Hagen: Heimsieg mit Harrods für Frederic Wandres

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Heimsieg mit Harrods in Hagen für Frederic Wandres. (© Hof Kasselmann)

Auf dem Hof Kasselmann wird dieses Wochenende wieder Dressurturnier geritten. Dafür wurde ein Viereck ins große Springstadion gebaut, wo morgen unter anderem die Louisdor-Preis Kandidaten an den Start gehen werden. Den Anfang machte aber heute erst einmal der Prix St. Georges.

Unter Einhaltung aller Corona-Regeln kann wieder Turnier geritten werden. So trifft sich dieses Wochenende die Dressurprominenz auf dem Hof Kasselmann in Hagen. Sonst finden die Horses & Dreams ja immer im April statt, wenn man schon mal damit rechnet, dass das Wetter Kapriolen schlägt. Dass das nun Anfang Juni zumindest heute auch so war, kam einem fast passend vor. Wobei Dr. Svenja Kämper-Meyer das sehr wahrscheinlich wenig tröstlich findet. Sie musste mit ihrer eleganten Ampere-Tochter Amanyara M just in dem Moment aufs Viereck, in dem der Himmel seine Schleusen so richtig öffnete. Am Ende verzichtete sie auf die Wertung.

Mehr Glück hatte unter anderem Frederic Wandres, der ja Bereiter des Hofes Kasselmann ist und somit den Heimvorteil auf seiner Seite hatte. Er stellte den erst siebenjährigen Hannoveraner Harrods v. Hochadel-Rotspon vor, der heute nicht nur seine erste Prüfung unter Wandres (vorher hat Nicole Wego ihn geritten), sondern auch seine erste S-Dressur ging – und gewann. Mit 77,50 Prozent hatten die beiden sogar einen großen Vorsprung. Wandres: „Das besondere an diesem Pferd ist, dass er mit seinen sieben Jahren schon ganz gleichmäßig durch die Prüfung geht und sich präsentieren möchte. Das ist in so einer Prüfung goldwert.“

Zweite wurde Eva Möller auf dem achtjährigen Oldenburger Joopie v. Johnson-Don Romantic mit 75,482 Prozent. 2018 hat Möller den Wallach erstmals in einer Dressurpferdeprüfung Klasse M vorgestellt, letztes Jahr folgten die ersten M*- und **-Prüfungen und auch zwei Starts in der schweren Klasse, in denen er einmal Siebter und einmal Zweiter geworden war.

Helen Langehanenberg hatte heute zwei Eisen im Feuer, von denen eines Hagen schon kennt: der neunjährige Westfale Frank Sinatra v. Fidertanz, mit dem sie hier letztes Jahr schon in der Qualifikation für den Nürnberger Burg-Pokal am Start gewesen war und der damals Zweiter hinter seinem Stallkollegen Vayron geworden war. Heute kamen die beiden auf 75,482 Prozent und wurden Dritte.

Langehanenbergs Pferd Nummer zwei war die siebenjährige dänische Sezuan-Vollschwester Straight Horse Ascenzione v. Zack-Don Schufro, die es auf 74,342 Prozent brachte und damit Fünfte wurde.

Dazwischen konnte sich Finnlands Emma Kanerva schieben, die auf dem achtjährigen Oldenburger Mist of Titanium (v. Millennium-Diamonit) genau einen Punkt mehr hatte, umgerechnet 74,430 Prozent.

Prominente Besetzung

Die erste Louisdor-Preis Qualifikation des Jahres ist prominent besetzt. Morgen steht die Intermédiaire II als Einlaufprüfung auf dem Programm. Auf der Startliste stehen beispielsweise Dorothee Schneider und der Nürnberger Burg-Pokal Sieger 2018, First Romance. Es ist nicht der erste Auftritt in einer Prüfung mit Piaffe und Passage für den Württemberger Fürst Romancier-Sohn. In Ankum war er bereits siegreich im Kurz Grand Prix gewesen.

Hubertus Schmidt hat gleich zwei Pferde in Hagen am Start, den achtjährigen Oldenburger Denoix PCH v. Destano, seinen „Musterschüler„, und den zehnjährigen Hannoveraner Beryll v. Benetton Dream. Auf beide Pferde hält der Reitmeister große Stücke.

Dr. Annabel Frenzen reitet mit dem neunjährigen Rheinländer SilberStern ein Pferd, das sie nicht nur selbst gezogen und ausgebildet hat, sondern dass sie auch schon beim Bundeschampionat hoch platzierte (fünfjährig Sechster, sechsjährig Siebter) und mit dem sie ebenfalls 2018 beim Nürnberger Burg-Pokal Finale am Start gewesen war. Seine erste Intermédiaire II in Troisdorf im März konnte der Silbermond-Sohn auf Anhieb gewinnen.

Alle Ergebnisse aus Hagen finden Sie hier.

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