Hagen: Hubertus Schmidts Denoix überlegen in der Einlaufprüfung zur Louisdor-Qualifikation

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Hubertus Schmidt und Denoix in der Qualifikation für den Nürnberger Burg-Pokal von München 2019. (© Schreiner)

Hubertus Schmidts Oldenburger Hengst Denoix ist auf gutem Weg, sich gleich im ersten Anlauf das Ticket fürs Louisdor-Preis Finale zu sichern.

Irgendwie gibt einem das Turnier in Hagen auf Hof Kasselmann das Gefühl, mit einer Zeitmaschine einige Wochen in die Vergangenheit gereist zu sein. Location, Protagonisten, sogar das wechselhafte Wetter erinnern an die Horses & Dreams, die ja stets Ende April stattfinden. Nur das Viereck hat man für dieses Wochenende statt im Dressur- im Springstadion aufgebaut. Und wie sonst stets im April warten jetzt Anfang Juni alle gespannt auf die Auftritte der Reiter und Pferde, die man ja nun aufgrund der Corona-Pause lange nicht gesehen hat.

Hubertus Schmidts Denoix war im April 2019 DIE Überraschung bei den Horses & Dreams gewesen, ging dort seine erste S-Dressur überhaupt und überzeugte auf Anhieb. Das war dieses Jahr kaum anders. Mit 77,50 Prozent wurde der Destano-Sohn überlegener Sieger der Intermédiaire II für die Louisdor-Preis Kandidaten. Und da ist noch deutlich mehr drin, wenn es Hubertus Schmidt gelingt, den erst achtjährigen Dunkelfuchs noch sicherer vor sich zu behalten.

Für Denoix wäre es dieses Jahr der zweite Start in der Frankfurter Festhalle. 2019 war er dort  Vierter im Nürnberger Burg-Pokal Finale geworden.

Die weiteren vorne Platzierten

Platz zwei holte mit 75,877 Prozent der neunjährige KWPN-Wallach Gino v. Bretton Woods unter Holga Finken. Für den eleganten Schwarzbraunen war das heute die erste Schleife in einer Dressurprüfung der Klasse S***. Im vergangenen Jahr war das Paar mehrfach knapp an der Qualifikation für den Nürnberger Burg-Pokal in der Frankfurter Festhalle vorbeigeschrammt. Aber die Grand Prix-Lektionen liegen Gino und wenn er morgen im Kurz Grand Prix ebenfalls Zweiter würde, hätte er seinen Startplatz in Frankfurt sicher.

Rang drei ging an ein hoch elegantes Paar, das sich schon ein Leben lang kennt und die Frankfurter Festhalle von seinem Burg-Pokal Auftritt 2018: Dr. Annabel Frenzen auf dem selbst gezogenen Silbermond-Sohn SilberStern. 74,649 Prozent gaben die Richter dem Paar, das eine große Harmonie ausstrahlt.

Knapp dahinter (74,561) wurden Finnlands Emma Kanerva und der neunjährige  Gribaldi-Sohn Greek Air Vierte. Hubertus Schmidts ehemalige Stallreiterin und Derby-Siegerin 2018 hatte den hochbeinigen ZfdP-Fuchs vor zwei Jahren unter anderem auch bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde gezeigt. Seine ersten Prüfungen mit Piaffe und Passage war er bereits 2019 gegangen.

First Romance mit kleinen Fehlern

Ein Pferd, auf dessen Auftritt wohl viele Dressurfans in Deutschland besonders gespannt waren, ist der zehnjährige Württemberger Wallach First Romance v. Fürst Romancier unter Dorothee Schneider. 2018 hatte „Roman“, so sein Stallname, das Nürnberger Burg-Pokal Finale in Frankfurt gewonnen, und schon damals war klar, dass das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein würde. Heute musste der Braune sich allerdings mit Platz zehn der 19 Teilnehmer zufrieden geben. Kleine Fehler wie ein Angaloppieren nach der ersten Grußaufstellung statt anzutraben, ein weiteres Angaloppieren in den Zick-Zack-Traversalen und ein Missverständnis bei der Rückführung aus dem starken Galopp drückten die Note auf insgesamt 70,175 Prozent. Das ändert aber nichts daran, dass First Romance mit seinem aktiv abfußenden Hinterbein ein herausragendes Talent ist.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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