Magna Racino: Jessica von Bredow-Werndls Nachwuchs startet erfolgreich in die Saison, MJ-Pferde und mehr

14-14-d0528-jessica-von-bredow-werndl-ferdinand_large

Jessica von Bredow-Werndl beim Training mit Ferdinand BB. (© Toffi)

A-Kaderreiterin Jessica von Bredow Werndl hat die Turniersaison mit dem Nachwuchs eröffnet. Vergangenes Wochenende war das Team Aubenhausen im österreichischen Magna Racino in beinahe allen Prüfungen hoch erfolgreich. Und nicht nur das war bemerkenswert.

Angefangen mit einer mit einer L/M-Dressur (österreichisches Aufgabenheft!), in der Jessica von Bredow-Werndl den gerade siebenjährigen Holsteiner De Chirico-Sohn Dauphin siegreich mit 72,524 Prozent vorstellt. Bruder/Trainer/Geschäftspartner Benjamin Werndl reihte sich mit seinen beiden gleichaltrigen Pferden Sagami (Hann. v. San Amour) und Ducati (Hann. v. Desperados) an zweiter (69,238) und dritter Stelle ein (67,714).

Die Ausschreibung erlaubte es, dass auch Senioren die FEI-Aufgaben für Junioren reiten durften. So sicherte sich Jessicas achtjähriger Florencio-Sohn Ferdinand BB die Vorbereitungsprüfung der Junioren mit 75,637 Prozent.

Am selben Tag konnte Jessica von Bredow-Werndl ihre Nachwuchshoffnung Dante’s Peak v. Dimaggio, vor kurzem mit dem Suffix „FRH“ des Hannoveraner Verbands geadelt, in der Intermédiaire II an zweiter Stelle platzieren (70,658) und damit erneut vor ihrem Bruder, der diesmal im Sattel des Oldenburger San Amour-Sohns Sandokan saß (69,781). Siegerin dieser Prüfung wurde die österreichische Olympiareiterin Renate Voglsang auf dem Oldenburger Royal Diamond-Sohn Royal Happiness (71,272).

Am Samstag ging es direkt siegreich weiter für den Stall Aubenhausen, diesmal wieder durch Ferdinand BB, der sich mit 73,739 Prozent auch die Mannschaftsaufgabe der Junioren sicherte.

In der Intermédiaire A piaffierte und passagierte Dante’s Peak diesmal an die Spitze des Feldes, Wertnote 74,259 Prozent. Die zehnjährige Trakehner Stute Dalera BB v. Easy Game gab in dieser Prüfung ihr Debüt in dieser Klasse und wurde trotz eines Schnitzers in einer Pirouette knapp geschlagene Dritte mit 70,833 Prozent. „So eine Wahnsinns-Stute“ sagt Jessica von Bredow-Werndl dazu und verspricht: „Das wird spannend mit ihr die nächsten Jahre!“ Zudem konnte sie in der Siegerehrung erneut ihrem Bruder die Hand reichen, der mit Sandokan an vierter Stelle stand (70,370).

Später holte Dauphin mit 70,439 Prozent seinen zweiten L/M-Sieg an diesem Wochenende. Stallgefährte Ducati gesellte sich mit 69,035 Prozent auf Rang zwei dazu.

Am Sonntag setzten die Werndls dann noch einen drauf, angefangen in der Intermédiaire B. Hier holte Dante’s Peak seinen zweiten Sieg mit 73,651 Prozent und Dalera wurde auf Anhieb Zweite (71,032) vor Sandokan (70,675).

In der dritten L/M-Dressur des Turniers war Dauphin nicht mehr am Start, dafür hielt Benjamin Werndl mit Ducati auf Platz zwei (68,519) und mit Sagami auf Rang vier (67,50) die deutschen Fahnen hoch.

