit Faustus bzw. Rockn’ Rose erneut gleich mehrere die Dressurfreunde begeisternde Ritte mit Gänsehaut-Feeling auf dem Programm.

Birgit Popp

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