Wiedersehen mit den MJ-Pferden

Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass Matthias Bouten nach mehreren guten Jahren und einer hoch erfolgreichen Saison 2015 die Pferde des Ehepaars Jerich (das „MJ“ hinter ihren Namen steht für Marianne Jerich) nicht weiter reiten würde. Die aus Österreich stammenden Jerichs haben die Pferde zu einem Landsmann in den Stall gestellt, Peter Gmoser. Unter ihm und seiner Bereiterin Belinda Weinbauer waren sie zum Teil bereits im vergangenen Jahr am Start sowie nun auch in Magna Racino. Mit Söhnlein Brilliant MJ, auf dem Matthias Bouten 2015 völlig überraschend und doch sehr überzeugend die Kür der Munich Indoors gewinnen konnte, war Belinda Weinbauer – ebenfalls recht unerwartet – im vergangenen Jahr österreichische Staatsmeisterin vor Victoria Max-Theurer geworden.

Söhnlein Brilliant war in Magna Racino nicht am Start, dafür aber z.B. der ebenfalls Grand Prix-erfolgreiche Ehrentusch-Sohn Ehrengold. Unter Peter Gmoser belegte er Rang vier in der Intermédiaire II (68,947 Prozent), wurde Dritter im Grand Prix (68,933) und gewann den Grand Prix Special (69,346).

Belinda Weinbauer stellte die weiteren „MJ-Pferde“ vor. Mit der nun elfjährigen westfälischen Florencio-Tochter Fräulein Auguste, Zweite im Finale des Nürnberger Burg-Pokals 2015, wurde sie diesmal Vierte bei in der FEI-Vorbereitungsprüfung der Jungen Reiter und gewann den Prix St.Georges (72,193 Prozent). Außerdem präsentierte sie in Magna Racino die neunjährige Hannoveraner Stute Ferrero Küsschen v. For Compliment, die Sechste in der Junge Reiter-Prüfung wurde (69,769) und Fünfte im Prix St. Georges (70,263).

Belinda Weinbauer reitet auch den Dritten des Nürnberger Burg-Pokals 2015, Dante Delux v. Danone. So stellte sie den Hannoveraner Prämienhengst v. Danone im polnischen Zakrzow vor, wo sie Prix St. Georges, Intermédiaire I und Kür für sich entscheiden konnten.

Peter Gmoser ritt in Magna Racino übrigens noch einen weiteren „alten Bekannten“: den rheinischen Lord Loxley-Sohn Lezard. Der nun zwölfjährige Fuchs gehörte einst Madeleine Winter-Schulze und war im Stall von Isabell Werth bis zur schweren Klasse gefördert worden. Nachdem Isabell Werth mit ihm 2013 und 2014 in der kleinen Tour in Aachen platziert gewesen war, wurde der Wallach 2014 an die österreichische Familie Ahorner verkauft. Mit der Juniorin Nicola Louise Ahorner im Sattel war er im vergangenen Jahr mehrfach gut platziert in internationalen Junioren-Prüfungen. Nun ging er in Magna Racino unter Peter Gmoser und gewann mit ihm unter anderem die Intermédiaire I mit 72,412 Prozent.

Und apropos Lord Loxley-Nachkommen, das neue Deutsche Bank Akademie-Mitglied Charlotte Rummenigge war ebenfalls mit dem Nachwuchs angereist, ihrer einstigen Bundeschampionats- und WM-Kandidatin Loveliness. Die neunjährige Hannoveraner Stute hatte sich im März 2015 in ihrer ersten S-Dressur prompt an dritter Stelle platzieren können. Danach hatte war es lange still gewesen um sie. 2016 nur in Wiesbaden einmal auf dem Turnier gewesen, wo sie Zehnte in der Intermédiaire I geworden war. Nun meldete sie sich in Magna Racino zurück im Turniersport, wurde Siebte in der Junge Reiter-Aufgabe (68,333), konnte sich im Prix St. Georges mit 66,447 Prozent allerdings nicht mehr platzieren.

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.